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«Wegen ein paar wenigen Chaoten in Panik auszubrechen, halte ich für wenig zielführend»

Ist unser Land tatsächlich gespalten? Eine Einordnung des Politologen Marc Bühlmann.

21.09.2021 17:26:00

Politologe Marc Bühlmann: «Ich glaube nicht, dass 40 Prozent der Bevölkerung impfkritisch sind»

Ist unser Land tatsächlich gespalten? Eine Einordnung des Politologen Marc Bühlmann.

War es womöglich auch nicht zielführend, gross darüber zu berichten?Es ist die Aufgabe der Medien, die Öffentlichkeit über solche Vorfälle zu informieren. Aber es ist auch wichtig, die Ereignisse in Relation zu setzen. Es waren ein paar Personen, die gewalttätig wurden. Ich will die Vorfälle nicht beschönigen. Aber diese Handvoll Leute repräsentiert weder alle Corona-Demonstrierenden noch ist sie ein Zeichen dafür, dass sich die Gesellschaft unwiderruflich gespalten hat.

Marc Bühlmann ist Professor für Politikwissenschaft und Direktor von Année Politique Suisse am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Bern. Er forscht unter anderem zur Demokratietheorie und zu Schweizer Politik.bild: zvg

Sie bestreiten also, dass sich die Fronten zwischen geimpften und impfkritischen Personen zunehmend zu verhärten scheinen?Die aktuelle Debatte ist sehr stark schwarz-weiss geprägt und wird häufig zugespitzt. Ich gehe davon aus, dass der grösste Teil der Bevölkerung die Massnahmen des Bundes relativ gut einordnen kann. Ich glaube nicht, dass 40 Prozent impfkritisch sind. Vielleicht sind es 15 bis 20 Prozent, die sich aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht impfen lassen wollen. headtopics.com

«Wegen ein paar wenigen Chaoten in Panik auszubrechen, halte ich für wenig zielführend.»Woher kommt dann diese schwarz-weiss Rhetorik?Das ist vor allem auch dem Thema geschuldet. Es ist mit viel Unsicherheit verbunden. Wir wissen nicht, was das Virus macht. Es sind viele Behauptungen im Umlauf und wir können noch nicht auf Erfahrungen zurückgreifen. Trotzdem verlangt die Situation rasches Handeln, das die Freiheit einzelner einschränkt. Das befeuert Extrempositionen. Denn es braucht Zeit, solche Entwicklungen zu verstehen und auch politisch zu diskutieren und darauf zu reagieren. Historisch betrachtet ist diese Dynamik aber nicht neu.

Gibt es Beispiele aus der Geschichte, die für ähnliche Aufruhr sorgten?1979 führte der Bundesrat beispielsweise die Gurttragpflicht im Auto per Verordnung ein, weil die Zahl der Strassenverkehrstoten stark angestiegen war. Der Widerstand dagegen folgte prompt und ging so weit, dass sich schlussendlich das Bundesgericht damit beschäftigen musste. Die Gurt-Gegnerinnen und Gegner wollten sich vom Staat nicht vorschreiben lassen, wie sie in ihrem Auto zu fahren hätten und sahen sich in ihrer Freiheit eingeschränkt. Ähnlich war auch die Diskussion um das Rauchverbot in Restaurants. Die Gegnerschaft sah sich ebenfalls in ihrer Freiheit eingeschränkt und argumentierte, dass es drei Jahre nach Inkrafttreten des Verbots keine Restaurants mehr geben werde. Heute können wir darüber lachen. Aber solche Diskussionen brauchen immer auch Zeit.

«Ich glaube nicht, dass 40 Prozent der Bevölkerung impfkritisch sind.»Lachen wir auch in zehn Jahren über das Corona-Virus? Weiterlesen: watson News »

Nicht Impfkritisch. Sonder kritisch gegenüber über diese politische Abzocker Fakedemie. Sie wollen oder brauchen die Impfung nicht, egal was ihr schreibt oder wie ihr dagegen hetzt, kriegt das in euren Schädel rein ihr heuchlerischen Medien. Vllt fragt man einen Psychologen oder Soziologen danach. Wie so oft in der Pandemie wird nicht der Virologe oder Epidemiologe gefragt sondern der Ökonom oder Ethiker🤦‍♀️

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