Umstrittene Einfuhr – Zoll prüft mysteriöse Goldimporte aus Russland

24.06.2022 19:00:00

Der Import von drei Tonnen Gold von russischen Raffinerien in die Schweiz sorgt international für Schlagzeilen. Nun schaltet sich die Zollverwaltung ein.

Der Import von drei Tonnen Gold von russischen Raffinerien in die Schweiz sorgt international für Schlagzeilen. Nun schaltet sich die Zollverwaltung ein.

Im Mai kamen drei Tonnen Gold russischen Ursprungs in die Schweiz. Unklar ist, wer hinter dem Geschäft steckt. Der Fall machte weltweit Schlagzeilen, nun schalten sich die Behörden ein.

5Die aufsehenerregende Lieferung hat einen Marktwert von 194 Millionen Franken (Symbolfoto).Foto: Martin Rütschi (Keystone)Der Import von drei Tonnen Gold von russischen Raffinerien in die Schweiz sorgt international für Schlagzeilen. Nun schaltet sich die Zollverwaltung ein und kündigte eine Überprüfung der umstrittenen Goldimporte an. Bis heute ist unklar, wer das Gold eingeführt hat und wo die drei Tonnen geblieben sind.

Am Dienstag hatte der Zoll die Mai-Zahlen zu den In- und Ausfuhren publiziert. Dabei wurde bekannt, dass im Mai drei Tonnen Gold aus Russland via Grossbritannien in die Schweiz eingeführt worden sind. Die Lieferung hat einen Marktwert von 194 Millionen Franken.

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Publiziert heute um 14:54 Uhr 5 Die aufsehenerregende Lieferung hat einen Marktwert von 194 Millionen Franken (Symbolfoto).Der Internationale Sportgerichtshof (TAS) hat die Beschwerde von vier nationalen Verbänden gegen die Wiederwahl von FIS-Präsident Johan Eliasch registriert und das erwartete Verfahren eingeleitet.Rund drei Tonnen russisches Gold im Wert von 194 Millionen Franken tauchen im Mai in der Zollstatistik auf – warum ist das bemerkenswert? Trotz Sanktionen ist die Einfuhr von russischem Gold in die Schweiz und auch in die EU zwar legal.Wieso zeigt SRF Kriegsbilder? Box aufklappen Box zuklappen In den Publizistischen Leitlinien von SRF steht zum Thema Kriegsberichterstattung: «Es ist nicht unsere Aufgabe, ein geschöntes Bild der Realität zu liefern.

Foto: Martin Rütschi (Keystone) Der Import von drei Tonnen Gold von russischen Raffinerien in die Schweiz sorgt international für Schlagzeilen. Nun schaltet sich die Zollverwaltung ein und kündigte eine Überprüfung der umstrittenen Goldimporte an. Annullierung der Wahl gefordertDie Verbände fordern die Annullierung der Wahl. Bis heute ist unklar, wer das Gold eingeführt hat und wo die drei Tonnen geblieben sind. Im März und April importierte die hiesige Branche kein Gramm russisches Gold. Am Dienstag hatte der Zoll die Mai-Zahlen zu den In- und Ausfuhren publiziert. Laut den Verbänden aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Kroatien ist die Wahl jedoch anfechtbar, da keine Gegenstimmen möglich waren. Dabei wurde bekannt, dass im Mai drei Tonnen Gold aus Russland via Grossbritannien in die Schweiz eingeführt worden sind. Quellen: Agenturen und SRF.

Die Lieferung hat einen Marktwert von 194 Millionen Franken. Passend zum Thema Die Verbände sollen nun zunächst Stellungnahmen austauschen. WWF Schweiz spricht gar von bis zu 70 Prozent. Der Import von Gold aus Russland ist laut den Sanktionsregeln weiterhin erlaubt. Allerdings ist seine Ausfuhr seit dem 7. Der Zeitpunkt der TAS-Entscheidung ist offen. März verboten, wie der Zoll betont. Auch der Verband der Schweizer Edelmetallindustrie hält fest: Von seinen 14 Mitgliedern, die für 100 Prozent des in der Schweiz geschmolzenen und raffinierten Edelmetallvolumens sorgen, sei keines für die besagte Einfuhr verantwortlich. Schweiz ist Drehscheibe im Goldhandel Der Import der drei Tonnen war zudem die erste Goldeinfuhr aus Russland seit der Invasion in die Ukraine – entsprechend sorgte das Geschäft für Aufsehen.06.

Die Schweiz ist ein wichtiger Umschlagplatz im Goldhandel, rund 40 Prozent des weltweit geförderten Goldes werden hierzulande verarbeitet, der WWF spricht gar von 70 Prozent. Aber wer importiert Gold in die Schweiz, wenn man es nicht mehr ausführen kann? Der Verband der Goldhändler und Verarbeiter AFCMP, zu deren 14 Mitgliedern alle namhaften Raffinerien wie Argor Heraeus oder Metalor gehören, erklärte am Donnerstag, dass seine Mitgliedsunternehmen nichts damit zu tun hätten. abspielen. Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit teilt aus Datenschutzgründen nicht mit, an wen das russische Gold ging. «Auch wenn die Schweizer Gesetze und Sanktionen keine Goldimporte aus Russland verbieten, betont der AFCMP, dass Gold zweifelhaften Ursprungs keinen Platz in der Schweiz hat», erklärte der Verband. Weltlabel entzogen Die weltweite Branchenvereinigung LBMA (London Bullion Market Association) hatte Gold russischen Ursprungs ebenfalls am 7.. März sein Label entzogen, womit es de facto einem Handelsverbot unterliegt. Etwa ein privater Investor, der das Gold in der Schweiz zwischenlagert und erst später raffiniert.

Es gilt daher als wenig wahrscheinlich, dass ein Unternehmen der Schweizer Uhren- und Schmuckindustrie das Gold eingeführt hat. Denn sollte herauskommen, dass ein Schweizer Hersteller von Luxusuhren russisches Gold verwendet, würde das für die entsprechende Marke einen gehörigen Reputationsschaden bedeuten. Waren und Edelmetalle in einem Zollfreilager gelten rechtlich nicht als eingeführt.» Swissaid hält es für plausibel, dass es sich dabei um verschleiertes russisches Gold handelt. Kenner der Goldszene vermuten, dass das Gold möglicherweise von einem privaten Investor als Wertanlage eingebunkert wird. Möglich sei auch, dass das Gold bisher in einem der Schweizer Zollfreilager lag.

Denn Waren und Edelmetalle in einem Zollfreilager gelten rechtlich nicht als eingeführt; erst, wenn die Ware das Lager wieder verlässt, gilt sie als importiert und wird vom Zoll erfasst.06. Es könnte also sein, dass die fraglichen drei Tonnen schon vor dem Krieg in die Schweiz kamen und bis Mai in einem Zollfreilager schlummerten. Ist das fragliche Gold vor dem 7. März gefertigt worden, dürften Schweizer Raffinerien und Händler es auch weiterverkaufen oder verarbeiten. Laufzeit 38 Sekunden. Der Zoll nimmt den Fall nun unter die Lupe.

Über die Dauer der Untersuchung machte eine Zollsprecherin keine Angaben. Holger Alich ist stellvertretender Leiter des Wirtschaftsressorts. Auch wenn betreffend der gestiegenen Goldimporte aus Dubai «keine konkreten Hinweise auf darin enthaltenes russisches Gold» bestehen, beobachte man die Veränderungen der Einfuhren «aufmerksam». Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Banken und die Pharma-Branche. Davor arbeitete der Volkswirt als Korrespondent aus Paris und Zürich für das deutsche Handelsblatt. Das journalistische Handwerk hat er an der Kölner Journalistenschule gelernt. Unter anderem wollte er wissen, was der Bundesrat unternimmt, um die Herkunft von Gold zu kontrollieren und weshalb das Ursprungsland nicht deklariert werden muss.

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