Bundeskartellamt schaut Google Maps auf die Finger

21.06.2022 14:58:00
Bundeskartellamt schaut Google Maps auf die Finger

Das Bundeskartellamt will herausfinden, ob Google seine Marktmacht nutzt, um Wettbewerbern das Leben schwer zu machen.

Unternehmen, Amazon

Das Bundeskartellamt will herausfinden, ob Google seine Marktmacht nutzt, um Wettbewerbern das Leben schwer zu machen. In dem heute verkündeten Verfahren geht es um Google Maps.

Das Bundeskartellamt will herausfinden, ob Google seine Marktmacht nutzt, um Wettbewerbern das Leben schwer zu machen.

Andere Kartendienste benachteiligt?Google Mapsanderen Wettbewerbern seine Daten in ausreichendem Maße und unkompliziert genug zur Verfügung stellt. Ersten Prüfungen des Bundeskartellamts zufolge beschränkt Google insbesondere die Möglichkeit, Kartendienste von Google mit Karten von Dritten zu kombinieren. Dadurch werde möglicherweise der Wettbewerb im Bereich von Kartendienstleistungen behindert, so das Kartellamt"Das betrifft etwa die Möglichkeit, Standortdaten von Google Maps, die Suchfunktion oder Google Street View auf Nicht-Google-Karten einzubinden. Wir werden jetzt prüfen, ob Google seine Machtstellung bei bestimmten Kartendiensten durch diese Praxis weiter ausdehnen könnte," sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt einer Mitteilung zufolge.

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Andere Kartendienste benachteiligt? Google Maps anderen Wettbewerbern seine Daten in ausreichendem Maße und unkompliziert genug zur Verfügung stellt. Ersten Prüfungen des Bundeskartellamts zufolge beschränkt Google insbesondere die Möglichkeit, Kartendienste von Google mit Karten von Dritten zu kombinieren.com, wurde von Google indexiert und ist heute immer noch online . Dadurch werde möglicherweise der Wettbewerb im Bereich von Kartendienstleistungen behindert, so das Kartellamt"Das betrifft etwa die Möglichkeit, Standortdaten von Google Maps, die Suchfunktion oder Google Street View auf Nicht-Google-Karten einzubinden. Damit ist das Ändern von Parametern genauso einfach, wie ein Webformular auszufüllen. Wir werden jetzt prüfen, ob Google seine Machtstellung bei bestimmten Kartendiensten durch diese Praxis weiter ausdehnen könnte," sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt einer Mitteilung zufolge. Google soll als Schadenersatz eine Summe von 4 Milliarden Pesos (rund 187 Millionen Euro) zahlen. In den nächsten Wochen will das Kartellamt zunächst Kunden und Wettbewerber der Google-Maps-Plattform befragen. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren.

Darunter dürften auch Vertreter der Autobranche sein. Es wäre für Google einfach gewesen, den Blogeintrag zu entfernen – nun müsse das Unternehmen eben mit den rechtlichen Konsequenzen leben. Unser Skript erzeugt Steueranweisungen für 3D-Drucker in der Programmiersprache G-Code, um die volumetrische Flussrate einer Kombination aus 3D-Drucker und Filament auszumessen. Ebenfalls untersucht wird nämlich, inwiefern Google den Zugang zu seinen Diensten in Navigationsdiensten für Autos regelt. Dabei könnte zum Beispiel das sogenannte Bundling ein Problem sein. Der Fall könnte daher noch vor dem Obersten Gerichtshof von Mexiko landen. Aufgrund seiner besonderen Marktposition ist Google verpflichtet, Wettbewerbern auch nur einzelne Teile seiner Funktionen zur Verfügung zu stellen. Das Beispiel ist also richtig nützlich; die Eingabefelder eignen sich aber auch für andere Python-Skripte. Wer die Navigation von Google Maps nutzt, dürfe etwa nicht genötigt werden, auch die Spracherkennung von Google zu nutzen. Der Urheber hinter dem Blogeintrag war nicht zu ermitteln, Morales verklagte daraufhin das Unternehmen auf Löschung des Eintrags.

Ein Google-Sprecher schrieb der SZ auf Anfrage:"Developer und Unternehmen entscheiden sich aus einer Vielzahl an Optionen für die Google-Maps-Plattform, weil sie erkennen, dass sie hilfreiche, qualitativ hochwertige Informationen für Nutzerinnen und Nutzer bietet. Sie können neben der Google-Maps-Plattform auch andere Kartendienste nutzen - und viele tun dies auch. Zugriff auf alle Inhalte von heise+ exklusive Tests, Ratgeber & Hintergründe: unabhängig, kritisch fundiert c't, iX, MIT Technology Review, Mac & i, Make, c't Fotografie direkt im Browser lesen einmal anmelden – auf allen Geräten lesen - monatlich kündbar erster Monat gratis, danach monatlich ab 9,95 € Wöchentlicher Newsletter mit persönlichen Leseempfehlungen des Chefredakteurs." Google beantworte gern alle Fragen der Behörde, so der Sprecher weiter. Tatsächlich ist das Verfahren für Google kein Neuland. Parallel laufen bereits ähnliche Prüfungen von Googles Konditionen zur Datenverarbeitung und zum Nachrichtenangebot Google News Showcase.

Das Kartellamt prüft derzeit auch den Facebook-Konzern Meta sowie Amazon und Apple. Meta fällt nach Einschätzung der Behörde auch unter die Definition der"marktbeherrschenden Bedeutung", wie sie Anfang Mai mitteilte. Bei Apple und Amazon läuft diese Prüfung noch. Vergangene Woche leitete das Kartellamt aber bereits ein Verfahren gegen Apple im Zusammenhang mit neuen Funktionen zum Schutz der Privatsphäre ein, bei der die Nutzer verhindern können, dass Entwickler ihre Aktivitäten quer über verschiedene Apps und Websites nachverfolgen können. Die Behörde will prüfen, ob Apple sich damit Vorteile verschaffen könnte.

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