Warum die Hightech-Nation Japan versagt

Japan kann eine Vorreiterrolle einnehmen – nicht aber mit der aktuellen Denkweise.

20.9.2019

Japan kann eine Vorreiterrolle einnehmen – nicht aber mit der aktuellen Denkweise.

Ex-Topmanager der Energiefirma Tepco treffe keine Schuld an der Fukushima-Katastrophe. So entschied ein Gericht. Diese Logik verhindert die Vorreiterrolle für nachhaltiges Leben.

Die Anklage lautete, der Betreiber Tepco hätte wissen müssen, dass Reaktoren an der Küste des Erdbebenlandes Japan besonderen Risiken durch Riesenwellen ausgesetzt sind. Das Gericht sagt, so etwas könne man nicht wissen. Es sagt sogar: Einem Kernkraftwerkbetreiber sei nicht zuzumuten, jede Laune der Natur vorherzusehen.

Vorsichtsmassnahmen sind in Japan ein prägender Aspekt des gesellschaftlichen Lebens. Man trägt Mundschutz, um sich keinen Schnupfen zu holen. Man lässt möglichst wenige Zuwanderer ins Land, damit die Sicherheit nicht leidet. Man stellt überall Verbotsschilder auf, damit auf gar keinen Fall irgendein Nachbar gestört wird. Aber wenn Vorsorge teuer ist oder gar einen echten Bewusstseinswandel erfordert, dann ist die Angst vor der Veränderung grösser als die Angst vor dem Risiko. Die Atomkatastrophe von Fukushima ist in dieser Hinsicht ein entlarvendes Ereignis für Japans Staatenlenker gewesen. Nicht nur, dass mangelnde Weitsicht vielen Japanerinnen und Japanern im Umkreis des Kraftwerks ihre Heimat gekostet hat. Achteinhalb Jahre danach ist nicht einmal zu erkennen, dass die Katastrophe zu einem echten Umdenken geführt hat.

Aber Japans Regierende wirken versunken in ihrer umweltvergessenen Wirtschafts- und «Japan First»-Politik, bei der natürlich niemand laut darüber nachdenken darf, dass es ein Irrtum war, die Reaktoren von Fukushima damals nicht besser vor dem Meer geschützt zu haben.

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