Folgen des Lockdowns in China: Expats raus, Inländer rein

16.05.2022 09:50:00

Chinesen dürfen ihr Land kaum verlassen, während immer mehr Ausländer der Volksrepublik frustriert den Rücken kehren.

Folgen des Lockdowns: Chinesen dürfen ihr Land kaum verlassen, während immer mehr Ausländer der Volksrepublik frustriert den Rücken kehren, schreibt FabiKretschmer.

Chinesen dürfen ihr Land kaum verlassen, während immer mehr Ausländer der Volksrepublik frustriert den Rücken kehren.

Lockdown in Peking: In diesem Viertel gibt es nur noch Essen zum Mitnehmen Foto: Ng Han Guan/ap/dpa PEKING taz Auf den ersten Blick führt Anna Eschbach eine Bilderbuch-Existenz: In Peking mischt die Kuratorin seit acht Jahren die Kunstszene auf.Weitersagen abbrechen I n Deutschland gehen immer mehr Menschen im Rentenalter arbeiten.Diese beiden gewachsenen Stränge treffen in einem unerwarteten, spannenden Finale aufeinander.07.

Mit ihrem australischen Ehemann hat sie zwei Töchter, gemeinsam leben sie in einer hellen Altbauwohnung im Diplomatenviertel.Doch jetzt ist Eschbach froh, ihre hart aufgebaute Existenz hinter sich zu lassen: „Es war eine schwere Entscheidung.Davon waren 217.Aber wir haben festgestellt, dass sich die Lage hier auf absehbare Zeit nicht ändern wird.Wie sind die neuen Folgen? Fans der Staffeln eins und zwei werden auch die neuen Episoden gefallen.“ Damit meint sie Chinas Lockdown-Politik in der Coronapandemie.000 hatten einen Minijob.Während der Rest der Welt allmählich seine Pforten öffnet, macht das Reich der Mitte weiter zu: In Shanghai sitzen Millionen Bewohner seit über anderthalb Monaten in ihren Wohnungen gefangen.Käufer schlagen zu und bezahlen die Ware über Ebay per Vorkasse.

Nun droht in Peking ein ähnliches Schicksal.Die entsprechenden Zahlen sind demnach in den vergangenen Jahren stark gestiegen, wie aus den Angaben des Arbeitsministeriums hervorgeht.Langweilende Wiederholungen im Plot? Fehlanzeige! Und wer ohnehin erst mit Staffel drei einsteigt, wird bei den Staffel-übergreifenden Handlungssträngen ausreichend abgeholt.Es kam deshalb schon zu Panikkäufen.Insbesondere für Familien wie die von Eschbach ist die derzeitige Situation eine extreme Belastung.000 Beschäftigte, die mindestens 67 Jahre alt waren.Wegen der Grenzschließungen konnte die gebürtige Tübingerin schon bei zwei Todesfällen in ihrer Familie in Deutschland nicht zur Beerdigung reisen.Mai 2022 immer samstags ab 20.Vor allem die Ereignisse in Shanghai gaben bei ihr den Ausschlag: Zu Beginn des anhaltenden Lockdowns wurden infizierte Kleinkinder unter Zwang von ihren Eltern getrennt und auf unbestimmte Zeit in Quarantänespitäler abgeführt.000 und im Jahr 2018 gut 968.Nach Erfahrung der Polizei zahlen Finanzdienstleister nach Erstattung einer Anzeige das überwiesene Geld meist zurück.

China verlassen, um „meine Freiheit“ zurückzubekommen „Als ich die Bilder sah, wollte ich nur noch ins nächste Flugzeug springen“, sagt Eschbach.Dass sie in Deutschland wieder von null anfangen muss, hält sie nicht von ihrem Umzug ab: „Ich bin bereit, das Risiko einzugehen – um meine Freiheit wiederzuhaben.„Das ist eine traurige Entwicklung“, erklärte der Linken-Abgeordnete Sören Pellmann.Die komplette Staffel ist auf dem Streamingdienst Sky Ticket und über Sky Q auf Abruf verfügbar.“ Mit dieser Entscheidung steht sie nicht allein da.Eine am Donnerstag erschienene Blitzumfrage der deutschen Handelskammer bestätigt den Exodus der Expats.“ Trotz der Rentenerhöhung im Sommer werde dieses Problem aufgrund der stark steigenden Preise immer größer.28 Prozent der befragten Firmen gaben an, dass ausländische Mitarbeiter derzeit beabsichtigen, China zu verlassen.Über den Inhalt ist bislang nichts bekannt.Zu den beliebten Produktkategorien sollen vor allem Gebrauchsgüter wie Futtermittel gehören, bei denen eine Rücksendung nicht möglich ist, da man die Ware meist innerhalb der Zeit zwischen Lieferung und Mahnung bereits verbraucht oder angebrochen hat.

Ein Drittel davon möchte das sogar noch vor Ende des Arbeitsvertrags tun.000 im Jahr 2010 auf 890.„Der Grund ist klar: die aktuelle Covid-Politik“, sagt Kammerpräsident Jens Hildebrandt.Persönliche Treffen seien in Peking längst schwierig: Die Büros sind geschlossen, Restaurants und Cafés auch.In Ostdeutschland arbeiteten im Jahr 2010 etwa 90.Ausgereiste internationale Mitarbeiter „kaum zu ersetzen“ Daten zum Vergleich mit vor der Pandemie kann die Kammer nicht liefern, auch gibt es nur Schätzungen zur Zahl in China lebender Deutscher.Doch für die Unternehmen sind die Entwicklungen alarmierend: „Es wird absolut schwer, die internationalen Mitarbeiter unter den jetzigen Gegebenheiten zu ersetzen“, sagt Hildebrandt.000.Bei Bestellungen auf Rechnung liegt der Sendung oft eben jene Rechnung bei – mit einem entsprechenden Vermerk, bis wann der Kauf zu begleichen ist.

Visa würden zwar inzwischen wieder ausgestellt, doch gebe es kaum noch qualifiziertes Personal, das sich trotz fürstlicher Löhne und komfortabler Extras nach China entsenden lassen will.Vielmehr tauschen sich Expats in WeChat-Gruppen über Ausreisemöglichkeiten aus.Mehr zum Thema.Letzte Woche verließ der Vizedirektor einer internationalen Schule geradezu fluchtartig Peking – ohne Personal oder Schüler vorher zu informieren.Offenbar wollte er eine Strafzahlung wegen Vertragsbruchs vermeiden.„Meine Familie kommt zuerst.

Ich risikiere nicht, dass wir im Fall einer Quarantäne getrennt werden“, erklärte er später in sozialen Medien.Zeitgleich hat Chinas Regierung inzwischen für ihre Staatsbürger eine De-facto-Ausreisesperre verhängt.Schon zuvor war es in der Pandemie fast unmöglich geworden, einen abgelaufenen Reisepass erneuert zu bekommen.Keine Besserung in Sicht: Fußballturnier für 2023 abgesagt Nun dürfen Chinesen offiziell nur noch mit „essenziellem“ Grund das Land verlassen.Etliche klagen, ihre Pässe seien nach ihrer Rückkehr in die Volksrepublik von Grenzbeamten zerrissen worden.

Begründet wird die faktische Ausreisesperre mit Pandemieschutz.Doch ist sie Teil einer alarmierenderen Entwicklung: Die Regierung unter Xi Jinping versucht die internationalen Verbindungen urbaner Bevölkerungsschichten zu trennen.Dass es so bald keine Öffnung des Landes geben wird, zeigt auch Pekings am Wochenende bekannt gewordene Absage der nächsten Asien-Fußballmeisterschaft.Für das im Juli 2023 geplante Turnier waren im ganzen Land bereits zehn neue Stadien gebaut worden..

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