Vaterschaftsurlaub, Das Parlament Sagt Ja Zu Einem Zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub, Schweiz Nachrichten

Vaterschaftsurlaub, Das Parlament Sagt Ja Zu Einem Zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub

Vaterschaftsurlaub: Der Nationalrat sagt Ja zu zwei Wochen

Das Parlament sagt Ja zu einem zweiwöchigen #Vaterschaftsurlaub:

11.09.2019 19:42:00

Das Parlament sagt Ja zu einem zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub :

Der Nationalrat hat einem zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub nach rund sechsstündiger Debatte deutlich zugestimmt.

Eine Allianz von Arbeitnehmer-, Männer- und Frauenorganisationen hatte 2016 eine Initiative für vier Wochen Vaterschaftsurlaub eingereicht. Politiker der Mitte fanden, vier Wochen seien zu viel, die heutige Regel (1 Tag) genüge aber nicht. Sie schlugen als Kompromiss zwei Wochen Vaterschaftsurlaub vor, finanziert über die Erwerbsersatzordnung.

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Im Mai stimmte der Ständerat dem Gegenentwurf deutlich mit 26 zu 16 Stimmen zu. Auch die vorberatende Kommission des Nationalrats empfahl zwei Wochen Vaterschaftsurlaub zur Annahme. Selbst die Finanzkommission des Nationalrats fand, zwei Wochen Urlaub seien aus finanzieller Sicht vertretbar.

Adrian Wüthrich (sp., Bern): Mitglied des Trägervereins der Initiative «Vaterschaftsurlaub jetzt!», wertet die heutige Diskussion als «historisch»: Erstmals hat ein Vaterschaftsurlaub im Schweizer Parlament reale Chancen.

Nadja Pieren (svp., Bern): «Ein guter Vater ist man nur, wenn man dem Kind ein Leben lang oder im Minimum 18 Jahre lang konstant Zeit und Aufmerksamkeit schenkt und nicht nur zwei Wochen nach der Geburt.»Irène Kälin, (Grüne, Aargau): «Wir sind familienpolitisch ein Entwicklungsland.»

Andrea Gmür Schönenberger (cvp., Luzern): «Die Forderung nach einem Elternurlaub heute gefährdet die Forderung nach einem Vaterschaftsurlaub. Wir fahren in der Schweiz gut mit einer Politik der kleinen Schritte. Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.»

Hans-Peter Portmann (fdp., Zürich): «Die heutige junge Generation hat eine andere Lebensphilosophie, als wir sie hatten, sie will nicht nur arbeiten bis zum Herzinfarkt. Ein Vaterschaftsurlaub gehört heute dazu. Eine viel bessere Lösung wäre allerdings der flexible Elternurlaub von 16 Wochen, den die FDP vorgeschlagen hat.»

Thomas Burgherr (svp., Aargau): «Familienpolitik soll keine Staatsaufgabe sein. Auch ist ein weiterer Sozialausbau nicht vertretbar, die Wirtschaft wird durch einen gesetzlichen Vaterschaftsurlaub zu stark belastet. Gefragt sind individuelle und flexible Lösungen, die für KMU anders sein müssen als für den Grossbetrieb.»

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Corrado Pardini (sp., Bern): «Heute geht es um die Frage, in welcher Schweiz wir leben wollen. Die Nationalkonservativen sind bereit zu akzeptieren, dass die Frau gesellschaftlich und strukturell benachteiligt bleibt. Die andere Schweiz aber will, dass die Politik überall da eingreift, wo Rechte und Pflichten von Frau und Mann nicht gleich verteilt sind. Ich bin froh, dass wir heute einen Schritt in die Richtung dieser anderen Schweiz machen.»

Daniel Frei (glp., Zürich): «Eigentlich bräuchten wie einen Elternurlaub, der ist aber leider hier und heute noch nicht mehrheitsfähig. Aber dieser Elternurlaub muss das Ziel am Ende des Prozesses sein, der Vaterschaftsurlaub ist der erste Schritt dahin.»

Yvette Estermann (svp., Luzern): «Es besteht schon heute ein Graben zwischen Eltern und kinderlosen Paaren. Diesen sollten wir nicht noch durch einen Vaterschaftsurlaub ausweiten. Denn Menschen ohne Kinder zahlen heute schon viel Geld für Schulen, Kinderbetreuung und ähnliche Leistungen für Familien.»

Hans-Ulrich Bigler (fdp., Zürich): «Wir haben schon heute massive finanzielle Probleme mit den Sozialversicherungen, angefangen von der AHV über die berufliche Vorsorge bis hin zu den Ergänzungsleistungen. Die Forderungsmentalität, die hier in der Diskussion zutage tritt, ist angesichts dieser Situation verantwortungslos gegenüber den jüngeren Generationen.»

SVP und Wirtschaftsverbände finden, es brauche keinen gesetzlichen Vaterschaftsurlaub. Sie verweisen auf die Kosten für die Wirtschaft und appellieren an die Eigenverantwortung von Vätern und Arbeitgebern. Viele Firmen bieten schon heute einen Vaterschaftsurlaub an, der über das gesetzliche Minimum von einem Tag hinausgeht.

Der Bundesrat will überhaupt keinen gesetzlichen Urlaub für Väter. Er empfahl ein doppeltes Nein. Die Regierung anerkennt in ihrer Stellungnahme, dass ein Vaterschaftsurlaub zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen könne. Wichtiger sei aber der Ausbau von Angeboten zur Kinderbetreuung.

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