Warum irische Fischer Wladimir Putin die Stirne bieten

28.01.2022 16:08:00

Warum irische Fischer Wladimir Putin die Stirne bieten.

Analyse, Russland

Warum irische Fischer Wladimir Putin die Stirne bieten.

Der Widerstand gegen die Kriegspläne des russischen Präsidenten wächst an vielen Fronten. Hat er sich verzockt?

Irland hat keine Armee, und schon gar keine Marine. Aber Irland hat Fischer, und die fürchten weder Tod noch Teufel – und schon gar nicht Wladimir Putin. Als die russische Marine Manöver vor der irischen Küste angekündigte, hatte sie die Rechnung ohne den Wirt, respektive die Fischer gemacht.

Obwohl die Manöver in internationalen Gewässern stattfinden, haben die Fischer sofort reagiert und den geschlossenen Widerstand angekündigt. Sie wollen mit ihren vielen kleinen Booten mitten in die russischen Kriegsschiffe fahren und so die Manöver empfindlich stören.

Weiterlesen: watson News »

Was für eine erbärmliche Russophobie läuft denn hier ab?!? Ja nu … AC/DC hat es mehr als 40 Jahre her schon mal erklärt. Nothing like blood on the first page. Wir können alle beruhigt sein. Wenn Löpfe vor Krieg warnt, wird es keinen geben. Bis jetzt hatte der gute Mann eine Trefferquote von ca. 0%, genau wie seine 3-4 angelsächsischen Quellen von denen er jeweils abschreibt.

Warum Wladimir Putin und Xi Jinping die USA in die Knie zwingen wollenDie Ukraine ist die Geisel in einem gewaltigen geopolitischen Poker um eine neue Weltordnung.

Italiens Präsidentenwahl – Warum Draghi nicht schon längst gewählt istItaliens Politik lässt sich viel Zeit für die Wahl des neuen Präsidenten der Republik. Auch der vierte Durchgang ging leer aus. Dafür gibt es zwei objektive und einige surreale Gründe.

Pierin Vincenz: Warum ist der Raiffeisen-Prozess öffentlich?Der Raiffeisen-Prozess rund um Ex-Chef Pierin Vincenz und weitere Angeklagte wird im Volkshaus Zürich mit viel Brimborium öffentlich zelebriert. Doch warum ist das so? Andreas Josephsohn, seit 30 Jahren Strafverteidiger in Zürich, beantwortet während des Verfahrens Fragen zum Strafprozessrecht. Damit die niederen Instinkte der Bevölkerung befriedigt werden. Widerlich

Eine Neurobiologin erklärt, warum es die absolute Wahrheit nicht gibtEin Gespräch mit der Neurobiologin Hannah Monyer über das Gedächtnis und das Vergessen, über Identität und das, was am Ende von einem Menschen übrig bleibt. mit halb Wahrheiten kennt sich die Presse ja bestens aus.

Italiens Präsidentenwahl – Warum Draghi nicht schon längst gewählt istItaliens Politik lässt sich viel Zeit für die Wahl des neuen Präsidenten der Republik – viel zu viel, wenn man nach der vorherrschenden Meinung in den Kommentaren der Zeitungen und auf der Piazza schliessen möchte.

Lastenfahrräder sind überall. Warum regen die einem nur so auf?Kolumne: Es gibt so etwas wie einen Trend zum Lastenfahrrad. Und mit der Anzahl Lastenvelos mehren sich auch die Wortmeldungen zum Thema, man könnte fast schon von einer eigentlichen Debatte reden. Warum regen die Lastenfahrräder einem nur so auf? Diese Kolumne könnte einen (aber nicht einem) auch aufregen

43 Irland hat keine Armee, und schon gar keine Marine.Afghanistan desavouiert.Publiziert heute um 16:18 Uhr 2 Kommentare 2 Er will – aber wird er es auch? Premier Mario Draghi ist der stille Favorit der Wahl.Was macht ein gutes Plädoyer aus? Andreas Josephsohn: Das Plädoyer der Verteidigung ist der Moment, in dem der Beschuldigte - endlich - im Gesamtzusammenhang des Falles und ausgedehnt seine Sicht der Dinge ausbreiten kann.

Aber Irland hat Fischer, und die fürchten weder Tod noch Teufel – und schon gar nicht Wladimir Putin. Als die russische Marine Manöver vor der irischen Küste angekündigte, hatte sie die Rechnung ohne den Wirt, respektive die Fischer gemacht. Beide, Russland und China, glauben zudem, sie hätten mit den USA noch eine Rechnung offen – und jetzt sei die Zeit gekommen, diese zu begleichen. Obwohl die Manöver in internationalen Gewässern stattfinden, haben die Fischer sofort reagiert und den geschlossenen Widerstand angekündigt. Auch der vierte Wahlgang gab «schwarzen Rauch», wie man in Italien sagt, als wäre diese Wahl ein Konklave. Sie wollen mit ihren vielen kleinen Booten mitten in die russischen Kriegsschiffe fahren und so die Manöver empfindlich stören. Februar zur Eröffnung der Olympischen Winterspiele nach Peking reist, dann wird er bei Xi nicht nur auf viel Verständnis stossen, er kann auch auf die stillschweigende Billigung seiner Pläne in der rechnen. Russisches Kriegsschiff auf dem Weg in ein Manöver. Dafür ist es genügend professionell.

Bild: keystone Der Protest der irischen Fischer hat einerseits wirtschaftliche Gründe, die russischen Manöver finden in einem wichtigen Fanggebiet statt. Sie verfolgen dabei folgende Ziele: Das will Wladimir Putin Als Putin im April 2008 an einem Nato-Gipfel in Bukarest den damaligen amerikanischen Präsidenten George W. Doch auch dafür fanden die Senatoren, Abgeordneten und Delegierten aus den Regionen bei ihrer gemeinsamen Sitzung im römischen Palazzo Montecitorio keinen geeigneten Namen. Es geht jedoch auch um den Stolz. «Wir lassen sie wissen, dass wir in unseren traditionellen Gebieten fischen wollen, und sollte dies ihre Manöver stören, dann sollen sie es als friedlichen Protest betrachten», erklärt dazu Patrick Murphy, Chef der Irish South and West Fish Producers Organisation. Sie ist ein Teil von Osteuropa, und der grösste Teil ist uns zugesprochen worden. Den Russen ist der Protest der Fischer zumindest peinlich. Solche Scherze gab es immer schon. Deshalb hat sie Yury Filatow, der Botschafter in Dublin, zu einem Treffen eingeladen. Sie war die Russland-Expertin dreier US-Präsidenten. Das Gericht weiss zwar aus den Akten, was ein Beschuldigter in den Befragungen während der Untersuchung ausgesagt hat.

Dabei machte er weitgehende Zusagen. Die russischen Schiffe seien «in keiner Weise eine Bedrohung für Irland oder sonst jemand», beruhigte Filatow. Bild: keystone Was die Ukraine ist und was nicht, darüber gibt es im Westen und in Russland zwei sehr verschiedene Ansichten. Und die italienische Politik, schreibt die Mailänder Zeitung «Corriere della Sera», führe sich so auf, als könne sich das Land dieses surreale Gehabe leisten. Wenig später kam jedoch das Dementi aus Moskau, in dem festgehalten wurde, man habe keinerlei Konzessionen an die Fischer gemacht. Der Beginn der Manöver ist am nächsten Dienstag vorgesehen. Mary Elise Sarotte, Geschichtsprofessorin an der Johns Hopkins University, hat darüber ein Buch geschrieben («Not One Inch: America, Russia, and the Making of Post-Cold War Stalemate»). Natürlich können die irischen Fischer die russische Kriegsmaschinerie nicht aufhalten. Doch die Blase bewirtschaftet sich selbst. Umso mehr, als diese Befragungen immer nur aus der Warte der Anklage entstanden sind.

Ihr Protest ist jedoch ein wichtiges symbolisches Zeichen. Das ist ein totaler Mythos. Er zeigt, dass sich der Widerstand gegen Putin an den verschiedensten Orten zu manifestieren beginnt – vor allem in der Ukraine . «Als Putin die Krim eingenommen hat, hat er die Ukraine verloren», hat Owen Matthews einst in einem viel beachteten Essay festgehalten, das Fareed Zakaria in der «Washington Post» zitiert. Die russische Position andererseits lautet: Wir sind total verraten worden, darüber kann kein Zweifel bestehen. Die italienischen Fernsehsender berichten fast rund um die Uhr – live. Tatsächlich hat der russische Präsident damit das Gleichgewicht zwischen einem pro-russischen und einem pro-westlichen Lager empfindlich gestört, zumal er wenig später auch noch einen Bürgerkrieg im Donbas anzettelte. Waren einst rund die Hälfte der Ukrainer positiv gegenüber Russland eingestellt, sind es heute höchstens noch 15 Prozent. Deshalb will er nun, wie Fiona Hill schreibt, «den Vereinigten Staaten eine Dosis ihrer eigenen bitteren verpassen. Früher waren Verhandlungen geheim und das führte dazu, dass das Volk der Justiz misstraute.

Zudem sind viele junge Menschen aus dem Donbas geflüchtet. Doch die Blase bewirtschaftet sich selbst. Zurückgeblieben sind Alte und eine Industrie, die völlig überholt ist.» Tatsächlich hat der Kollaps der UdSSR die politische Landschaft Europas grundlegend verändert. Wirtschaftlich gesehen ist der Donbas eine Art Ruhrgebiet – nur viel schlimmer. Zyniker sagen deshalb, was in Kiew höchstens hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wird: Man wäre noch so froh, wenn die Russen den Donbas annektieren würden. Jahrhundert hinterlassen. Foto: Quirinale Press Office (AFP) Es gibt zwei objektive Gründe dafür, warum diese Wahl kompliziert ist. Russland hat nicht nur die Menschen in der Ukraine gegen sich aufgebracht, es pokert auch an der Heimatfront sehr hoch – und hat dabei möglicherweise gar nicht so gute Karten. So soll das Vertrauen der Bürgerin und des Bürgers in die Justiz gestärkt werden, was im Endeffekt dann wiederum die Justiz stärkt.

So stellt der «Economist» in seiner jüngsten Ausgabe fest: «Weil Mister Putin die Initiative ergriffen hat, scheint es nahezuliegen, dass der Vorteil auf seiner Seite liegt. Er will, wie es Fiona Hill formuliert, die Amerikaner aus Europa vertreiben. Tatsächlich steht er vor sehr gefährlichen Optionen. Zweitens hängt die Wahl des Staatspräsidenten diesmal eng zusammen mit dem Schicksal des Ministerpräsidenten. Ein grosser Krieg bedeutet auch grosse Risiken. Und passt auf, dass euch die Türe beim Abgang nicht in den Hintern tritt. Ein kleiner Krieg hingegen wird möglicherweise nicht zielführend sein und nicht verhindern, dass sich die Ukraine immer mehr dem Westen zuwendet. Kapituliert die Regierung in Kiew nicht, dann würde Putin daher in einen grossen Krieg gezogen werden. Jahrhundert zurück. Wird er nicht gewählt, steht er geschwächt da.

» .