Kunst am Münchner Flughafen bleibt wegen Energiekrise abgeschaltet

22.09.2022 14:09:00

Münchner Flughafen lässt „Alpen-Brunnen“ von Stephan Huber und „Lightway“ von Keith Sonnier wegen Energiekrise abgeschaltet.

Im Corona-Lockdown hat der Münchner Flughafen den 'Alpen-Brunnen' von Stephan Huber und den 'Lightway' von Keith Sonnier abgeschaltet - und will beide Kunstwerke in Zeiten der Energiekrise nicht wieder anschalten. Geht es hier um Betriebskosten?

Münchner Flughafen lässt „Alpen-Brunnen“ von Stephan Huber und „Lightway“ von Keith Sonnier wegen Energiekrise abgeschaltet.

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So mancher dürfte sich in diesen Tagen tatsächlich informieren, wie viel eine Dauerkarte fürs Museum kostet.Auch bei Unternehmen, die Kunst für alle oder auch nur für Mitarbeiter zugänglich machen, wird aktuell die Frage nach den Unterhaltskosten gestellt.Ereignisse wie die Corona-Pandemie, Unwetter, Stromausfälle, Starkregen oder Überschwemmungen hätten in den vergangenen Jahren die Gesellschaft stark gefordert und die „Verletzlichkeit unserer hochtechnisierten Lebenswelt“ aufgezeigt, heißt es aus dem Innenministerium des Saarlandes.Bei einem Kunstwerk im Flughafen München geht es um einige Zehntausend Euro, mindestens 20 000, vermutlich mehr.“ Die : Sie wolle auf die Beleuchtung historischer Gebäude komplett verzichten, Straßenlaternen dimmen und nicht benötigte Ampelschaltungen und Brunnen abschalten.Die müsste die Münchner Flughafengesellschaft aufbringen, um die als"Alpen"-Brunnen bekannte Arbeit von Stephan Huber im Terminal 1 wieder in Betrieb zu nehmen.Auch die Bürgerinnen und Bürger im Saarland seien gefragt, Verantwortung für sich und ihr soziales Umfeld zu übernehmen.Doch sind das nicht Peanuts im Vergleich zu den Betriebskosten eines Flughafens? Dass der Brunnen aktuell nicht sprudelt, ist eine Folge der Corona-Pandemie.Dabei verbraucht die t: Während des Oktoberfests 2019 wurden drei Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht.

Seit dem ersten Lockdown war das Terminal 1 vorübergehend mehrfach stillgelegt worden, um Kosten zu sparen.Eine wesentliche Voraussetzung sei die persönliche Notfallvorsorge.Auch wenn der Laden nun wieder brummt, wer durch T1 geht, stellt fest, dass bei Weitem nicht alles so ist wie vor der Pandemie.Das eine oder andere Geschäft wirkt verwaist, einige Cafés und Restaurants sind noch immer geschlossen.Diese Vorräte brauchen Sie für den Ernstfall zu Hause Foto: dpa/Hendrik Schmidt Stromausfall – Experten schlagen Alarm: Diese Vorräte sollten Sie für den Notfall anlegen Erstmeldung vom 13.Dass da manches Kunstwerk, das Betriebskosten verursacht, nicht reaktiviert wurde, wird nur als Randerscheinung wahrgenommen - wenn überhaupt.Detailansicht öffnen Der"Lightway" von Keith Sonnier leitete die Passagiere im Flughafen München seit 1992 durchs Terminal 1.Angesichts der aktuellen Situation hat der Deutsche Städte- und Gemeindebund in der letzten Woche in der „Welt am Sonntag“ gewarnt, dass es auch in Deutschland zu flächendeckenden Stromausfällen kommen könnte.“ Die : Sie wolle auf die Beleuchtung historischer Gebäude komplett verzichten, Straßenlaternen dimmen und nicht benötigte Ampelschaltungen und Brunnen abschalten.

Im Corona-Lockdown 2020 wurde auch die Neoninstallation des berühmten amerikanischen Lichtkünstlers abgeschaltet.(Foto: Peter Bauersachs) Denn ebenso wie Hubers"Alpen"-Brunnen im Lockdown trockengelegt wurde, dämmert seither auch eine andere Arbeit im Dornröschenschlaf vor sich hin: Keith Sonniers berühmter"Lightway".Auf derartige Krisensituationen müsse man sich in Zukunft besser vorbereiten.Die bunte, 1,2 Kilometer lange Neon-Arbeit des US-Amerikaners hat seit der Eröffnung des Münchner Airports im Jahr 1992 Millionen von Besuchern durchs T1 geleitet.Dezent an manchen Stellen, kraftvoll hell und inspirierend an anderen.Deutschland sei auch für mögliche feindliche Hackerangriffe ungenügend gerüstet.Keith Sonnier ist vor zwei Jahren gestorben und kann gegen die Abschaltung seiner Kunst nicht mehr persönlich protestieren.

Huber schon.Aber was empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) konkret? Auf welche Vorräte es im Katastrophenfall ankommt.Zwischenzeitlich hatte ihn nämlich eine Information seitens des Flughafens erreicht, dass man überlege, den Alpen"-Brunnen einem neuen Standort, einer veränderten Nutzung oder sogar dem Abbau zuzuführen.Das Kunstwerk besteht aus drei Teilen und erstreckt sich über drei Stockwerke: Oben die als Mosaik umgesetzte Ansicht eines schneebedeckten Bergpanoramas, darunter eine blaue Glasplatte, über die sich das Wasser ergießt, als ob das ewige Eis schmelzen würde, unten ein Auffangbecken für das Wasser.Ein hochaktuelles Symbol für die schmelzenden Gletscher in Zeiten der Erderwärmung und des Klimawandels.Stephan Huber:"Für einen Flughafen einer Kulturstadt unwürdig" In einem Telefonat mit einem Vertreter des Flughafens, erzählt Huber, wurde ihm angedeutet, dass man vielleicht nur das Mosaik mit dem Alpenpanorama behalten und an anderer Stelle installieren wolle.

Der Künstler lehnt ein solches Ansinnen ab und findet den Umgang mit seinem Kunstwerk"für einen Flughafen einer Kulturstadt unwürdig", noch dazu wo die Landeshauptstadt Mit-Gesellschafter des Flughafens ist.Doch die Stadt fühlt sich für das Objekt nicht zuständig, da es nicht im Rahmen eines städtischen Wettbewerbs für Kunst am Bau entstanden ist.Ursprünglich waren"Die Alpen" im Besitz der Hypo-Vereinsbank, die es dem Airport zunächst als Leihgabe zur Verfügung stellte.2006 sollte dem Brunnen schon einmal das Wasser abgedreht werden.Damals hieß es, die jährlichen Wasser- und Wartungskosten in Höhe von etwa 20 000 Euro, wolle die Bank sich sparen.

Am Ende ging Hubers Kunstwerk per Schenkung ins Eigentum des Flughafens über..

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