Wintersportboom dank Olympia - Ab auf die Indoor-Piste: China will eine Schneesportnation werden

13.01.2022 21:13:00

Nicht nur Skigebiete profitieren vom staatlich angeordneten Boom. China ist heute weltweit Spitze beim Indoor-Skifahren.

China, Peking

China – bald eine Schneesportnation? Indoor-Skihallen boomen und Peking will das Volk für den Wintersport begeistern. Der Plan scheint aufzugehen. Clava_Stahel

Nicht nur Skigebiete profitieren vom staatlich angeordneten Boom. China ist heute weltweit Spitze beim Indoor-Skifahren.

Die Chinesin steht heute zum vierten Mal auf dem Snowboard. Sie ist noch nie in den Bergen gefahren: «In der Halle ist der Start einfacher. Draussen ist es sehr gefährlich.»China ist eine junge Wintersportnation. Viele Chinesinnen und Chinesen sind wie Lily Li Ski- und Snowboardfahren erst am Entdecken. Eine zunehmend wichtige Rolle spielen dabei Indoor-Anlagen.

China ist der weltweit grösste Markt für Indoor-Skifahren Die meisten Skihallen in China stehen wie jene in Wuxi in einer Grossstadt. Oft sind sie das ganze Jahr über geöffnet und sind kombiniert mit einer Shopping-Mall. Von den Ski bis zum Skidress kann man alles vor Ort mieten. Der Eintritt inklusive Ausrüstung kostet je nach Hallengrösse zwischen 40 und 80 Franken.

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Die fast wahre und die wahre Geschichte, wie blaue Linien auf die Rennpisten kamenWer Ausschnitte eines Skirennens aus dem letzten Jahrtausend sieht, dem fällt rasch auf: Das sah anders aus. Viel blaue Farbe statt Zweiglein im Schnee.

In Wuxi, eine Stunde mit dem Schnellzug von Schanghai entfernt, schneit es praktisch nie.Für die einen ist es eine Standortbestimmung, für die anderen geht es darum, sich auf den letzten Drücker für Olympia zu qualifizieren: In Laax steht bei den Snowboardern in Park und Pipe das letzte Weltcup-Event vor Peking auf dem Programm.Schweigen ist bekanntlich Gold – explizit für Carlo Janka.Mobilität Stadt Luzern startet Pilotversuch für gebührenpflichtige Töffparkplätze Ab Montag werden 24 Parkplätze beim Löwengraben in Luzern gebührenpflichtig.

Trotzdem fährt Lily Li hier Snowboard: in einer Skihalle. «Wenn man in Südchina lebt und auf diese Weise aktiv sein möchte», sagt die Marketingassistentin, «gibt es nicht viele Alternativen. Ziel: die 5.» Die Chinesin steht heute zum vierten Mal auf dem Snowboard. Mitreissende Emotionen und überschäumende Freude waren nie sein Ding. Sie ist noch nie in den Bergen gefahren: «In der Halle ist der Start einfacher. Die vorzeitige Quali verpasste der 3-fache Olympiasieger, weil er in Mammoth wegen Erschöpfung nach Corona-Erkrankung auf den Final verzichtete. Draussen ist es sehr gefährlich.39 Uhr Drucken Teilen Es handelt sich dabei um einen zweijährigen Pilotversuch, den der Grosse Stadtrat vergangenen Sommer bewilligt hat.

» China ist eine junge Wintersportnation.03. Im Riesenslalom eroberte er 2009 in Val d’Isère den WM-Titel, golden war in der gleichen Disziplin ebenso seine Errungenschaft bei den Olympischen Spielen im Folgewinter in Vancouver. Viele Chinesinnen und Chinesen sind wie Lily Li Ski- und Snowboardfahren erst am Entdecken. Eine zunehmend wichtige Rolle spielen dabei Indoor-Anlagen. abspielen Mit Yuto Totsuka (JPN) und Niklas Mattsson (SWE) figurieren die Titelverteidiger in Pipe resp. China ist der weltweit grösste Markt für Indoor-Skifahren Die meisten Skihallen in China stehen wie jene in Wuxi in einer Grossstadt.03. Oft sind sie das ganze Jahr über geöffnet und sind kombiniert mit einer Shopping-Mall. Aushängeschilder bei den Frauen sind die Olympiasiegerinnen Chloe Kim (USA) und Anna Gasser (AUT). Wo Parkfelder markiert sind, dürfen Fahrzeuge nur innerhalb dieser Felder parkiert werden.

Von den Ski bis zum Skidress kann man alles vor Ort mieten. Der Eintritt inklusive Ausrüstung kostet je nach Hallengrösse zwischen 40 und 80 Franken. Jan Scherrer, im Dezember in Copper Mountain als 2. Wenigstens im Massstab, den Carlo Janka setzt, wenn er nach einem Sieg im Ziel jubelt. Die Halle in Wuxi eröffnete vor drei Jahren. Im abgelaufenen Jahr erzielte sie gemäss der Betreiberin Sunac bereits 300'000 Eintritte. Scherrer beendete den Contest schon 3 Mal als 4. Das Geschäft mit Indoor-Skifahren wächst chinaweit rasant. Man denkt an all die Arbeit, die es gebraucht hat, um dort zu stehen.

2013 gab es erst 5 Skihallen. Heute sind es deren 36. Die Zahlen erhoben hat Berater Benny Wu. «Er ist ein ruhiger Typ, der manchmal auch sehr viel Gas geben kann», liess sich der Coach zitieren. Er publiziert jährlich ein Weissbuch zur chinesischen Skiindustrie: «China ist heute der weltgrösste Markt für Indoor-Skifahren.» Kein anderes Land hat mehr Skihallen als China.

Der Skihallen-Boom nimmt noch lange kein Ende. Er ist so, wie er sich gibt. Gemäss Benny Wu befinden sich aktuell rund 20 weitere Hallen im Bau: «Es ist sehr wahrscheinlich, dass es in China innerhalb von 2 bis 3 Jahren mehr als 50 Skihallen geben wird.» Die weltweit grösste Skihalle mit einer Fläche von 90'000 Quadratmetern soll Ende 2022 in Schanghai eröffnen. Peking will 300 Millionen Chinesinnen und Chinesen für Wintersport begeisternDas Indoor-Skifieber ist dabei von ganz oben verordnet. Er wirkte als Antithese – so vertraten die beiden verschiedene Ski-Generationen und verfolgten unterschiedliche Trainingsphilosophien. 2015, als China den Zuschlag für die Olympischen Winterspiele erhielt, hat sich Präsident Xi Jinping ein ehrgeiziges Ziel gesetzt.

Bis zu den Spielen im Februar 2022 sollen 300 Millionen Chinesinnen und Chinesen mit Wintersport in Berührung kommen – rund ein Viertel der Bevölkerung. Mit der Regierungskampagne «300 Millionen Eis- und Schneesportler» sind alle Provinzen im Land angehalten, den Wintersport zu fördern. Dezember 2005 in Kranjska Gora, als er im 1. Autor: Benny Wu Autor Weissbuch zur chinesischen Skiindustrie Für diesen Traum investierte das Land Milliarden an Franken in den Wintersport. «Viele Städte in China haben keine Berge und damit keine Möglichkeit für Outdoor-Skigebiete», sagt Benny Wu. «Aber mit der Regierungskampagne «300 Millionen Eis- und Schneesportler» sind alle Provinzen im Land angehalten, den Wintersport zu fördern. Versuch, am 17.

» Sprich, jene Städte, die keine Outdoor-Möglichkeiten haben, setzen auf Indoor-Schneesport. Nebst Skihallen floriert auch das Geschäft mit Skisimulatoren Vom staatlich angeordneten Wintersportenthusiasmus profitiert auch Snow51. Das chinesisch-österreichische Start-up hat sich auf Indoor-Skitraining auf Teppichsimulatoren spezialisiert. Weltcup-Podestplatz sicherte sich der Obersaxer überraschend am 29. 2017 gegründet, betreibt Snow51 bereits 20 Läden in China. Allein im Januar sollen zwei weitere eröffnen.

Interview mit Bernhard Ratschiller, technischer Leiter Snow51 Box aufklappen Box zuklappen Indoorskifahren ist in China generell am boomen, warum? Sie haben durch die geografische Lage keine andere Möglichkeit. Dezember 2008 beim Riesenslalom in Val d’Isère fällig. Ihnen fehlen die Berge, die sie nutzen können, so wie das bei uns in den Alpen der Fall ist. Deshalb ermöglichen sie den Wintersport durch solche Institutionen mit Indoor-Teppichen oder einer Indoor-Skihalle. Welche Rolle spielen die anstehenden Olympischen Spiele beim Skiboom? Sie spielen eine grosse Rolle - ohne die Winterspiele gäbe es nicht einen solchen Andrang. Brunner erlebte den damaligen Shootingstar als sehr fokussiert. Dies wird durch die Regierung gepusht.

Es wird überall Werbung gemacht - in den Schulen, in jeder Fernsehsendung. Dadurch interessieren sich die Leute vermehrt.» Nicht beiseiteschieben konnte Janka die vielschichtigen gesundheitlichen Probleme, die ihn früh mit voller Wucht und grosser Hartnäckigkeit trafen. In den letzten Jahren sind wir von 30 Mitarbeitern bis über 400 gewachsen. Das zeigt, dass es wirklich sehr steil nach oben geht. Warum wird China vielleicht doch nicht so rasch die grossen Skinationen wie USA, Österreich, Frankreich oder die Schweiz einholen? Weil das eine Sportart ist und keine Technologie, die man einfach übernehmen kann. Dann nahm die Negativspirale ihren Lauf mit vielen verkorksten Anläufen und seltenen Glanzmomenten.

Wir haben die methodischen Grundsätze und Trainingsmöglichkeiten über die letzten 60 bis 100 Jahre aufgebaut in Europa oder den USA. Um dies in einer Nation zu etablieren, braucht es einfach Zeit. Die Generationen müssen damit aufwachsen, müssen ein Bewusstsein und Verständnis für die Sportart entwickeln. Rang in der legendären Lauberhorn-Abfahrt hinter Hannes Reichelt und Beat Feuz. Dass sie es schaffen werden, steht ausser Frage - aber in den nächsten fünf bis sechs Jahren ist das eher unrealistisch. Aber in den nächsten 20 Jahren mit Sicherheit.

Der Simulator ist nichts anderes als ein vier Meter breites Teppichrollband. Aus sportlive vom 18. Steigung und Geschwindigkeit lassen sich je nach Schwierigkeitsgrad anpassen. Damit die Reibung auf dem Teppich nicht zu gross ist, muss er ständig befeuchtet werden. Das ist laut Bernhard Ratschiller, technischer Leiter von Snow51, auch der grösste Unterschied zum Fahren auf Schnee: «Man hat immer dieses Gefühl eines Widerstandes. abspielen Der Abfahrt gehörte Jankas heimliche Liebe. Diesen Widerstand spürt man aber nicht, wenn man in den Schnee geht, dann rutscht man einfach.

» Das Hauptziel ist, dass die Kundinnen und Kunden von Beginn weg den Berg runterfahren können und nicht Stunden im Anfängerbereich verschwenden. Autor: Bernhard Ratschiller Technischer Leiter von Snow51 Trotzdem würden sich seine Schülerinnen und Schüler rasch umgewöhnen. Könnte ich auch dort Gold gewinnen, wäre das noch mehr wert», sagte er 2010. «Das Hauptziel ist», so Bernhard Ratschiller, «dass die Kundinnen und Kunden von Beginn weg den Berg runterfahren können und nicht Stunden im Anfängerbereich verschwenden.» «Skihallen produzieren Skifahrer wie eine Fabrik»Beim Indoor-Skiboom in China geht es aber um weit mehr als Freizeitvergnügen für Städter und Anfängerinnen. Die gesamte Skiindustrie in China soll profitieren, erklärt Zahlenexperte Benny Wu: «Skihallen kultivieren 365 Tage im Jahr neue Schneesportlerinnen..

Sie produzieren konstant Skifahrer wie eine Fabrik.» Auf sie warten in China 679 Outdoor-Skigebiete. Der Wintertourismus wird in China zunehmend ein Wirtschaftsfaktor. Benny Wu rechnet bei einem weiterhin so konstant wachsendem Markt damit, dass das Land bald die Top-Märkte einholen wird: «Das könnte vielleicht in etwa zehn Jahren der Fall sein.» Die USA, Frankreich und Österreich generierten vor Ausbruch der Pandemie pro Saison rund 50 Millionen Tageseintritte.

Zum Vergleich: Inklusive Indoor-Skifahren kommt China aktuell auf knapp 21 Millionen Eintritte. Auch wenn in China mittlerweile Millionen an Leuten Ski und Snowboard fahren, ist der Weg zur Skination noch weit. «Das ist eine Sportart und nicht eine Technologie, die man einfach übernehmen kann», erklärt Bernhard Ratschiller. «Wir haben den Schneesport in Europa oder den USA über die letzten 60 bis 100 Jahre aufgebaut. Um dies in einer Nation zu etablieren, braucht es Zeit.

Generationen müssen damit aufwachsen.» Er schätzt, dass China frühestens in zwanzig Jahren so weit sei. Wenn ich super erfahren bin, gehe ich definitiv ins Freie. Autor: Lily Ly Marketingassistentin Indoor-Snowboarderin Liliy Li hat das Schneesportfieber auf jeden Fall gepackt: «Ich mag das Gefühl, wie sich der Körper bewegt.» Mit der ersten Abfahrt draussen am Berg will sie sich allerdings Zeit lassen: «Wenn ich super erfahren bin, gehe ich definitiv ins Freie.

Aber vorher brauche ich noch mehr Übung.» .