Warum bringt uns Musik zum Tanzen?

Tanzen ist eine Urform der menschlichen Ausdrucksweise.

22.03.2019 23:40:00

Tanzen ist eine Urform der menschlichen Ausdrucksweise.

In dieser Rubrik beantworten unsere Redaktoren die am häufigsten gegoogelten Fragen.

gültige E-Mail-Adresse fehlt«Tanzen und Sex teilen dasselbe Instrument – den menschlichen Körper», so formulierte es die amerikanische Anthropologin Judith Lynne Hanna, und da sind wir schon mitten in der Antwort auf die Frage, warum uns Musik zum Tanzen bringt: weil der Mensch nicht anders kann. Sich rhythmisch zu einem Takt zu bewegen, gehört zum Homo sapiens wie der aufrechte Gang. Wandmalereien lassen vermuten, dass schon unsere Vorfahren ihre behaarten Leiber zu Trommelklängen schüttelten, als sie noch in Höhlen lebten. Auch Säuglinge wackeln bereits mit dem Kopf oder bewegen die Arme, wenn sie eine Melodie mögen. Menschen tanzen, um Götter zu beschwören, um der Toten zu gedenken, um in Trance zu kommen, um die Nacht nicht allein zu verbringen.

Nach EU-Zulassung – Eltern fordern Corona-Kinderimpfung auch in der Schweiz BAG fordert zu Test auf – Keine PCR-Tests am Flughafen für Südafrika-Rückkehrer in der Schweiz Interview mit oberster Ethikerin – «Der Preis für eine Impfpflicht wäre hoch»

Tanzen scheint uns also irgendwie gutzutun. Trotzdem würden es viele von uns vorziehen, sich beim Zahnarzt auf den Schragen zu legen, als sich an einen Cha-Cha-Cha zu wagen. Warum bloss? Es muss daran liegen, dass Steppen etwas erfordert, was unsere zivilisierte Gesellschaft sonst gern zu vermeiden sucht: Kontrollverlust. Tanzen hat etwas Archaisches, Urwüchsiges, und das verträgt sich nun mal nicht mit Fitness-Trackern und Dry January. Nicht umsonst gilt beim Tanzen deshalb auch: Je mehr erotische Spannung, desto leichter wirds. Üblicherweise verkomplizieren die Dinge sich ja, sobald Sex ins Spiel kommt. Nicht so beim Tanzen. Es sei der vertikale Ausdruck eines horizontalen Verlangens, soll der irische Schriftsteller Bernard Shaw einst gesagt haben. Recht hat er. Wie sinnlich ist es anzuschauen, wenn sich zwei Körper synchron auf dem Parkett drehen. Sich der Musik hingeben, dem Zug nachgeben, den Takt vorgeben.

(Lange waren Forscher übrigens überzeugt, Rhythmus sei den Menschen vorbehalten. Es war ein schneeweisser Papagei namens Snowball, der diese Gewissheit einstürzen liess. Glauben Sie nicht? Geben Sie «Kakadu Snowball» und «Michael Jackson» bei Youtube ein. Gern geschehen.) headtopics.com

Am Ende aber, egal ob in einer schummrigen Disco oder in der afrikanischen Savanne, tanzen wir immer aus demselben Grund: um zu kommunizieren. Tanzen ist eine Urform der menschlichen Ausdrucksweise. Erstaunlich nur, dass sich Männer – sonst stets zur Stelle, wenn sich ihnen eine Bühne bietet – für gewöhnlich in der Disziplin des Tanzens nicht eben hervortun. Nicht so meine Musik, sagen sie dann gern. Bin grad sehr durstig. Wollt eh gleich gehen. Irgend so was eben. Das ist schade. Für beide Geschlechter. Weil: siehe oben.

Weiterlesen: Tages-Anzeiger »

Brenzliges nicht der SVP überlassenDer Gegenvorschlag ist genauso Symbolpolitik wie die Initiative, die ein schweizweites Verhüllungsverbot verlangt.

Jacinda Ardern – 3 Gründe, warum ihre Reaktion auf das Attentat bemerkenswert istBei einem Terroranschlag in Christchurch kamen vergangenen Freitag mindestens 50 Menschen ums Leben. Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern steht …

Die zynischen Märchen der KonzernlobbyWarum wir genug von den faulen Ausreden der Wirtschaftslobby haben. Das ist Fakt.

Warum die SBB allen Halbtax-Kunden 15 Franken schenktDer Preisüberwacher hat sich mit der SBB auf ein umfangreiches Massnahmenpaket zu Gunsten ihrer Kundschaft geeinigt. Sämtliche Reisende, die am Stichtag 1. … Warum nicht einfach die Preise senken, anstatt so viele Gutscheine zu verteilen oder mehr Sparbillette anzubieten? RailService

Warum Trump selbst den toten John McCain angreiftDer Präsident hat erneut den Kriegshelden McCain aufs Übelste beleidigt. Es ist mehr als persönlicher Hass. Der Drückeberger Trump greift den toten Kriegshelden an. In Trump-USA ist die Pietät zur Hurerei verkommen, das Land ist die Unzivilisation schlechthin.

Polizistin mit Kopftuch – warum dieses Foto in Neuseeland jetzt viral gehtPolizistin mit Kopftuch – warum dieses Foto in Neuseeland jetzt viral geht. Westliche Frauen, die Hijabs/Burkas tragen, sind wirklich ein Beispiel für schlechte Bildung und schädigen die legitimen Frauenrechtsbewegungen in islamischen Ländern!

Eine innere Bühne für AttentäterChristchurch zeigt: Die Macht der Bilder hat eine neue Dimension erreicht. Warum veröffentlichen Attentäter zu ihren Taten dann oft nach wie vor geschriebene Manifeste? Warum habt ihr dieses Artikel nicht geschrieben in Verbindung mit die seit Jahrzehnte videos von islamische enthauptungsvideos von Christen und unglaubige?