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Kita Viersen: Ministerium will Bericht von Landesjugendamt

Wie konnte Sandra M. drei Jahre in Kitas arbeiten? Der Tod einer Dreijährigen in Viersen wirft viele Fragen auf.

29.05.2020 12:21:00

In ihren ersten Wochen als Erzieherin wurde sie für ungeeignet befunden, immer wieder kam es zu seltsamen Vorfällen mit Kindern. Wie konnte Sandra M. dann drei Jahre in Kitas arbeiten? Der Tod einer Dreijährigen in Viersen wirft viele Fragen auf.

Wie konnte Sandra M. drei Jahre in Kitas arbeiten? Der Tod einer Dreijährigen in Viersen wirft viele Fragen auf.

Wie Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Mönchengladbach berichteten, sind die Behörden auf weitere Vorfälle in drei früheren Kindergärten gestoßen, in denen die als"wenig geeignet" eingestufte Erzieherin tätig war. Die Vorfälle ereigneten sich seit 2017 in Kempen, Tönisvorst und Krefeld. Immer, wenn Sandra M. Dienst hatte.

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Die Stadt Kempen hat nach einem früheren Dementi eingeräumt, dass es vier Vorfälle in der Kita gab, in der die Erzieherin gearbeitet hat. Vier Mal sei der Notarzt gerufen worden, weil ein Kind über Atemnot geklagt habe, berichtete ein Sprecher. Es seien wie vorgeschrieben Unfallanzeigen über das Jugendamt an die Unfallkasse geleitet worden. Diese seien auch nicht zu beanstanden."Es lagen keine Anzeichen vor, in eine andere Richtung zu denken", hieß es.

Kita-Verband: Zeugnisse von Erziehern letztlich"Makulatur"Von August 2017 bis Juli 2018 absolvierte Sandra M. in einer Kita in Krefeld ihr Anerkennungsjahr. Schnell fiel dort auf, so die Ermittler, dass sich die junge Frau nicht zur Erzieherin eignete. Die Kolleginnen und Kollegen hätten festgestellt, dass M. Empathie für die Kinder fehle. Die Stadt Krefeld wollte sich auf dpa-Anfrage dazu nicht äußern.

Aber: Selbst wenn eine Erzieherin bei einem Arbeitgeber etwa wegen mangelnder Empathie auffällt, darf dieser das nach Angaben des Deutschen Kita-Verbands nicht einmal ansatzweise im Zeugnis erwähnen."Deshalb sind letztendlich alle Zeugnisse Makulatur", sagte die Verbandsvorsitzende Waltraud Weegmann dem

Westdeutschen Rundfunk. Es bestehe eine Meldepflicht der Kitas gegenüber den Jugendämtern, wenn es konkrete Verdachtsmomente für körperliche Übergriffe gebe."Die gibt es aber oft nicht", sagte Weegmann. Unter der Hand dürften sich die Einrichtungen aus rechtlichen Gründen nicht austauschen. Eine Rolle spiele sicher auch der Fachkräftemangel.

"Wenn wir eine Erzieherin aus einem ungekündigten Arbeitsverhältnis einstellen, ist es nicht üblich, Arbeitszeugnisse vorzulegen", erklärte auch die Bürgermeisterin von Viersen, Sabine Anemüller, in einem Interview mit

Bild-Zeitung. Zudem gebe es eine Probezeit, bei der man als Erzieher sehr, sehr genau begutachtet wird. Außerdem habe die Tatverdächtige ein tadelloses erweitertes Führungszeugnis vorgelegt, das für die Arbeit mit Kindern notwendig ist.

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Ermittelt wurde gegen Sandra M. nur einmal. Allerdings nicht wegen ihres Umgangs mit Kindern, sondern wegen des Vortäuschens einer Straftat. Sie hatte behauptet, ein Mann habe sie im Wald angegriffen, gegen einen Baum gedrückt und mit einem Messer verletzt, das habe sich als nicht zutreffend herausgestellt. Das Verfahren gegen die 25-Jährige wurde damals von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Man riet ihr lediglich sich psychologische Hilfe zu suchen.

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Warum? Weil keiner den Arsch in der Hose hat, verdächtige Dinge zu melden. Und weil 'oben' immer einer sitzt, der den Deckel drüber hält. So lange, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Dann ist das Geschrei groß, es folgt die 'große Aufarbeitung' etc etc. Immer das gleiche! Fakt ist, dass man bei Arbeitszeugnissen vom Arbeitsgericht zum Lügen gezwungen wird. Du darfst im Zeugnis schlichtweg nicht schreiben, dass eine Person unfähig für ihre Arbeit ist. Das ist zumindest ein Teil des Problems. Ungeeignete dürfen nicht als solche benannt werden.

Mein Beileid an die Familie. Es ist so unfassbar grausam sein Kind zu verlieren und dann noch zu erfahren, dass dieses Unglück ohne Weiteres hätte verhindert werden können. Wenn diese Tragödie einen 'tieferen Sinn' bekommen soll, dann brauchen wir schnellstens eine Änderung in den vom Arbeitsrecht verteidigten debilen Zeugnisvorschriften. Das Kind könnte noch leben, wenn der AG informiert gewesen wäre.

Vier mal wird der NAW gerufen, weil ein Kind Atemnot hat. Die Empathielosigkeit war auch bekannt, aber im Zeugnis darf nichts davon erwähnt werden. Arbeitszeugnisse machen uns viel Arbeit. Wäre es nicht viel sinnvoller, statt lästiger Zeugnisse eine alte Zeitung vorzulegen? wenn Opfer nicht beredsam sind...

Krank,es gibt keine effektiven Kontrollmöglichkeiten? 'Arbeitszeugnisse sollen ja immer positiv wohlwollend formuliert sein'. Es gibt ja in vielen Bereichen Menschen, die für ihre Arbeit nicht geeignet sind. Vielleicht sollten wir in den sauren Apfel beißen und die Regel kippen?

Kita in Viersen: Ermittler geben Details zum Tod einer Dreijährigen bekannt - Video - WELTPolizei und Staatsanwaltschaft informieren über die Todesumstände eines dreijährigen Mädchens in einer Kita in Viersen . Eine 25 Jahre alte Erzieherin sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Sehen Sie hier die Pressekonferenz.

Fall in Kita in Viersen: Die Akte Sandra M.Die Akte Sandra M.: Greta aus Viersen ist nicht der einzige Fall, der mit der 25-jährigen Erzieherin in Zusammenhang steht. Polizei und Staatsanwaltschaft berichten von Vorfällen in mehreren Kitas in NRW. Mal wieder muss erst jemand sterben bis was passiert. Was für Zeichen brauchte man denn noch? Unfassbar. Und am Ende heißt es, Sie ist psychisch Krank.

Totes Kind in Kita: Neuer Verdacht gegen Erzieherin in ViersenNach dem Tod einer Dreijährigen in einer Viersen er Kita sitzt eine Erzieherin wegen Mordverdachts in U-Haft. Laut Ermittlern gibt es Anhaltspunkte für weitere Übergriffe der Frau. Pünktlich XD Kriminell oder krank. Das ist das Problem, wenn es viel zu wenig Erzieher gibt. Man sieht ein problematischen Lebenslauf, versucht es aber dennoch, weil man viel zu wenig Erzieher für zuviele Kinder hat. Da schaffen es dann auch faule Äpfel einen Job zu kriegen.

Kita in Viersen: Mordverdacht gegen Erzieherin - Ähnliche Vorfälle in früheren Kitas - WELTIm Fall der Erzieherin, die beschuldigt wird, ein dreijähriges Kita-Kind ermordet zu haben, prüfen die Ermittler Vorfälle bei früheren Arbeitsstellen der Frau. Dort sollen Kinder ebenfalls Atemnotprobleme gehabt haben. In einem Fall bereits 2017. Wäre das nicht Totschlag? Finde keine Paare in den Kategorien der Mordmerkmale, die hier passen könnten. Die Frau steht noch nicht vor Gericht---ist also noch nicht verurteilt, aber für eine VORVERURTEILUNG macht ihr nicht Halt. Das ist Pfüi-Jurnalismus ! Im Zweifel für den Angeklagten und wenn es Wahr ist: verurteilen und wegsperren ! Nachrichtensender sind keine Stimmungsmacher. Wenn ich solche Nachrichten lese wird es mir kotzübel. Einfach unfassbar.

Mutmaßlicher Kita-Mord in Viersen: weitere Vorfälle in früheren Kitas von ErzieherinSeit 2017 Vorfälle in früheren Kitas von Erzieherin +++ Chinas Volkskongress billigt Pläne für Sicherheitsgesetz in Hongkong +++ Razzien gegen ... Das Jugendamt versagt, das Veterinäramt versagt eine schreckliche Welt mit nur an Profit denkenden grausam ekligen Menschen. Die armen Eltern Gott sei mit ihnen

Viersen: Mutmaßliche Tat am vorletzten Arbeitstag der Kita-ErzieherinEine Dreijährige stirbt, eine junge Erzieherin steht unter Mordverdacht. Nun hat die Stadt Viersen bekannt gegeben, dass die 25-Jährige kurz vor der mutmaßlichen Tat gekündigt hat. 😱😰