Super-G in Wengen – Marco Odermatt – oder warum auf einmal alle rätseln

13.01.2022 20:01:00

Marco Odermatt dominiert - und nach dem Super-G in Wengen fragt sich so mancher Konkurrent: Wer kann ihn stoppen?

Marco Odermatt dominiert - und nach dem Super-G in Wengen fragt sich so mancher Konkurrent: Wer kann ihn stoppen?

Der Dominator dieses Winters triumphiert auch am Lauberhorn. Nach seinem sechsten Saisonsieg ist die Konkurrenz beeindruckt und findet auf gewisse Fragen keine Antworten.

Foto: Raphael Moser (Tamedia)Odermatt hier, Odermatt da, Odermatt überall. 13 Rennen ist er gefahren in diesem Winter, neunmal ist er auf dem Podest gestanden, sechsmal hat er triumphiert. Im Gesamtweltcup beläuft sich sein Vorsprung auf den ersten Verfolger Kilde auf fast 400 Punkte – ereignen sich nicht alle Skiwunder dieser Welt in den nächsten zwei Monaten, wird ihm die grosse Kristallkugel nicht mehr zu nehmen sein.

Kurz vor der Traumfahrt: Marco Odermatt im Starthaus des Wengener Super-G.«Ich frage mich: Wie können wir ihn aufhalten?»Gar von einem «Jahrhunderttalent» spricht der Deutsche Josef Ferstl, immerhin zweifacher Sieger eines Super-G. «Einen wie ihn habe ich selten gesehen. Nun ist Marco auch noch körperlich stärker geworden.» Vor laufender Kamera gar den Hut zieht Matthias Mayer, der das Rennen als Dritter beendet. Im Gespräch mit dem Platzspeaker sagt er denn auch, dass er eigentlich nicht mehr wisse, was er noch sagen solle zu Odermatts grossartigen Darbietungen.

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Super-G in Wengen – Odermatt triumphiert mit einer Traumfahrt am LauberhornNach dem Sieg im Riesenslalom von Adelboden reüssiert der Nidwaldner auch im Super-G in Wengen. Dafür zählt Beat Feuz zu den Geschlagenen.

Sieg im Super-G von Wengen – Teufelskerl Odermatt mit Machtdemonstration bei Premiere!Die Ski-Party am Lauberhorn beginnt am Donnerstag mit einem Heimsieg: Marco Odermatt bestreitet sein erstes Rennen in Wengen und gewinnt gleich den ersten Super-G am Lauberhorn seit 28 Jahren. Eifach nume geil odi odi

Super-G Wengen - Beat Feuz stürzt beinahe – Dominik Paris übernimmt die FührungNach 28 Jahren wieder ein Super-G am Lauberhorn: Fährt Marco Odermatt bei seiner Wengen-Premiere aufs Podest? Das Rennen live.

Super-G am Lauberhorn - Macht Rogentin in Wengen den nächsten grossen Schritt?Stefan Rogentin zeigt sich vor dem SuperG in Wengen in Topform. Wie blickt der Bündner auf das Heimrennen am Lauberhorn? srfsport srfski Weltcup

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Nach Wengen ist Schluss – Mit Janka geht einer der ganz GrossenDer Rücken zwingt den Bündner zur Aufgabe. Der 35-Jährige hat noch einmal alles gegeben für ein Comeback. Am Lauberhorn fährt der Olympiasieger seine letzten Rennen.

5 Kommentare 5 Was für ein Schweizer Auftakt ins Wengen-Wochenende: Marco Odermatt triumphiert vor Aleksander Kilde (l.Publiziert heute um 12:17 Uhr 0 Kommentare Marco Odermatt läutet das Lauberhorn-Wochenende aus Schweizer Sicht perfekt ein.Donnerstag, 13.Feuz verhindert einen schlimmen Sturz Beat Feuz vermeidet Sturz Feuz gelingt ein toller Start bis der Schweizer einen üblen Sturz vermeiden kann.

) und Matthias Mayer (r.). Zentnerschwer hatte die Last auf seinen Schultern gewogen, im Riesenslalom-Klassiker in Adelboden reüssieren zu müssen . Foto: Raphael Moser (Tamedia) Zumindest etwas bereitet ihm dann doch noch Mühe. Was war das für ein herrliches Rennen. Marco Odermatt steht vor einer Schar Westschweizer Journalisten, er lässt sein Rennen auf Französisch Revue passieren, mit dem ihm eigenen Nidwaldner Akzent und immer wieder mal auf der Suche nach der passenden Formulierung. Entsprechend hielt er anschliessend fest, er habe diesen Tag nicht geniessen können. Hat auf der Piste jeder Schwung gesessen, findet er nun nicht jedes Wort. Franz löst Walder ab Max Franz ist im Ziel mit der neuen Bestzeit.

Und man erhält die Gewissheit: Auch dieser junge Mann ist nicht perfekt. Obwohl er auf dieser Strecke keine Erfahrung hat, meistert er sie in einem Guss. Machets guet und bliibet gsund! Beat Feuz zum Rennen «Es war eine kurze Schrecksekunde bei meinem Fast-Sturz. Und doch fragen sich viele an diesem wunderbaren Wintertag in Wengen: Wer kann ihn stoppen? Was kommt noch alles von ihm? Odermatt gewinnt den Super-G am Lauberhorn, vor dem Norweger Aleksander Kilde, der zuletzt dreimal in Serie siegte in dieser Sparte. Im zweiten Streckenabschnitt fährt der Schweizer in einer eigenen Liga. Noch nicht einmal Aleksander Kilde, der die letzten drei Rennen de suite gewann. Odermatt hier, Odermatt da, Odermatt überall.» Das sagt der Sieger über die Causa Kriechmayr «Ich fände es gut, wenn Vincent Kriechmayr die Abfahrten bestreiten darf. 13 Rennen ist er gefahren in diesem Winter, neunmal ist er auf dem Podest gestanden, sechsmal hat er triumphiert. Marco Odermatts Zieleinfahrt in Wengen. Dann unterlief ihm aber ein Fehler, der auch böse hätte enden können.

Im Gesamtweltcup beläuft sich sein Vorsprung auf den ersten Verfolger Kilde auf fast 400 Punkte – ereignen sich nicht alle Skiwunder dieser Welt in den nächsten zwei Monaten, wird ihm die grosse Kristallkugel nicht mehr zu nehmen sein. «Dann würde ich nicht alt werden» Ihm würden die Worte fehlen, sagt Odermatt, wieder so ein unglaublicher Tag sei es, meint der 24-Jährige. Für den Nidwaldner scheint es derzeit kaum Grenzen zu geben: Sechs Rennen hat er in dieser Saison bereits gewonnen (2 Super-Gs, 4 Riesenslalom). Aber eben - ich würde mich freuen, wenn er startet», so Odermatt. Allzu viel hatte er sich nicht ausgerechnet für diesen Super-G, der an und für sich eher den Abfahrern entgegenkam. Frisch von der Leber weg sei er gefahren, mit weit weniger Druck als noch in Adelboden, als der Sieg fast ein Muss war für ihn. Schreckmoment bei Feuz In diesen wiederum steht natürlich Beat Feuz im Fokus. «Aber ganz ehrlich: Hätte ich immer diese Anspannung wie letzte Woche, würde ich nicht alt werden. Ich bin schon ein wenig enttäuscht. Er kommt mit 64 Hundertstel Vorsprung auf Ganong ins Ziel.

» Kurz vor der Traumfahrt: Marco Odermatt im Starthaus des Wengener Super-G. Im Super-G allerdings fährt ihm der Schreck gehörig in die Glieder. Foto: Ela Çelik (Tamedia) Der Sieg in Wengen, sein bereits zehnter im Weltcup, hat gewiss nicht denselben Stellenwert wie jener fünf Tage zuvor in Adelboden. Zumal am Donnerstag die Zuschauer fehlen. Besser macht es Stefan Rogentin. Vielleicht werde ich erst in Kitzbühl das nächste Mal starten. Und doch sagt Odermatt, es sei gewaltig, was bei ihm gerade abgehe. Die Superlative, sie gehen einem langsam aus. in Gröden und 7. Los gehts! Travis Ganong eröffnet den Super-G von Wengen.

Und das Staunen bei der Konkurrenz, es wird grösser und grösser.» Odermatt lobt auch seinen Servicemann. Wer sich im Fahrerfeld umhört, merkt rasch: Odermatt beeindruckt schwer. Ebenfalls gute Auftritte gelingen Nils Hintermann (14. Und lässt die Konkurrenz rätseln. «Ich frage mich: Wie können wir ihn aufhalten?» Doppelweltmeister Mathieu Faivre Mathieu Faivre, immerhin Weltmeister im Riesenslalom und Parallelwettbewerb sagt: «Wir befürchteten es schon vor einigen Jahren: Dass dieser Kerl kommen und uns alle abhängen wird.). «Ich werde morgen wieder voll angreifen und schauen, was möglich ist. Er hat seine Zeit gebraucht, aber jetzt ist er da und schlägt zu. Vincent Kreichmayr, der erst gestern Abend um 22.

Er kann als Einziger in drei Disziplinen Massstäbe setzen. Er fungiert als Vorsitzender des Berner Sport-Teams sowie als Stellvertreter der Ressortleitung. Und ich frage mich: Wie können wir ihn aufhalten?» Gar von einem «Jahrhunderttalent» spricht der Deutsche Josef Ferstl, immerhin zweifacher Sieger eines Super-G. Auch er erreichte zwischenzeitlich fast 140 km/h. «Einen wie ihn habe ich selten gesehen. Publiziert heute um 12:17 Uhr Fehler gefunden?. Nun ist Marco auch noch körperlich stärker geworden.» Vor laufender Kamera gar den Hut zieht Matthias Mayer, der das Rennen als Dritter beendet.03 Sekunden Vorsprung auf Odermatt. Ich habe mich an die Quarantäne-Vorschriften gehalten in Österreich.

Im Gespräch mit dem Platzspeaker sagt er denn auch, dass er eigentlich nicht mehr wisse, was er noch sagen solle zu Odermatts grossartigen Darbietungen. Sein österreichischer Teamkollege Daniel Danklmaier (10.) hingegen resümiert: «Er baut quasi in jeder Kurve Speed auf, das macht er besser als alle anderen. Starke Fahrt von James Crawford Der Kanadier zeigt einen ganz starken Aufritt und fährt mit Startnummer 23 auf den fünften Platz. Ich frage ihn zwar oft, aber ich weiss noch immer nicht, wie der das hinkriegt.» «Er kann hier dreimal gewinnen» Nun, Odermatt steigt all das Lob kaum zu Kopf. Vincent Kriechmayer will die Lauberhorn-Abfahrt bestreiten, obwohl er kein einziges Training absolviert hat.

Viel zu geerdet ist er dafür. Beim Haneggschuss ging ein wenig verloren. Er zähle sich in den Abfahrten vom Freitag und Samstag nicht zum engsten Favoritenkreis, sagt er jedenfalls. Aleksander Kilde hingegen stellt klar: «Marco kann hier dreimal gewinnen.» In der ganzen Schwärmerei um Odermatt geht beinahe unter, dass der erste Super-G in Wengen seit 28 Jahren zu begeistern vermag.» Meillard auf Platz 11 Wenn das so bleibt, ist es das beste Super-G-Resultat für Loic Meillard. Viel Tempo ist im Kurs drin, es mangelt nicht an Action, die Replik der meisten Fahrer: Dieses Rennen hätte durchaus seinen Fixplatz im Kalender verdient. An zweiter Stelle kommt Aleksander Aamodt Kilde, mit 469 Punkten, also fast die Hälfte des Adelboden-Riesen-Gewinner.

Marco Odermatts Zieleinfahrt in Wengen. Video: SRF Die übrigen Schweizer können nicht mit den Besten mithalten.36 Sekunden hinter Odermatt. Stefan Rogentin wird als zweitbester der Einheimischen 11. – seinen Olympiastartplatz hat der seit Wochen überraschend schnelle Bündner damit wohl auf sicher. Niels Hintermann und Loïc Meillard werden 14. Jetzt kommt Stefan Rogentin Nun kommt ein weiterer Schweizer. Der Adelboden-Gewinner ist das erste Mal am Lauberhorn mit dabei.

und 15. Beat Feuz erlebt einen Schreckmoment, nach einem Verschneider kann er einen Sturz gerade noch verhindern und wird 24. Doch zurück zu Odermatt: Rivale Kilde sagt, dieser fahre taktisch sehr intelligent, reite auf einer unglaublichen Erfolgswelle. «Aber hey, unschlagbar ist er nicht.» Wobei der drittplatzierte Mayer meinte: «Gut, fährt Marco nicht auch noch Slalom. 2 Kommentare.

Würde er den trainieren, wäre er auch in dieser Disziplin spitze.» Philipp Rindlisbacher ist seit 2008 für Tamedia tätig. Er fungiert als Vorsitzender des Berner Sport-Teams sowie als Stellvertreter der Ressortleitung. Zudem begleitet er den Ski-Zirkus vor Ort und aus der Ferne, berichtet über Eishockey und den Schwingsport. Publiziert heute um 15:50 Uhr Fehler gefunden? .