WHO-Direktor: «Die Pandemie könnte schon längst vorbei sein»

«Omikron ist nicht das Ende dieser Pandemie» – WHO-Direktor im Interview.

Interview, Coronavirus

23.01.2022 09:23:00

«Omikron ist nicht das Ende dieser Pandemie» – WHO-Direktor im Interview .

Die WHO hat grossen Einfluss auf die globale Pandemiebekämpfung. Doch reiche Länder wie die Schweiz ignorieren ihre Empfehlungen oft. Der Schweizer Gaudenz Silberschmidt arbeitet bei der WHO und erklärt, wieso die Schweiz und andere Länder ihren Egoismus überdenken sollten.

Kommt diese Uneinsichtigkeit nicht einfach daher, dass es der WHO an Legitimation oder Macht fehlt?An Legitimation fehlt es uns nicht. Wir sind momentan die meistzitierte Organisation in den Weltmedien. Wenn wir in einem Text zitiert werden, dann nehmen die meisten Menschen das nicht als Meinung einer Organisation mit Hauptsitz in

Genfauf, sondern als Wahrheit.Es gibt aber einen Unterschied zwischen Zivilpersonen, die Ihre Meinung als Wahrheit betrachten und einer Politik, die Ihre Meinung trotzdem ignoriert.Das stimmt. Aber es ist nicht die Aufgabe der WHO, Politik zu machen. Unsere Aufgabe ist es, wissenschaftlich fundierte Richtlinien zu schaffen. Die Aufgabe der Politik ist es, diese Richtlinien regional angepasst umzusetzen. Ein Land mit sehr tiefen Inzidenzen wird dies natürlich anders tun als eines mitten in einer grossen Welle. Aber Sie haben recht: Nicht immer wird dies getan und ja, an Macht fehlt es uns tatsächlich. Es ist frustrierend, wenn populistische Politiker unsere Richtlinien ignorieren.

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Pandemie ist vorbei wenn hansi_voigt marcwalder und ihrer Sponsoren das wollen ! Und ist vorbei wenn Bevölkerung aufwacht ! Deswegen mediagesetznein Wessen Interessen verfolgt die WHO? Stichwort Großspender. Die Pandemie ist dann vorbei, wenn wir aufhören gesunde Menschen zu testen.

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Neuer Alltag – Das könnte uns in der «kalten Pandemie» erwartenDas Leben nach Corona werde nicht dasselbe sein wie vorher, sagte der Berner Gesundheit sdirektor. Fachpersonen schätzen ein, wie der neue Alltag aussehen könnte. Woodoo Prognosen ! Volle Normalität, alles andere ist inakzeptabel. Masken ab jetzt freiwillig.

Medienkonferenz Coronavirus – «Leben nach Corona wird nicht dasselbe sein wie vorher»Der Berner Gesundheit sdirektor Pierre Alain Schnegg geht davon aus, dass die Corona-Fallzahlen gegen Frühling hin sinken werden. Der Kanton Bern arbeitet derzeit bereits an einer Strategie für die «kalte Pandemie». Für mich schon. Ich bewege mich auch gerade zum Ende der Pandemie hin Georgia Guidestones 'Kalte Pandemie'...alter....ist das so etwas wie der 'Kalte Krieg'? Wer in der Propagandazentrale des Pentagon 'erfindet' diesen Scheiss. Das bedeutet ja nichts anderes: immer in Alarm bereitschaft und die Maskenpflicht bleibt 'für den Fall wenn'? Neues 'New Normal'? es reicht

Covid-19 in der Schweiz - Das BAG meldet am Donnerstag 37'992 Fälle, 138 hospitalisiert, 111'906 Tests, 22 ToteDas Bundesamt für Gesundheit teilt die neuesten Entwicklungen in der Corona-Pandemie mit. Hier gibt es die aktuellen Zahlen. Wie alt und oder krank waren die Verstorbenen? Die Zahlen der Hospitalisationen sinken schon lange, aber die Massnahmen bleiben. 7.8% sind Covid Patienten, aber immernoch wird die Panikmache geschürt, dass die Spitäler voll sind. Irrsinn so etwas, Massnahmen sofort beenden.

«Silence Radio» – der TrailerDas Porträt einer Journalistin in Mexiko, die für Presse­freiheit kämpft. Und Mord­drohungen und Zensur trotzt. «Silence Radio» – ab heute Abend im Republik-Stream. Dokdown

Wege aus der Pandemie – «Die Verantwortung wird schrittweise wieder in die Gesellschaft übergehen»Mit genügend Impfungen und dem Einhalten von Hygiene- und Schutzmassnahmen sieht Epidemiologe Marcel Tanner die Schweiz auf einem guten Weg in eine endemische Corona-Lage. (Abo) Wir sollten aufhören auf alte Männer zu hören! Marcel Tanner spricht für seine Alterskohorte. Wo sind die Meinungen der jüngeren Generation? Leute die schon ewig im Berufsumfeld stecken haben einfach einen Bias. Wer bezahlt den Schwärzer?

von Reto Fehr Kommt diese Uneinsichtigkeit nicht einfach daher, dass es der WHO an Legitimation oder Macht fehlt? An Legitimation fehlt es uns nicht. Wir sind momentan die meistzitierte Organisation in den Weltmedien. Wenn wir in einem Text zitiert werden, dann nehmen die meisten Menschen das nicht als Meinung einer Organisation mit Hauptsitz in Genf auf, sondern als Wahrheit. Es gibt aber einen Unterschied zwischen Zivilpersonen, die Ihre Meinung als Wahrheit betrachten und einer Politik, die Ihre Meinung trotzdem ignoriert. Das stimmt. Aber es ist nicht die Aufgabe der WHO, Politik zu machen. Unsere Aufgabe ist es, wissenschaftlich fundierte Richtlinien zu schaffen. Die Aufgabe der Politik ist es, diese Richtlinien regional angepasst umzusetzen. Ein Land mit sehr tiefen Inzidenzen wird dies natürlich anders tun als eines mitten in einer grossen Welle. Aber Sie haben recht: Nicht immer wird dies getan und ja, an Macht fehlt es uns tatsächlich. Es ist frustrierend, wenn populistische Politiker unsere Richtlinien ignorieren. «Wenn wir als Weltgemeinschaft zusammengearbeitet hätten, dann könnte die Pandemie nun bereits vorbei sein.» Inwiefern fehlt es Ihnen an Macht? Die Welt ist momentan so aufgebaut, dass wir weitaus weniger Macht haben als eine Regierung beispielsweise. Wir haben zwar einen starken Einfluss, aber wir sind auch unterfinanziert und haben dementsprechend nicht genügend Ressourcen, um alles zu tun, das unser Mandat eigentlich von uns verlangt. Ein Budget von drei Milliarden ist also zu wenig? Der Kanton hat ein höheres Gesundheitsbudget als wir (knapp CHF 4.2 Milliarden, Anm. d. Red.). Von diesen drei Milliarden sind nur 16 Prozent Mitgliederbeiträge, der Rest setzt sich aus freiwilligen Beiträgen zusammen. Es ist also so, wie wenn es bei Ihnen brennt und die örtliche Feuerwehr erst auf Spendensuche gehen muss, bevor sie das Feuer löschen kann. Das ist ein Problem. Wie hoch müsste das Budget der WHO Ihrer Meinung nach sein? Es geht nicht primär darum, mehr Geld zu haben. Wir brauchen ein stabileres Einkommen. Also ein zugesichertes Budget, sodass die Hälfte unserer Belegschaft sich nicht ständig damit beschäftigen muss, Geld zu sammeln. Aber um Ihre Frage zu beantworten: Wenn wir mit dem Gesundheitsbudget des Kantons Waadt gleichziehen könnten, dann wären wir bereits gut aufgestellt. «Wir können zu fast 100 Prozent sicher sein, dass wir noch das ganze griechische Alphabet durchmachen werden.» Wechseln wir das Thema. Wo stehen wir momentan in der Pandemie? Sehen Sie das Licht am Ende des Tunnels auch schon? Wenn wir als Weltgemeinschaft besser zusammengearbeitet hätten, dann könnten wir bereits in der Sonne stehen. Es ist aber immer noch so, dass nicht wir die Richtung angeben, sondern das Virus. Wir müssen unbedingt von der Vorstellung wegkommen, dass nach Omikron alles vorbei ist. Wird es das nicht sein? Nein. Omikron gibt es seit zwei Monaten, wir wissen nichts über Long Covid, die Spitäler sind immer noch voll, das Gesundheitspersonal immer noch am Anschlag. Und auch Delta ist nicht einfach weg. Selbst wenn sich die ganze Bevölkerung von Europa mit Omikron ansteckt, so kann sich das Virus in anderen Teilen der Welt immer noch weiterentwickeln. Und das wird es. Es scheint eher wahrscheinlich, dass wir noch das ganze griechische Alphabet durchmachen müssen.