Warum Ueli Maurer jetzt abtreten müsste, es aber nicht tun darf – ein offener Brief

Offen Gesagt, Zürich, Bern, Coronavirus, Wirtschaft

«Lieber Herr Maurer, jetzt müssten Sie gehen...» – über die Rolle des Finanzministers in der Corona-Krise.

Offen Gesagt, Zürich

25.3.2020

«Lieber Herr Maurer, jetzt müssten Sie gehen...» – über die Rolle des Finanzministers in der Corona-Krise.

Während der Bundesrat von der Corona-Krise überwältigt wurde, erwies sich Finanzminister Ueli Maurer als Heilsbringer. Besser kann es für ihn nicht mehr werden.

Bumm. Und plötzlich waren Sie, der biedere Finanzminister, einst Geschäftsführer der Landi Hinwil, plötzlich der Heilsbringer, auf den im allgemeinen Chaos alle sehnlichst gewartet hatten. So richtig glauben mochte man es nicht. Würde das Geld reichen, um die Krise zu bewältigen? Ihre Antworten: Die Zinsen werden moderat sein und ob das Geld reiche, schaue man dann. «Wir haben Probleme gehabt, die haben wir jetzt gelöst und wenn es neue Probleme gibt, dann lösen wir die wieder, ist ja klar», sagten Sie. Dann präsentierten Sie am Mittwoch auch noch die Zinssätze für die Darlehen. 0 bis 0,5 Prozent bei einer Laufzeit von fünf Jahren und das, wie angekündigt, ab Donnerstagmorgen innert einer halben Stunde. Zu Ihren Füssen im Publikum sassen die Bankdirektoren, lasen Werbespots für Ihre Institute ab und beantworteten unter Ihrer Aufsicht die Detailfragen der Journalistinnen und Journalisten. Schon unter normalen Umständen wären eine solche Leistung und zwei solche Auftritte mehr als bemerkenswert und würden lange in guter Erinnerung bleiben. Im Umfeld einer solchen Krise historischen Ausmasses gereichen sie jedoch zu nichts weniger als nationaler Legendenbildung. Welchem Bundesrats-Mitglied ist es schon vergönnt, nach Ende der Amtszeit lange in Erinnerung zu bleiben? Und dann noch in guter? Ausser den Bundesstaatsgründern eigentlich keiner und keinem. Jedenfalls nicht aus historischer Perspektive. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich bitte Sie, jetzt auf keinen Fall abzutreten. Wir werden Sie noch dringend brauchen. In finanzpolitischer, aber vielmehr noch in symbolischer Hinsicht – als jederzeit belastbare Projektionsfigur für die Hoffnung, dass alles wieder gut werden kann. Aber ich würde verstehen, wenn Sie das Risiko scheuten. Das Risiko, während der weiteren Bewältigung der Corona-Krise und später im politischen Tagesgeschäft den innert zweier Wochen und zweier Medienkonferenzen erarbeiteten Nimbus unverschuldet wieder zu beschädigen. Dieses Risiko ist ja nicht klein, die Situation unberechenbar und die Fallhöhe nun grösser denn je. Es heisst ja nicht umsonst, dass man aufhören solle, wenn es am schönsten ist. Disparaître auf dem Höhepunkt halt. Aber auch wenn Sie uns jetzt nichts mehr schulden, so hoffe ich doch, dass Sie noch lange nicht verschwinden. Hochachtungsvoll Weiterlesen: watson News

Danke für den Artikel 👍 Artikel lesen! Watson disqualifiziert sich selber Sonst alles klar bei euch? Ist euch das Virus ins Hirni gestiegen? Der zweite völlig depzlazierte Artikel heute. irr und wirr medien sowas von daneben - die immer besser Wisser!

Was bringen Ueli Maurer und Thomas Jordan?Der Finanzminister und der SNB-Präsident informieren zur aktuellen Lage in der Corona-Krise. Verfolgen Sie die Medienkonferenz jetzt live. Niemand will Kredite sondern Entschädigungen für staatlich verordneten und verschuldeten Shutdown.

Wir haben die Banken gerettet, jetzt darf unsere Rettung nichts kosten – Ein offener BriefDer neue CEO der Credit Suisse hatte die Idee, das Rettungspaket des Bundes über die Bankschalter abzuwickeln. Die Banken dürfen daran nichts verdienen.

Was bringen Ueli Maurer und Thomas Jordan?Der Finanzminister und der SNB-Präsident informieren zur aktuellen Lage in der Corona-Krise. Verfolgen Sie die Medienkonferenz jetzt live. Niemand will Kredite sondern Entschädigungen für staatlich verordneten und verschuldeten Shutdown.

Der Anfang vom Ende des KreditverbotsWegen der Corona-Krise darf Postfinance jetzt Notkredite vergeben. Diese Lockerung wird wohl kaum mehr rückgängig gemacht.

Silvia Steiner: «Kinder holen den Schulstoff wieder auf»Der Vorschlag der obersten Schulleiterin im Kanton Zürich kommt nicht gut an. Bildungsdirektorin Silvia Steiner erteilt ihm eine Absage. Zur Umsetzung wären mehrere hundert zusätzliche Klassen nötig. (Abo+) Und wenn die Krise viel länger als erwartet dauert, lassen wir die Kinder zwei- oder sogar drei Jahre die Klasse wiederholen? Gut, wurde diesem Vorschlag eine Absage erteilt.

17 Fotos, die dir in Zeiten des Coronavirus die Hoffnung an die Menschheit zurückgeben18 Fotos, die dir in Zeiten des Coronavirus die Hoffnung an die Menschheit zurückgeben 😍.



Supermärkte sollen auch am Sonntag öffnen

Jetzt werden die Kondome knapp

Coronavirus: Alle News zur internationalen Entwicklung des Virus

«Die Krise öffnet die Augen für manchen Irrtum»

Kreuzfahrtschiffe suchen verzweifelt nach Hafen

Jetzt beschenkt auch Coop Mitarbeiter an der Front

Mit dem Virus kommt auch das Misstrauen

Schreibe Kommentar

Thank you for your comment.
Please try again later.

Neuesten Nachrichten

Nachrichten

25 März 2020, Mittwoch Nachrichten

Vorherige nachrichten

Die Nati spendet fürs Pflegepersonal und singt für die Schweiz – ja, auch Petkovic!

Nächste nachrichten

So beglücken Pornhub, Swisscom, UPC und Co. ihre Kunden in der Corona-Zeit
Corona-Umfrage: Brauchts jetzt Lockerungen? Coronavirus: Die Schweiz im Notstand – alle News im Liveticker Tessiner wollen Gotthard und Bernardino schliessen Militär hebt Urlaubsstopp wieder auf Weil Saison: 6 sexy Bärlauch-Rezepte für den Frühling Was Alain Berset und Henri Dufour gemeinsam haben – ein offener Brief Audio & Podcasts - SRF Liebe Deutschschweizer, bitte bleibt weg! Führt diese App Europa aus dem Corona-Lockdown? EU-Staaten fordern Sanktionen gegen Ungarn Wenn Singen tötet | NZZ Bundesrat überdenkt den Schutz von Risikogruppen
Supermärkte sollen auch am Sonntag öffnen Jetzt werden die Kondome knapp Coronavirus: Alle News zur internationalen Entwicklung des Virus «Die Krise öffnet die Augen für manchen Irrtum» Kreuzfahrtschiffe suchen verzweifelt nach Hafen Jetzt beschenkt auch Coop Mitarbeiter an der Front Mit dem Virus kommt auch das Misstrauen Solidarität ist keine Einbahnstrasse «ÖV über die Grenze muss eingestellt werden» Neandertaler schlürften Muscheln und assen Krebse Superjumbos am Boden, eindrückliche Radarbilder und eine bange Frage Seltene Wortmeldung: Barack Obama kritisiert Donald Trump