Bahlsen, Schluss Mit «Easy-Go-Lucky»: Verena Bahlsen Eröffnet Aus Versehen Eine Neue Debatte Über Zwangsarbei, Feuilleton Nachrichten

Bahlsen, Schluss Mit «Easy-Go-Lucky»: Verena Bahlsen Eröffnet Aus Versehen Eine Neue Debatte Über Zwangsarbei

Verena Bahlsen verharmlost Zwangsarbeit unter den Nazis

Schluss mit «easy-go-lucky»: Verena #Bahlsen eröffnet aus Versehen eine neue Debatte über Zwangsarbeit im Dritten Reich. Ein Beitrag von @hjf_mueller.

16.5.2019

Schluss mit «easy-go-lucky»: Verena Bahlsen eröffnet aus Versehen eine neue Debatte über Zwangsarbeit im Dritten Reich. Ein Beitrag von hjf_mueller.

Die deutsche Firmenerbin Verena Bahlsen behauptet, Zwangsarbeiter seien im Unternehmen ihrer Familie gut behandelt worden. Ihre Äusserungen zeugen eher von Unkenntnis als von Geschichtsrevisionismus. Warum sich die deutsche Wirtschaft bei der Entschädigung derart knauserig verhielt, sollte dennoch wieder einmal ernsthaft diskutiert werden.

Nun hat Verena Bahlsen allerdings gleich zwei Kommunikationsfehler in kurzer Folge begangen. «Mir gehört ein Viertel von Bahlsen, das ist toll», verkündete sie letzte Woche an einer Konferenz namens «Online Marketing Rockstars». Von ihrer Dividende wolle sie sich «’ne Segeljacht und solche Sachen» kaufen. Das mit der Jacht war vermutlich ironisch gemeint, doch Bahlsens Kritiker in den sozialen Netzwerken und in der Politik urteilten nach dem dort üblichen Mechanismus: im Zweifel gegen die Angeklagte. «Wer ein so grosses Vermögen erbt, sollte nicht so abgehoben auftreten», versuchte der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sich auf Bahlsens Kosten eine politische Dividende abzuholen.

Dass es Zwangsarbeitern bei Bahlsen weniger schlecht als anderswo im Deutschen Reich ging, ist durchaus möglich; zu suggerieren, es wäre ihnen gut gegangen, ist dagegen zynisch, und dass sie die gleiche Bezahlung wie deutsche Arbeiter erhielten, schlicht falsch: Das war rechtlich gar nicht möglich, wie der Historiker Ulrich Herbert schreibt. Mit solchen Fragen dürfte sich Verena Bahlsen, die, wie die «Zeit» durchaus bewundernd schreibt, «easy-go-lucky» redet, bisher allenfalls oberflächlich beschäftigt haben. Das soll sich nun ändern: Sie habe erkannt, dass sie sich intensiver mit der Geschichte des Unternehmens auseinandersetzen müsse, reagierte sie am Mittwoch auf Kritik.

Weiterlesen: Neue Zürcher Zeitung
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hjf_mueller Was gibt’s da zu debattieren, wie der Name schon sagt, Zwangsarbeit ist eine Art Sklavenarbeit. Nach 74 Jahre sind Naziverbrechen Weiterhin Verbrechen. Wir brauchen keinen „alternativen Wahrheiten“. HansTheGerman hjf_mueller es hat auch englische und russische Arbeitslager gegeben. Die meisten sagen das die Briten die deutschen Gefangenen besser behandelt haben als die Russen. Muss man das auch als Verharmlosung werten? Nur damit ich in Zukunft auch die richtigen Begriffe verwende.

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