WHO verschärft Grenzwerte – Die Schweizer Luft ist zu dreckig

Die Weltgesundheitsorganisation hat ihre Obergrenzen für Feinstaub und Stickstoffdioxid deutlich gesenkt. Was das für unser Land bedeutet.

22.09.2021 19:00:00

Weil bereits eine geringere Schadstoffbelastung gesundheitsschädlich ist als noch vor ein oder zwei Jahrzehnten gedacht, hat die WHO die Grenzwerte angepasst. Auch die Schweiz muss nachbessern.

Die Weltgesundheitsorganisation hat ihre Obergrenzen für Feinstaub und Stickstoffdioxid deutlich gesenkt. Was das für unser Land bedeutet.

Publiziert heute um 15:16 Uhr22 KommentareTrübe Luft über Zürich: Feinstaub und Gase wie Stickstoffdioxid schaden der Gesundheit.Foto: Alessandro Della Bella (Keystone)Mit jedem Atemzug saugen wirSchadstoffein die Lunge,unsichtbar feine Partikel und schädliche Gase wie Stickstoffdioxid. Über die Monate und Jahre hinweg hat das negative Folgen für die Gesundheit. Weltweit sterben gemäss Weltgesundheitsorganisation WHO jedes Jahr rund

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7Millionen Menschen vorzeitig durch Luftverschmutzung, in der Schweiz sind es gemäss Hochrechnungen des Bundesamts für Raumentwicklung ARE allein durch Feinstaub rund 2200 pro Jahr.Die menschliche Gesundheit leidet sogar schon bei einer geringeren Schadstoffbelastung der Luft als noch vor ein oder zwei Jahrzehnten gedacht. Daher hat die Weltgesundheitsorganisation WHO nun die Grenzwerte für einige wichtige Luftschadstoffe teils deutlich gesenkt.

In der Schweiz haperts beim Ozon«Die Richtwerte mussten nach unten korrigiert werden, da in den vergangenen 15 Jahren sehr grosse Langzeitstudien mit zum Teil mehreren Hunderttausend Teilnehmerinnenund Teilnehmernpubliziert wurden, an denen auch Regionen mit sehr geringer Schadstoffbelastung – zum Beispiel die Schweiz – beteiligt waren», sagt Nino Künzli vom Schweizerischen Tropen- und Public headtopics.com

-Health-Institut (Swiss TPH), der an derEntwicklung der neuen Leitlinien der WHO mitgearbeitet hat. Aus den Studien liess sich der Zusammenhang zwischen der Schadstoffkonzentration und der Gesundheit auch für Konzentrationen herleiten, welche weit unter den bisherigen Richtwerten liegen.

«Die Studien bestätigen, was sich vor 20 Jahren noch nicht belegen liess», sagt Künzli: «Es gibt keine unschädlichen Schwellenwerte der Luftverschmutzung. Die neuen WHO-Richtwerte entsprechen den tiefsten Werten, für welche solide und replizierbare Daten vorliegen.»

Die neuen Richtwerte der WHOInfos einblendenIn der Schweiz entsprechen die geltenden Grenzwerte weitgehend den WHO-Empfehlungen aus dem Jahr 2005. Diese wurden nun angepasst. Die empfohlene jährliche Stickstoffdioxid-Belastung wurde von 40 auf 10 millionstel Gramm pro Kubikmeter Luft reduziert. Der Richtwert für die Langzeitbelastung durch Feinstaub der Partikelgrösse kleiner als 2,5 millionstel Meter (PM2.5) liegt nun bei 5 statt bisher 10 millionstel Gramm pro Kubikmeter Luft, bei Feinstaub kleiner als 10 millionstel Meter (PM10) bei 15 statt bisher 20 millionstel Gramm pro Kubikmeter Luft. Nur bei Schwefeldioxid ist der Richtwert nun höher als 2005: Er liegt jetzt bei 40 statt 20 millionstel Gramm pro Kubikmeter Luft. (jol)

Die bisherigen Grenzwerte der WHO von 2005 konnten in der Schweiz laut Künzli dank konsequenter Luftreinhaltepolitik bereits grossräumig für fast alle Schadstoffe eingehalten werden – eine Ausnahme ist Ozon. «Die neuen WHO-Richtwerte werden derzeit in der Schweiz aber an den meisten Orten überschritten.» Das gilt vor allem für Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon. Bei Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid werden die neuen WHO-Leitlinien in der Schweiz bereits jetzt eingehalten. headtopics.com

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-Erkrankungen, Lungenerkrankungen oder Diabetes stellten sich in der Covid-19-Pandemie als sogenannte Risikokrankheiten für einen schweren Covid-19-Verlauf heraus», sagt Künzli. «Länder, die in den vergangenen 20 Jahren die Luftqualität verbessert haben, konnten somit in der Pandemie von diesem Vorteil profitieren.»

Auch finanziell zahlt sich die Luftreinhaltung aus, denn die Krankheitskosten, die durch Luftverschmutzung entstehen, sind höher als die Kosten für die Luftreinhaltung. Die US-amerikanische Umweltbehörde EPA hat laut Künzli vor 20 Jahren geschätzt, dass der Nutzen ihrer Luftreinhaltepolitik

cca 30-mal höher ist als deren Kosten.Es geht darum, die Luftqualität global zu verbessern: Ein Mann schützt sich mit Maske gegen die hohe Feinstaubbelastung am 14. November 2018 in Peking.Foto: KeystoneEine grosse Herausforderung besteht darin, die Luftqualität global zu verbessern, nicht nur in den westlichen Ländern. Daher sollte sich die Schweiz laut Künzli auch global für Luftreinhaltung einsetzen. «Extrem stark belastete Länder in Asien, Afrika und Südamerika sehen nach wie vor headtopics.com

einezunehmende Verschlechterung der Luftqualität», sagt Künzli. «Die Schweiz kann hier einerseits mit Know-h Weiterlesen: Tages-Anzeiger »

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