Twitter-Zoff – «Mobbing gegen Studierende» – Unispital-Mediziner kassiert Shitstorm

14.01.2022 19:42:00

Bekannter Zürcher Professor brüskiert Studierende mit Tweet über unfähige Prüflinge – jetzt tobt ein Shitstorm.

Bekannter Zürcher Professor brüskiert Studierende mit Tweet über unfähige Prüflinge – jetzt tobt ein Shitstorm.

Nach der falschen Antwort eines Studierenden habe er rituellen Selbstmord begehen wollen, witzelte Neuropathologe Adriano Aguzzi auf Twitter. Studierende werfen dem Mediziner nun respektloses Verhalten vor.

USZ«Ich finde es absolut unprofessionell, unangebracht und respektlos, sich so über Lernende zu äussern», sagt eine Studentin dazu.Der renommierte Neuropathologe Adriano Aguzzi äussert sich in mehreren Tweets zu den Prüfungen seiner Studierenden.

Adriano Aguzzi, Leiter des Instituts für Neuropathologie am Universitätsspital Zürich und Professor an der Universität Zürich, äusserte sich am Donnerstag in einer Reihe von Tweets über die Antworten in den Pathologie-Prüfungen seiner Studierenden. Unter anderem schrieb er, dass er nach einer falschen Antwort rituellen Suizid begehen wollte: «Pathologieprüfungen, Staffel 1, Folge 2. Ein Kandidat sagte mir, dass Fibrin aus Fibroblasten besteht. Ich habe dann (erfolglos) versucht, Seppuku mit einer Lanzette zu begehen.»

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Zusätzlich gibt es an der Universität Zürich Vorlesungen und nimmt Prüfungen ab. USZ Auf Twitter äusserte er sich zu den Prüfungsresultaten der Studierenden. Selbst Kevin Suter, der Vertreter der Tabakindustrie, hat dazu eine klare Meinung: «Kinder und Jugendliche, also Minderjährige, sollten nicht rauchen und auch keinen Zugang zu diesen Produkten haben. Twitter/AdrianoAguzzi «Ich finde es absolut unprofessionell, unangebracht und respektlos, sich so über Lernende zu äussern», sagt eine Studentin dazu. Diese sehen den Klimawandel gerne als Ergebnis kapitalistischer Strukturen und propagieren darum als Lösung Bescheidenheit und Verzicht. Andrea Zahler / Tamedia AG Darum gehts Der renommierte Neuropathologe Adriano Aguzzi äussert sich in mehreren Tweets zu den Prüfungen seiner Studierenden. Mehrheit der Jugendlichen konsumiert TabakprodukteUneinig ist sich die Runde darüber, wie man Jugendliche vom Rauchen abhält. Sein als Witz gemeinter Kommentar, nach einer falschen Antwort Suizid begehen zu wollen, stösst jedoch auf heftige Kritik von Studierenden. Vor allem der Entscheidungssatz wogte hin und her.

Aguzzi hat die Tweets mittlerweile gelöscht und sich entschuldigt. Lungenarzt Alexander Möller – ebenfalls Gast im «Club» und Mitglied des Initiativkomitees – führte eine Studie mit rund 3500 Kindern und Jugendlichen aus dem Kanton Zürich durch: «Bereits 30 bis 40 Prozent der 15-Jährigen konsumieren immer wieder Tabakprodukte. «Mit Twitter habe ich nur Ärger», so der Mediziner. «Vielleicht lasse ich bald ganz die Finger davon. Rund 70 Prozent der Jugendlichen würden angeben, dass sie einmal oder wiederholt Zigaretten, E-Zigaretten oder Shisha probiert hätten oder regelmässig rauchten.» Adriano Aguzzi, Leiter des Instituts für Neuropathologie am Universitätsspital Zürich und Professor an der Universität Zürich, äusserte sich am Donnerstag in einer Reihe von Tweets über die Antworten in den Pathologie-Prüfungen seiner Studierenden. Unter anderem schrieb er, dass er nach einer falschen Antwort rituellen Suizid begehen wollte: «Pathologieprüfungen, Staffel 1, Folge 2.01. Hängepartie gegen Dodin gewonnenDamit endete für Bencic ein ereignisreicher und kräftezehrender Tag ohne Happy End.

Ein Kandidat sagte mir, dass Fibrin aus Fibroblasten besteht. Ich habe dann (erfolglos) versucht, Seppuku mit einer Lanzette zu begehen. abspielen Welchen Einfluss hat die Werbung?Ein Grund, früh mit Rauchen anzufangen, sei die Tabakwerbung, sind die Initianten für ein Tabakwerbeverbot überzeugt und tragen auf ihrer Webseite verschiedene Studien zusammen, die diesen Zusammenhang belegen.» Seppuku und Lanzette – was ist das? Als Seppuku wird der rituelle Suizid bezeichnet, im Westen ist er auch als Harakiri (von Bauch schneiden) bekannt. Beim Seppuku wird der Bauch mit einem Kurzschwert oder Dolch nach strengen Regeln aufgeschlitzt. 01:48 Video Damian Müller: «Es werden weitere Produkte kommen» Aus Club vom 11. Während der japanischen Feudalzeit war die Suizidart den Samurai vorbehalten und stellte ein Privileg dar.

Ein Mann, der wegen einer Pflichtverletzung sein Gesicht verloren hatte, konnte durch Seppuku seine eigene oder die Ehre seiner Familie wiederherstellen.2022. Im Gegensatz zum christlichen Glauben ist die Selbsttötung in Japan keine Sünde. Als Lanzette wird ein Medizinprodukt bezeichnet, das verwendet wird, um schnell eine kapillare Blutprobe zu gewinnen. Und weiter: «Werbung ist nicht Treiber für den Tabakkonsum von Jugendlichen. Die Stahlklinge einer Lanzette ist nur wenige Millimeter lang, ein Plastikgriff ermöglicht es, das Instrument mit den Fingerspitzen zu halten. Bei den Studierenden der medizinischen Fakultät kommt das nicht gut an: «Ich finde es absolut unprofessionell, unangebracht und respektlos, sich so über Lernende zu äussern. Gründe für den Einstieg in den Konsum von Tabakprodukten und Alternativprodukten sind vielmehr die Neugier, etwas Neues auszuprobieren, Gruppendruck und das persönliche Umfeld.

Ganz offensichtlich nimmt er sich selbst und sein Fach Pathologie viel zu wichtig», sagt etwa eine Medizinstudentin, die anonym bleiben möchte. Das Verhalten entspreche nicht dem öffentlichen Amt, das er bekleide, so die 25-Jährige. Die Studie, auf die das Nein-Komitee sich berufe, werde falsch zitiert, teilt die Stiftung auf Anfrage des «Club» mit: «Die Interpretation der Studie ist eine Irreführung der Bevölkerung. Kritik von Studierenden Auch auf der App Jodel wird der Post rege diskutiert: «Ich finde es tragisch, dass man das Gefühl hat, dass Mobbing und öffentliche Blossstellung akzeptierbar sei. Ich habe keine Lust, mit so einer Person zusammen zu arbeiten oder dieser unterstellt zu sein», schreibt eine Person. Fast 90 Prozent der Konsumierenden gaben die Neugier an. Ein weiterer User findet: «Ich finde es völlig daneben, dass er als Prüfer solche Sachen veröffentlicht.

» Von verschiedenen Personen wird gefordert, dass das Uni-Dekanat das Prüfungsmandat Aguzzis streicht – nicht zuletzt, da es sich offenbar nicht um den ersten negativen Kommentar gegen seine Studierenden handelt. Gruppendruck und persönliches Umfeld wurde gar nicht abgefragt. Als Aguzzi im Dezember 2019 etwa erstmals Vorlesungen vor ETH-Medizinstudenten hielt, schrieb er: «Als UZH-Professor schmerzt es mich zu sagen, dass die ETH-Med-Studenten 1000-mal interessierter, interaktiver, aufmerksamer und sachkundiger waren als ihre Kollegen an der UZH.» Der Tweet ist längst gelöscht, im jedoch noch abrufbar. Für «Sucht Schweiz» gebe es keine Zweifel daran, dass Werbung einen Effekt auf Jugendliche habe. «Mit Twitter habe ich nur Ärger» Auch die Tweets von Donnerstag hat Aguzzi mittlerweile gelöscht. Auf der Plattform hat er sich zudem entschuldigt. (…) Wir werden diese Fussnote nun im Argumentarium ergänzen.

«Es tut mir leid, dass mein kläglicher Humor-Versuch so schlecht angekommen ist», sagt er auf Anfrage von 20 Minuten. Er habe wirklich nur einen Witz machen wollen. «Von ‹shaming› kann nur die Rede sein, wenn jemand öffentlich blossgestellt wird, was ich natürlich nicht getan habe.» Im Gegenteil – er habe viele Bestnoten vergeben, und sogar einem Studierenden gleich nach der Prüfung eine Stelle angeboten, weil er von seinem Wissen beeindruckt gewesen war, so Aguzzi. In seinen 30 Jahren als Prüfer hätten zahlreiche seiner Prüflinge tolle Karrieren gemacht, betont der Mediziner.

«Meine Prüfungen waren nie unfair. Es ist aber normal, dass sich Studierende über ihre Professoren aufregen, wenn sie durch die Prüfung rasseln.» Gleichzeitig sei es auch seine Aufgabe, jenen Personen mit ungenügenden Kenntnissen nicht einfach einen Freipass auszustellen. Er sehe jedoch ein, dass seine Tweets missverständlich interpretiert werden konnten. «Mit Twitter habe ich nur Ärger», so Aguzzi.

«Vielleicht lasse ich bald ganz die Finger davon.» My 20 Minuten Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben! Deine Meinung .