Amazonas, Waldbrände İn Amazonien – Der Westen İst Gefordert, Kommentar, Meinung Nachrichten

Amazonas, Waldbrände İn Amazonien – Der Westen İst Gefordert

Waldbrände in Amazonien – der Westen ist gefordert | NZZ

Trotz den dramatischen Bildern ist die gegenwärtige Lage im brasilianischen Regenwald keine Ausnahmeerscheinung. Die Aussichten für die nächsten Jahre sind aber düster.

23.8.2019

Trotz der dramatischen Bilder ist die gegenwärtige Lage im Amazonas keine Ausnahmeerscheinung. Die Aussichten für die nächsten Jahre sind aber düster. Unser Kommentar . NZZAusland

Trotz den dramatischen Bildern ist die gegenwärtige Lage im brasilianischen Regenwald keine Ausnahmeerscheinung. Die Aussichten für die nächsten Jahre sind aber düster.

Über den Zustand des Amazonas-Regenwaldes erscheinen dieser Tage dramatische Negativschlagzeilen. Zehntausende von Waldbränden lodern im brasilianischen Urwald gut sichtbar auf Satellitenbildern aus dem Weltraum. Fernsehaufnahmen aus São Paulo zeigen dicke Wolken, die in der Metropole, obwohl Tausende von Kilometern von den Brandherden entfernt, den Tag zur Nacht machen. Gleichzeitig meldet das zuständige brasilianische Institut Inpe erschreckende Zahlen über eine starke Zunahme der Abholzung und der Waldbrände seit Beginn der Regierung von Jair Bolsonaro Anfang dieses Jahres. Der Eindruck, der sich aus der dramatischen Berichterstattung ergeben kann, dass der Amazonas-Urwald demnächst in sich zusammenfallen wird wie das Dach der Kathedrale Notre Dame in Paris, ist allerdings falsch. Im langjährigen Vergleich ist die diesjährige Situation kein aussergewöhnliches Ereignis, auch wenn einem dies die Berichterstattung mancher Medien weismachen will. Trotzdem ist aber die Entwicklung unter Bolsonaro ein deutliches Warnzeichen. Verglichen mit dem letzten Jahr meldet Inpe einen starken Anstieg bei der abgeholzten Fläche und bei der Zahl der Waldbrände. Diese beiden Zahlen korrelieren in der Regel. Die abgeholzten Flächen werden mit Feuern vom Unterholz gesäubert, damit sie anschliessend landwirtschaftlich nutzbar gemacht werden können. Dies geschieht hauptsächlich in der gegenwärtigen Trockenzeit. Ein Teil der Brände dürfte aber auch natürlich entstehen, beispielsweise durch Blitzschlag. Trotz der markanten Zunahme gegenüber dem Vorjahr liegen die 4700 Quadratkilometer, die laut Inpe in den ersten 7 Monaten der Regierung Bolsonaro abgeholzt wurden, immer noch unter dem Durchschnitt der fast 14 Jahre dauernden Linksregierung von Lula da Silva und Dilma Rousseff. Bei den Bränden ergibt sich ein ähnliches Bild. Laut der Zählung der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa liegt die Zahl der Brandherde leicht unter dem Mittel der letzten 15 Jahre. Dies kann allerdings keinesfalls ein Anlass für Entwarnung sein. Das wirklich Beängstigende sind nämlich nicht die gegenwärtigen Zahlen, sondern die Erwartungen für die nächsten Jahre, welche die jüngste Entwicklung auslöst. Auch wenn die abgeholzte Fläche in absoluten Zahlen noch nicht aussergewöhnlich ist, muss die kräftige Zunahme unter Bolsonaro in so kurzer Zeit ernsthaft zu denken geben. Der neue Präsident hat mit seinen Stellungnahmen der brasilianischen Agrarlobby immer wieder zu verstehen gegeben, dass die Entwicklung der Landwirtschaft Priorität vor dem Schutz des Regenwaldes hat. Das dürfte wie ein Freipass gewirkt haben in einem Land, in dem ohnehin etwa 80 Prozent des Waldes illegal abgeholzt werden. Zudem hat Bolsonaro die staatlichen Institutionen geschwächt, die den Regenwald und die dortige indigene Bevölkerung schützen sollen. Es ist deshalb zu befürchten, dass die jüngste negative Entwicklung in den kommenden Jahren anhalten wird, wenn die brasilianische Regierung nicht umgestimmt werden kann. Hier könnten die westlichen Staaten eine wichtige Rolle spielen. Nicht mit Belehrungen oder Drohungen, wie sie immer wieder zu vernehmen sind. Denn Länder mit einem um ein Vielfaches höheren Pro-Kopf-Ausstoss von CO2 als Brasilien sind dazu kaum legitimiert. Gesucht wäre eher die Bereitschaft zum Mittragen der Kosten des Regenwaldschutzes. Wenn Brasilien im Interesse des Klimas auf der ganzen Welt auf die landwirtschaftliche Nutzung des Urwalds verzichten soll und dabei wirtschaftliche Nachteile in Kauf nehmen muss, müssten die anderen Staaten auch bereit sein, dem Land dafür Vergütung zu zahlen. Weiterlesen: Neue Zürcher Zeitung

«Stirbt der Amazonas, droht Klima-Katastrophe»Der Mega-Brand im Amazonas bereitet ETH-Professor Tom Crowther (33) grosse Sorgen. Brenne der Regenwald, werde es auf der Erde wärmer.

Brennender Regenwald: Bolsonaro beschuldigt UmweltschützerBrasilien erlebt die schlimmsten Waldbrände seit Jahren – und der Präsident glaubt, die Schuldigen zu kennen. Forschern schwant Böses.

«Halb Mensch, halb Geist, ein Miststück»Der Hongkonger Popstar Denise Ho ist eines der ganz wenigen bekannten Gesichter der Protestbewegung.

News aus der National League - Scherwey ins Ottawa-Camp eingeladenDarf etwas NHL-Luft schnuppern: Tristan Scherwey hat eine Einladung für das Trainingscamp der Ottawa Senators in der NHL erhalten. scbern_news srfhockey

Scherwey bekommt Chance in der NHL28 Siege – Weltrekord für Corinthians-Frauen +++ Berra verlängert bei Gottéron +++ Basketballer holen Gruppensieg in extremis +++ Messi zurück im Training +++ Was hat der WM-Halbfinal (uralt!) mit der Meldung zu tun? Einmal mehr lausige Leistung

Biarritz wird am G-7-Gipfel zur FestungDie französische Polizei muss beweisen, dass sie in unübersichtlichen Situationen in der Lage ist zu deeskalieren. Viele erwarten ein gewalttätiges Wochenende.



Vorbestrafte Lucia* (17) schlägt schon wieder zu

Dieser Winter ist der wärmste seit Messbeginn

«Beim Purzelbaum schlug sie mit dem Kopf auf»

Bub (10) aus Neuenburg kommt aus Quarantäne

«Die Solidarität ist überwältigend»

In der 1. Runde von Dubai - Titelverteidigerin Bencic geht nach Blitzstart ein

Kaum ist Brexit durch, setzt die EU die Cayman-Inseln auf schwarze Liste der Steueroasen

Schreibe Kommentar

Thank you for your comment.
Please try again later.

Neuesten Nachrichten

Nachrichten

23 August 2019, Freitag Nachrichten

Vorherige nachrichten

Arbeitgeber Zürich: Landesstreik war Geburtshelfer des Verbands

Nächste nachrichten

Revolut und N26: Online-Banken nach Cyberangriffen unter Druck
Ruhestörer der CDU: Warum Norbert Röttgen nur gewinnen kann «Greift man uns Latinas an, verteidigen wir uns» Schweizerin (74) wird vergewaltigt und getötet Paternoster: Einst Fortschrittssymbol, heute Objekt der Nostalgie Frauen finden 20'000 Fr zwischen Brocki-Kissen «Ich brauche den roten Pass nicht zum Leben» Wie sich der umstrittene Genfer Staatsrat Maudet gegen eine Interview-Publikation wehrt Bei Tandemflug in Stromleitung geflogen Wird jetzt der unknackbare Tresor geknackt? Internationale Fussball-News - Iker Casillas: Vom Keeper zum Verbandspräsidenten? US-Wahlen: Michael Bloomberg setzt im Wahlkampf auf Memes Swisscom versprüht in Shops eigenen Duft
Vorbestrafte Lucia* (17) schlägt schon wieder zu Dieser Winter ist der wärmste seit Messbeginn «Beim Purzelbaum schlug sie mit dem Kopf auf» Bub (10) aus Neuenburg kommt aus Quarantäne «Die Solidarität ist überwältigend» In der 1. Runde von Dubai - Titelverteidigerin Bencic geht nach Blitzstart ein Kaum ist Brexit durch, setzt die EU die Cayman-Inseln auf schwarze Liste der Steueroasen Schweizer nicht unumstritten - Vor den Wochen der Wahrheit: Akanji auf dem absteigenden Ast Didier Drogba: Nützt ihm sein Torriecher auch in der Politik? Neuwagen erreichen CO2-Ziel nicht Bundesgericht kippt Tabaksteuer auf Hanfblüten Heimniederlage gegen Florida - Meier bringt die Hoffnung nur kurz zurück