37 Grad, Organspende

37 Grad, Organspende

Ich gebe dir meine Niere

'37 Grad' zeigt drei Nierenspender, die einem anderen Menschen zu einem normalen Leben verhelfen wollen.

10.9.2019

37Grad hat drei Nierenspender und -empfänger über drei Jahre lang begleitet und zeigt, wie sich unbekannte Menschen zusammen zurück ins Leben helfen können. Eine Reportage über das Warten auf ein passendes Spenderorgan und die OP danach. Organspende

' 37 Grad ' zeigt drei Nierenspender, die einem anderen Menschen zu einem normalen Leben verhelfen wollen.

Mehr von 37 Grad Die Mutter des zwölfjährigen Adrian möchte ihrem Sohn eine Niere spenden. Mara musste ihren schwerkranken Mann Thomas erst überreden, ihre Spende anzunehmen. Und Joachim will das Leben seines besten Freundes Manfred durch eine Lebendspende retten. In Deutschland warten 8.000 Menschen auf eine Spenderniere. Doch die Wartelisten sind lang. Im Schnitt dauert es sieben Jahre, bis eine passende Niere gefunden wird. Während dieser Zeit verschlechtert sich der Gesundheitszustand oft dramatisch. Nur ein Viertel der Wartenden erhält am Ende ein Spenderorgan. Kann Mutter Nicole spenden? Adrian wohnt mit seinen drei Geschwistern und seinen Eltern in Mönchengladbach. Täglich muss er Antibiotika und blutdrucksenkende Mittel nehmen, zusätzlich spritzt ihm seine Mutter Wachstumshormone. Dreimal in der Woche fahren die beiden nach Köln zur Dialyse. Mit Hin- und Rückfahrt sind es 18 Stunden pro Woche, 52 Wochen im Jahr. Für die Eltern stand seit Adrians Geburt im Raum, ihrem Sohn eine Niere zu spenden. Zunächst ließ sich der Vater testen. Obwohl alles zunächst sehr gut aussah, konnte seine Niere aus chirurgischen Gründen nicht transplantiert werden. Nun lässt sich Adrians Mutter untersuchen. Zuerst heimlich, um ihrem Sohn eine Enttäuschung zu ersparen. "Ich wünsche ihm nichts mehr als eine unbeschwerte Jugend", so die 46-Jährige. Kommt Nicole überhaupt als Spenderin infrage? Und wenn ja - wird die Transplantation in der Kölner Uniklinik gelingen? Auf der Warteliste Thomas und seine Frau Mara aus Gelsenkirchen sind seit mehr als 35 Jahren ein unzertrennliches Paar. Seit Thomas' Nieren nicht mehr arbeiten, steht er auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Doch sein Gesundheitszustand wird immer kritischer, ihm muss schneller geholfen werden. Für Mara steht sofort fest, dass sie ihrem Mann eine ihrer Nieren geben möchte. Die Untersuchung zeigt: Ihre Blutgruppen sind gleich, die Gewebetests gut, und damit sind alle Voraussetzungen erfüllt. "Ich tue es auch ein Stück weit aus Egoismus. Ich will unser altes Leben zurück", sagt die 52-Jährige. Die beiden träumen von einer gemeinsamen Reise, so unbeschwert und frei wie vor der Erkrankung. Manfred (56) leidet an erblich bedingten Zystennieren. Sein bester Freund Joachim kann nicht mit ansehen, wie Manfred immer häufiger ins Krankenhaus muss und immer schwächer wird. Selbst die einfachsten körperlichen Tätigkeiten fallen dem früher kräftigen Handwerker schwer. Nierenspender im nahen familiären Umfeld gibt es keine, deshalb entscheidet sich der 68-jährige Joachim für eine Lebendspende: "Das Gefühl, dass ich dem Manfred sein altes Leben zurückgeben kann, gibt mir auch sehr viel." Die beiden Freunde sind nicht verwandt und haben unterschiedliche Blutgruppen. Erst seit 2005 kann in Deutschland blutgruppenungleich transplantiert werden, jedoch ist die Vorbereitung auf diese Operation wesentlich aufwendiger. Wird dieser komplizierte Eingriff stattfinden können? Eine zweite Chance "37 Grad" hat drei Lebendspender und die Empfänger über anderthalb Jahre begleitet. Werden sich ihre Erwartungen erfüllen? Wird es ihnen gelingen, nach dem Eingriff wieder ein normales Leben ohne starke Beeinträchtigungen zu führen? 37 Grad Autorin Phillis Fermer über ihren Film Viel Leid und Einschränkung Als ich mit der Recherche begann, war mir nicht bewusst, was es eigentlich bedeutet, mit kranken Nieren oder ganz ohne Nierenfunktion leben zu müssen. In meiner Kindheit gab es einen sehr prominenten Nierenkranken in meinem Heimatdorf. Ich wusste zwar, dass er zur Dialyse muss. Damit, so dachte ich als Kind, wäre alles getan. Er war erfolgreich, stand in der Öffentlichkeit, ließ sich nie etwas anmerken. Ich ahnte nicht, wieviel Leid und Einschränkungen mit seiner Krankheit verbunden waren. Erst durch die vielen intensiven Vorgespräche für unseren 37 Grad Film lernte ich, welche Bedeutung die Niere für das Funktionieren unseres gesamten Körpers hat. Sie ist ein Hochleistungsorgan und neben der Blutreinigung steuert sie auch den Blutdruck, Kraft und Hormone etc. Trotz Dialyse verschlechtert sich der allgemeine Zustand der Patienten oft dramatisch, weil sie immer mit einer latenten Vergiftung leben müssen. Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko steigen an. Und es ist ein Leben mit vielen Entbehrungen: Die Trinkmenge ist eingeschränkt, die Liste der verbotenen Nahrungsmittel lang und die regelmäßige Dialyse kommt zeitlich einem Halbtagsjob gleich. Einen Organspende-Ausweis trage ich seit Jahrzehnten bei mir. Für mich sprach nie etwas dagegen, meine Organe nach meinem Tod zu spenden um damit anderen Menschen zu helfen. Doch bei unseren drei Patientenpaaren für den 37 Grad Film ging es um viel mehr als einen Organspende-Ausweis. Ich lernte Menschen kennen, die eine Lebendnierenspende planen. Spender, die ein gesundes Organ abgeben, um den Ehemann, den Sohn oder den Freund zu retten. Die sich freiwillig operieren lassen und die Verletzung ihres unversehrten Körpers in Kauf nehmen. In all den Gesprächen haben sich meine eigenen Alltagssorgen relativiert. Und der Spruch meiner Mutter: „Hauptsache gesund!“, den ich früher so oft abtat, hat in den vergangenen zwei Jahren eine neue Bedeutung für mich gewonnen. Für wen würde ich das tun? Die drei Patientenpaare, die ich zwei Jahre lang begleiten durfte, haben mich mit ihrem Mut und ihrer Hoffnung beeindruckt. Die Krankheit mit den Entbehrungen und Einschränkungen tapfer zu ertragen und mit großer Selbstdisziplin jeden neuen Tag zu begehen, um überhaupt leben zu können. Und immer wieder habe ich mich selbst gefragt: Für wen würde ich das tun? Mich operieren lassen und ein intaktes Organ abgeben? Alle Rückfahrten im Teamfahrzeug nach den Drehtagen waren davon bestimmt, mit den Empfängern und Spendern zu hoffen und auch die Frage zu diskutieren, wann man es selbst machen würde. Als alle drei Operationen für die Lebendspende schließlich geplant waren, kam es doch anders. Morgens um vier klingelt das Telefon: Für Adrian, das nierenkranke Kind, war ein passendes Spenderorgan eines Verstorbenen gefunden worden. Überraschend für alle, für die Eltern, für Adrian, die Ärzte und mich. Umgehend musste ich all meine Verpflichtungen für diesen Tag absagen, um während der Operation drehen zu können. Ich musste schnell meinen Kameramann und den Tonkollegen erreichen und auch sie bitten, ihre anderen Termine zu canceln. – Erst am nächsten Morgen um sechs verließen wir das Krankenhaus, alles im Kasten, erschöpft und ganz glücklich, denn Adrian hatte die große OP gut überstanden. Ich bin froh, dass ich all die beteiligten Menschen habe kennenlernen dürfen: die Patienten, ihre Angehörigen, die Nierenspender und die beteiligten Ärzte und Operateure. Und ich hoffe, der Film gibt Kranken Hoffnung und erinnert uns Gesunde daran, worauf es ankommt im Leben. Auch interessant Weiterlesen: ZDF

Das ist Freundschaft ohne wenn und aber. Würde ich auch machen. Oh Gott, jetzt hab ich echt Pipi in den Augen... Und da sag noch einmal einer, es passiert nie was Gutes in der Welt! Wäre schön wenn Deutschland bei Organspenden endlich weiter vorwärts kommt, damit noch mehr Menschen geholfen werden kann. 😢🍀

Scheiss propaganda

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