Ist die Aussetzung der Präsenzpflicht an Berlins Schulen richtig?

Ist die Aussetzung der Präsenzpflicht an Berlins Schulen richtig?

Berliner Schulen, Coronavirus

29.01.2022 09:33:00

Ist die Aussetzung der Präsenzpflicht an Berlins Schule n richtig?

Einmal die Woche diskutieren in der B.Z. Berlins Ex-Regierende Eberhard Diepgen (CDU) und Walter Momper (SPD) über Themen, die die Hauptstadt bewegen. Heute geht es um die Aufhebung der Präsenzpflicht an Berlins Schule n wegen der hohen Coronazahlen.

Die Regierende Bürgermeisterin und ihre Schulsenatorin haben in einem Schnellverfahren die Präsenzpflicht für die Schüler in Berlin aufgehoben. Das war gegen heilige Schwüre aus der Vergangenheit. Den Präsenzunterricht wollte man aus bildungs- und sozialpolitischen Gründen nicht noch einmal antasten.

Jetzt aber sollen Eltern entscheiden können, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder vor Infektionsgefahren in der Schule schützen. Heftige Kritik blieb nicht aus, die Entscheidung widerspräche dem Wohl der Kinder und würde vor allem Kinder aus bildungsfernen Familien schaden. Richtig ist ja auch, dass Kinder sich nach den Zeiten des digitalen Unterrichts nach ihrer Schule und den Klassenkameraden sehnen.

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Eberhard Dipgen: Ja, das verringert die Ansteckungsgefahr Die Regierende Bürgermeisterin und ihre Schulsenatorin haben in einem Schnellverfahren die Präsenzpflicht für die Schüler in Berlin aufgehoben. Das war gegen heilige Schwüre aus der Vergangenheit. Den Präsenzunterricht wollte man aus bildungs- und sozialpolitischen Gründen nicht noch einmal antasten. Jetzt aber sollen Eltern entscheiden können, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder vor Infektionsgefahren in der Schule schützen. Heftige Kritik blieb nicht aus, die Entscheidung widerspräche dem Wohl der Kinder und würde vor allem Kinder aus bildungsfernen Familien schaden. Richtig ist ja auch, dass Kinder sich nach den Zeiten des digitalen Unterrichts nach ihrer Schule und den Klassenkameraden sehnen. Dennoch war es angesichts der von Omikron bestimmten Infektionsgefahr und ihren möglichen Auswirkungen auf viele lebenswichtige Bereiche unserer Gesellschaft eine mutige und richtige Entscheidung. Der Bundesgesundheitsminister und seine Experten rechnen Mitte Februar mit Rekordzahlen bei den Infektionen. Mit seinen Inzidenzwerten steht Berlin dabei in Deutschland an der Spitze. Besonders hoch sind die Werte in den Jahrgangsgruppen der schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen. Schulen und Gesundheitsämter sind inzwischen mit den Entscheidungen über Kontaktverfolgung und Kontaktsperren von positiv getesteten Schülern überfordert. Eigentlich kann man nur fragen, warum die ohnehin bevorstehenden Winterferien nicht etwas vorgezogen und bis Mitte Februar verlängert wurden. Zweifel sind bei der Frage angebracht, ob bei der schnellen Entscheidung alles Notwendige mitbedacht wurde. Dabei kritisiere ich nicht die Tatsache, dass Eltern die Verantwortung für das Ja oder Nein zum Schulbesuch auferlegt wird. Lehrer können aber nicht Präsenzunterricht für alle, die wollen, garantieren und gleichzeitig auch per Internet die Daheimgebliebenen betreuen. Es müssen andere Wege aufgezeigt werden, damit es keine Benachteiligungen gibt. Walter Momper: Ja, dies vermeidet Schulschließungen Die Aussetzung der Präsenzpflicht an Berlins Schulen bis Ende Februar ist absolut richtig. Die kontroverse Diskussion der Elternvertretungen und der Lehrervereinigungen spricht Bände. Die Gefahr der Infektion der Kinder in der Schule ist zu hoch, als dass man das ignorieren könnte. Die Zahl der Inzidenz ist mit fast 5000 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei Schülern sehr hoch. So überlässt man die Beantwortung der Frage den Eltern. Die werden im Regelfall einen Test bei ihren Kindern machen, ob diese infiziert sind oder nicht. Danach werden sie entscheiden. Die andere Alternative wäre die flächendeckende Schließung der Schulen, in denen es ein hohes Infektionsgeschehen gibt. Das wollen wir nicht, weil dann alle Schüler vom Präsenzunterricht ausgeschlossen sind. Die Folgen wären genauso nachteilig, wie wir sie schon bei den Schließungen zu Beginn der Pandemie erlebt haben. Für einen begrenzten Zeitraum hat man einen Kompromiss gemacht, der den Eltern die Entscheidung überlässt. Dabei werden die Eltern ihr Kind zu Hause belassen, bei denen die Möglichkeiten zur Teilnahme an den gestellten Aufgaben der Schule gesichert sind. Natürlich werden nur die Eltern ihre Kinder zu Hause behalten, die das am ehesten ermöglichen können. Eltern, die zur Arbeit müssen und ihre Kinder nicht zu Hause behüten können, werden das nicht so leicht machen. Man kann es jedoch leider nicht allen recht machen. So ist die Aussetzung der Präsenzpflicht zuerst einmal ein Kompromiss, der die vollständige Schließung der Schule vermeidet. Deine Datensicherheit bei der Nutzung der Teilen-Funktion Um diesen Artikel oder andere Inhalte über Soziale Netzwerke zu teilen, brauchen wir deine Zustimmung für