Geschichte eines russischen Rappers: Heroin und Snickers

17.05.2022 22:50:00

Vom Heroin zum HipHop: Andrej Gelassimows „RussenRap“ erzählt von einer harten Jugend im russischen Süden, ohne sentimentale Verklärung.

Roman, Literatur Russland

Vom Heroin zum HipHop: Andrej Gelassimows „RussenRap“ erzählt von einer harten Jugend im russischen Süden, ohne sentimentale Verklärung.

Vom Heroin zum HipHop: Andrej Gelassimows „RussenRap“ erzählt von einer harten Jugend im russischen Süden, ohne sentimentale Verklärung.

Russland, Mitte der Neunziger, Rostow am Don: Toljas Großmutter Nikolajewna wünscht sich, dass aus ihrem Enkel eines Tages etwas Größeres als ein Kleinkrimineller wird und lässt ihn Akkordeon üben, während draußen die anderen Jungs die ersten krummen Dinger drehen. Sein Vater, ein ehemaliger Hauptmann, ist dem Alkohol zugetan. Seine Mutter hat ihr Uni-Diplom im Schrank verstaut und verkauft Joghurt auf dem Markt.

Tolja selbst kratzt mit Freunden Putz von den Wänden und verschachtelt ihn als Dope. „Wir entscheiden nicht, wie wir unser Leben beginnen“, lässt der sibirische Autor und Theaterregisseur Andrej Gelassimow seinen Protagonisten in seinem neuen Roman verlauten. „Aber was danach kommt, liegt in unserer Hand.“

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London 1906: Die 14-jährige Theodosia erkennt Flüche im ägyptischen Museum ihrer Eltern. Zusammen mit Bruder Henry kämpft sie gegen die bösen Mächte. Weiterlesen >>

Heute darf jeder reden. hip hop ist der zugänglichste weg zum jugendlichen. was da frei gesetzt wird an motivation, unglaublich. selbst disziplin wird zu nem cool shit, der dich trägt, schritt für schritt, bis zum auftritt mit nem hit sonst droht n arschtritt :D bg, euer admiral reimeeimer Weird flex aber ok

Paul Wanner vom FC Bayern zaubert für Deutschland bei der U17-EMZum Start bei der U17-EM in Israel trifft die deutsche Mannschaft auf Italien. In der 27. Minute schießt ein Bayern-Talent einen sehenswerten Treffer, nachdem er zuletzt von Trainer Julian Nagelsmann kritisiert wurde. MisterNoFlamengo VoltaJJ É o Mengão, Pouraaaaaaaa MisterNoFlamengo VoltaJJ Pro Brasil e o Rio inteiro Sorrir MisterNoFlamengo VoltaJJ Tragam o Cabeça Branca! MisterNoFlamengo VoltaJJ CRF Flamengo

Serie A: Zlatan Ibrahimovic beschädigt Scheibe vom Milan-Mannschaftsbus vor Atalanta-SpielAngetrieben von den Fans stieg auch bei Zlatan Ibrahimovic das Adrenalin im wahrsten Sinne des Wortes bis in die Fingerspitzen. Ganz zum Leidwesen des Teambusses. Zlatan beschädigt keine Fenster, dass Fenster hatte Angst vor Zlatan und hat sich selbst beschädigt 😏 MisterNoFlamengo VoltaJJ É o Mengão, Pouraaaaaaaa MisterNoFlamengo VoltaJJ Pro Brasil e o Rio inteiro Sorrir MisterNoFlamengo VoltaJJ Tragam o Cabeça Branca! MisterNoFlamengo VoltaJJ CRF Flamengo

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'FFS am Sonntag' kommt nicht vom Fleck, Jahrestief für 'taff weekend' - DWDL.deInsbesondere in den vergangenen Wochen hat es 'taff weekend' im ProSieben-Programm schwer. Auch die Formel E lieferte am Sonntag keine guten Werte. Auf stabil überschaubarem Niveau ist das Sonntags-'Frühstücksfernsehen' von Sat.1 unterwegs.

„Durst“ war sein erster großer Romanerfolg, nun kommt „RussenRap“: Andrej Gelassimow Foto: Arkady Bogatyrev Russland, Mitte der Neunziger, Rostow am Don: Toljas Großmutter Nikolajewna wünscht sich, dass aus ihrem Enkel eines Tages etwas Größeres als ein Kleinkrimineller wird und lässt ihn Akkordeon üben, während draußen die anderen Jungs die ersten krummen Dinger drehen.von SPORT1 16.von Jonas Romaker 16.Ursula Vielberg, David Verhoff und Lena Wurzenberger veröffentlicht am Bayern ist Meister, aber Stuttgart feiert meisterlich.

Sein Vater, ein ehemaliger Hauptmann, ist dem Alkohol zugetan. Seine Mutter hat ihr Uni-Diplom im Schrank verstaut und verkauft Joghurt auf dem Markt.2022 • 18:26 Uhr Paul Wanner hat sich für Deutschland direkt im ersten Spiel bei der U17-EM in Israel in den Vordergrund gespielt. Tolja selbst kratzt mit Freunden Putz von den Wänden und verschachtelt ihn als Dope. Der AC Mailand konkurriert mit dem Stadtrivalen Inter in einem spannenden Schlussspurt um die italienische Meisterschaft. „Wir entscheiden nicht, wie wir unser Leben beginnen“, lässt der sibirische Autor und Theaterregisseur Andrej Gelassimow seinen Protagonisten in seinem neuen Roman verlauten. Nelson Weiper, sein Teamkollege im DFB-Team, führte einen Einwurf schnell aus und warf den Ball zu Wanner. „Aber was danach kommt, liegt in unserer Hand. Ein Tollhaus.

“ Unter dem Titel „RussenRap“ ist er Ende vergangenen Jahres in deutscher Übersetzung von Thomas Weiler bei Blumenbar im Aufbau Verlag erschienen. Daraufhin musste der Offensivspieler noch aus spitzem Winkel das Leder ins Tor schießen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Serie A) Letztmals wurde Milan 2011 unter Trainer Massimiliano Allegri Meister. Sowohl die plakative Titelalliteration als auch das gelungene Schwarz-weiß-Cover referieren auf den biografischen Bezug hinter der Fiktion. Die Geschichte der Hauptfigur Wassili Wakulenko dürfte russische Leser an Basta erinnern, ein 1980 im südrussischen Rostow geborener russischer Rap-Gigant. Gelassimow, dessen erster Roman „Durst“ über einen Tschetschenien-Veteranen und die verheerenden körperlichen wie seelischen Folgen des Kaukasus-Krieges zu Recht viel Beachtung erfahren hat, versucht sich in „RussenRap“ nun am Rostower Straßen- und Jugendslang. Das Anpeitschen der Fans wirkte wohl vor allem bei einem Spieler. Artifizielle Sprache Er stolpert, wenigstens in der Übersetzung, im Bemühen um sprachliche Authentizität stellenweise über die eigenen Füße: Die Sprache wirkt artifiziell, die Redeweise der Jugendlichen gestelzt. Dabei sind sie nur nicht abgestiegen.

Hier ist ein Autor am Werk, sagt man sich lesend immer wieder, nicht der Rapper selbst. Das BuchAndrej Gelassimow: „RussenRap“. Die zeigt ein Video auf Twitter. Aus dem Russischen von Thomas Weiler. Blumenbar, Berlin 2021, 352 Seiten, 22 Euro Dementsprechend verwundert es nicht, dass Gelassimow im folgenden Romanverlauf die Lebensgeschichte Bastas und nicht – wie man als Le­se­r*in ob des Teaser-Titels vermuten könnte – die Rapgeschichte zentral setzt. Der jugendliche Tolja unternimmt in Sachen Rap die ersten, vorsichtigen Gehversuche und drückt sich zwecks Zugkraft regelmäßig neues Zeug in die Venen. Du hast auch die Möglichkeit alle Social Widgets zu aktivieren.

Das Heroin macht ihn, wie die meisten seiner Freunde, schnell physisch abhängig. Statt Schluss zu machen und den kalten Entzug, „den Affen“, wie Gelassimow formuliert, auszuhalten, missachtet er die Maxime, die ihm Tahir, sein tschetschenischer Zweitvater, der in Abwesenheit seines Soldaten-Vaters dessen Platz eingenommen (und übertroffen) hat, mitgibt. „Sag mir“, verlangt Tahir bei einem Wiedersehen im Krankenhaus, „was das Leckerste überhaupt für dich ist.“ „Na, Snickers“, antwortet ihm Tolja. Wie viele Snickers auf einmal er essen könne, will Tahir daraufhin wissen, sodass es Spaß und keine Bauchschmerzen mache.

Drei gibt Tolja zur Antwort und Tahir, der aussieht, „als hätte er einen wissenschaftlichen Beweis erbracht“, lacht, zufrieden: „Kein Mensch braucht einen Berg Snickers. Du denkst bloß, du bräuchtest ihn. Aber eigentlich krepierst du dran.“ Anschließend zieht er Toljas Ärmel hoch und deutet auf eine Nadelspur. Konsum und Sinnsuche Wie nebenbei werden im Roman große Themen wie Konsum, Demut, Selbstgenügsamkeit und Sinnsuche verhandelt: Tolja und seinen Freunden knurrt der Magen, während sie vom weißen Benz der lokalen Gangster-Bosse träumen.

Mütter werfen die Vorräte, die sie in den Zimmern ihrer süchtigen Söhne finden, nicht weg – „die hatten ja was gekostet.“ Spätestens in jenem zweiten Teil des Romans, der Toljas Fortkommen von der Spritze und anschließenden Aufenthalt im Kloster samt Empfindungstagebuch und psychotherapeutischen Gesprächen beschreibt, fällt man als Le­se­r*in vollends in den Roman hinein. Die Charakterisierung der Nebenfiguren gelingt in ihrer Einfachheit, ohne der Eindimensionalität anheimzufallen. Ein von Geldsorgen geplagter Klostervater Michail, ein Holz hackender reumütiger Sibirier, und Wadik, ein Dorfjunge, der Akkordeonspielen lernen möchte, um der Einöde Pskows in Richtung Stadt zu entfliehen. Da das Geld zum Erwerb des Instruments fehlt, malt Tolja ihm die Draufsicht auf ein Stück Sperrholz und bringt ihm „Tjomnaja notsch, London Goodbye“ und Mendelssohns „Hochzeitsmarsch“ bei.

„Der Junge war wirklich fähig. Oder hartnäckig. Das lässt sich kaum unterscheiden manchmal.“ Schroffe Herzlichkeit Sämtlichem Klosterpersonal ist eine schroffe Herzlichkeit und die Angst, tief in sich reinzuschauen, gemein. Dorthin, „wo es stockfinster ist.

Oder, umgekehrt, so hell strahlt, dass du blind davon wirst.“ Sie alle haben ihr Päckchen zu tragen und jeder vermutet, dass die Last seines Nebenmannes weniger beschwerlich ist. „Dem einen fehlt dies“, erklärt der Sibirier Tolja die Grundmisere des Menschen, „dem nächsten das. Ich bin auch nicht einem Einzigen begegnet, der gesagt hätte: Ich hab alles, das genügt mir, mehr brauche ich nicht.“ Schnyrik, ein Waise, der ständig droht, bei Vater Michail zu petzen, wird vom Arzt Ruhe und hochwertige Kost verordnet, woraufhin er sich Überraschungseier wünscht.

„Die habe ich in der Kreisstadt gesehen. Da sind Überraschungen drin … Mir hat ein kluger Mensch geflüstert, dass die Deutschen in jedes tausendste ein goldenes Figürchen reintun … Aus purem Gold.“ Vorhersehbare Liebesgeschichte Im Vergleich zu jener éducation sentimentale, die jene Männer mit- und untereinander betreiben, plätschert die Liebesgeschichte zwischen Tolja und Julia, die gleichzeitig auch eine Geschichte von Herkunft und Klasse abgeben soll, abgeschmackt und vorhersehbar dahin. Letztlich besteht die Errungenschaft des Romans darin, dass er Lebensnähe glaubhaft zu machen vermag. Man nimmt dem Autor seine Schöpfung ab, glaubt (an das Leben dahinter) der Fiktion und ist geneigt, in Toljas Erkenntnisgewinn und gleichzeitigem Verlustgefühl das Paradox vielleicht jeder Abhängigkeit zu erahnen, „dass da etwas Wichtiges in dir versauert, und dadurch etwas Neues aufkeimen kann“.

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