Swisscasinos-Online-Roulette: Zocker meldet Betrugsverdacht - Blick

In allen Casinos gesperrt: Zocker meldet Betrugsverdacht bei Online-Roulette

15.2.2020

In allen Casinos gesperrt: Zocker meldet Betrugsverdacht bei Online-Roulette

Weil er Swisscasinos wegen ihres Online-Casinos und der Bonusprogramme kritisiert hat, ist Kuno F. aus Weggis LU nun schweizweit gesperrt. Ihm wird vorgeworfen, ein Spielproblem zu haben, weil er trotz Kritik spielt.

Flavio Razzino Siggi Bucher 1/7 Im Oktober 2019 bemerkt F. aus Greppen LU, der beim Online-Roulette immer abwechselnd auf Rot und Schwarz setzt, dass der Roulette-Anbieter darauf zu reagieren scheint. Screenshot 2/7 «Mir fiel auf, dass immer dann, wenn ich mich eingeloggt hatte, sich die Farben Rot und Schwarz bis zu 14-mal hintereinander abwechselten! Natürlich immer so, dass ich mit demselben System danebenlag», so Kuno F. Keystone 3/7 Rückmeldung sowohl der ESBK als auch von Swisscasinos: Das Video würde keinen Beweis liefern, dass das Roulette manipuliert werde. Damit ist für sie die Sache erledigt. 6/7 keystone-sda.ch 7/7 Erst in den AGB wird ersichtlich, dass man damit an harte Umsatzbedingungen gebunden wird. Nutzer müssen nun nämlich zuerst innert eines Monats 35-mal den Bonusbetrag als Einsatz setzen, bevor der erste Franken Gewinn ausbezahlt wird. Um zu begreifen, was das bedeutet, brauche man aber einen Taschenrechner, sagt F. Kuno F.* (52) aus Greppen LU muss zum Psychologen. Nicht weil er es will, sondern um eine ihm auferlegte Spielsperre aufzuheben. F. spielt nämlich gerne in Online-Casinos um Geld – am liebsten Roulette. Doch weil er Swisscasinos angebliche Manipulationen beim Online-Roulette gemeldet hat und ein unrealistisches Lockvogelangebot bei der Neuregistrierung kritisierte, hat ihn das Casino landesweit gesperrt. «Die wollen mich mundtot machen, anders kann ich die Sperrung nicht verstehen», sagt F. Kritik am Online-Roulette Im Oktober 2019 bemerkt der Zocker, der beim Online-Roulette jeweils abwechselnd auf Rot und Schwarz setzt, dass der Roulette-Anbieter auf seine Taktik zu reagieren scheint. «Mir fiel auf, dass immer dann, wenn ich mich eingeloggt hatte, bis zu 14-mal hintereinander die Farben Rot und Schwarz wechselten! Immer so, dass ich danebenlag», so Kuno F. Er filmt die Auffälligkeiten und konfrontiert damit Swisscasinos und die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK). Diese muss Online-Geldspiele prüfen und freigeben. Rückmeldung sowohl der ESBK als auch von Swisscasinos: Das Video sei kein Beweis dafür, dass das Roulettespiel manipuliert sei. Damit ist für sie die Sache erledigt. F. fertigt hingegen zwei weitere Filme an, um zu zeigen, dass das kein Zahlenzufall war. Unrealistische Umsatzbedingungen Zweiter Kritikpunkt von F., mit welchem er zeitgleich an Swisscasinos gelangte: Bei Bonusangeboten können Spieler um ihren Gewinn geprellt werden. So bietet Swisscasinos bei der ersten Registrierung etwa den Deposit-Bonus an. Zahlt jemand 100 Franken auf sein Spielkonto ein, verspricht Swisscasinos, 100 zusätzliche Franken draufzulegen, wenn man dieses Bonusprogramm bestellt. Erst in den AGB wird ersichtlich, dass man damit an harte Umsatzbedingungen gebunden ist. Nutzer müssen nämlich innert eines Monats 35-mal den Bonusbetrag als Einsatz setzen, bevor der erste Franken Gewinn ausbezahlt wird. Games aus dem Ausland – trotz neuem Geldspielgesetz Das neue Geldspielgesetz (seit 2019 in Kraft) hat ausländische Glücksspielanbieter aus dem Schweizer Markt ausgesperrt. Nur Schweizer Casinos dürfen noch Online-Glücksspiele mit Echtgeld anbieten. Die Casinos waren während des Abstimmungskampfes lautstarke Befürworter. Hauptargument: Schweizer Casinos garantieren dem Spieler Schutz vor Betrug und Manipulationen. Gewinne und Guthaben auf Spielerkonten werden bei ihnen garantiert ausbezahlt. Illegale ausländische Casinos hingegen «werden nicht von den Schweizer Behörden kontrolliert und bieten keinen Schutz vor Spielsucht und Manipulationen», so die Argumente des Verbandes Schweizer Casinos. Nur: Die Live-Spiele werden aus dem Ausland eingekauft. Das Online-Roulette etwa von der Firma Playtech, deren Hauptsitz in der britischen Steueroase auf der Isle of Man liegt. Die Roulette-Tische stehen in Hallen in Manila (Philippinen) oder Riga (Lettland). Flavio Razzino Wer also 100 Franken einzahlt, muss innerhalb eines Monats 3500 Franken setzen, um überhaupt erst gewinnen zu können. «Bei Live-Spielen wie Roulette, aber auch Black Jack werden sogar nur zehn Prozent des Einsatzes angerechnet. Dann müssten innerhalb eines Monats also bereits 35 000 Franken gesetzt werden, um die Umsatzbedingungen erfüllen zu können», so F. Sein Urteil: Pure Abzocke! Kritik auch von Suchtstelle Nebst Swisscasinos bieten auch alle anderen Schweizer Casinos mit Online-Spielen solche Programme an. Tatsächlich sind sie aber höchst umstritten. Die Fachstelle Sucht Schweiz fordert gar ein Verbot. Mediensprecherin Monique Portner-Helfer: «Diese Programme setzen Druck auf die Spielenden aus, im Sinne von: ‹Nur wenn du genug spielst, zahlt es sich aus.› Wir denken, dass es dem Spielerschutz widerspricht, solche Gewinnvorstellungen zu fördern, und fordern deshalb ein Verbot.» Swisscasinos wendet den Spielerschutz stattdessen lieber direkt beim Kritiker an. Es ist Thomas Cavelti, der Chef von Swisscasinos persönlich, der im November Kuno F. nach dessen Kritik aussperrt. F. darf seither in der Schweiz kein Casino mehr betreten – und sich auch nicht mehr für andere Online-Casinos anmelden. F. ist perplex. Laut Gesetz sind Spielcasinos nur dann verpflichtet, eine Spielsperre auszusprechen, «wenn der Verdacht besteht, dass ein Gast überschuldet ist, seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann oder Spieleinsätze riskiert, die in keinem Verhältnis zu seinem Einkommen und Vermögen stehen». F. ist aber nicht überschuldet – das bestätigt sogar Cavelti von Swisscasinos und schreibt dennoch: «Wir müssen trotzdem ein Spielproblem bei Ihnen vermuten, da Sie trotz grosser Unzufriedenheit mit unserem Angebot immer weiter und weiter spielen!» Zur Sperre möchte man keine direkte Stellung nehmen Auf die Sperre von Kuno F. angesprochen, will Swisscasinos-Sprecher Marco Zemp nicht Stellung nehmen. «Darüber geben wir keine Auskunft», sagt er. Grundsätzlich nehme man das Thema Spielsucht aber sehr ernst: «Nicht weil wir es müssen, sondern weil wir überzeugt sind, dass es richtig ist. Wenn der Verdacht eines Spielproblems besteht, sind wir verpflichtet, diese Spielerinnen und Spieler zu sperren.» Die Bonusspiele hält das Casino jedoch nicht für problematisch. «Die Bedingungen unserer Boni sind transparent und auf unserer Website einsehbar», so Zemp. Zudem könne der Echtgeld-Einsatz immer ausbezahlt werden. Nicht aber Gewinne. «Dafür müssen erst die Umsatzbedingungen erfüllt werden», bestätigt Zemp. Einzig: Wer spielt in Casinos, wenn er keine Chance hat, sich den Gewinn auszahlen zu lassen? * Name geändert Weiterlesen: BLICK

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