Bannon, Steve Bannon: «Nach Der Wahl Wird Jeder Tag İn Brüssel Stalingrad Sein», Interview

Bannon, Steve Bannon: «Nach Der Wahl Wird Jeder Tag İn Brüssel Stalingrad Sein»

Steve Bannon im Interview: Brüssel wird zu Stalingrad

Steve #Bannon, der frühere Chefstratege von Donald Trump, will die Rechtspopulisten in Europa stärken und vernetzen. @MarcFelixSerrao hat ihn zum Interview getroffen.

16.5.2019

Steve Bannon, der frühere Chefstratege von Donald Trump, will die Rechtspopulisten in Europa stärken und vernetzen. MarcFelixSerrao hat ihn zum Interview getroffen.

Steve Bannon, der frühere Chefstratege von Donald Trump, arbeitet seit Monaten daran, Europas Rechtspopulisten zu stärken und miteinander zu vernetzen. Die etablierten Parteien stünden kurz vor dem Nervenzusammenbruch, sagt er. Ein Interview über die Rückkehr des Nationalismus, russische Panzer, chinesische Aggressionen und ein Leben ohne Hierarchien.

Ihr Freund Farage lag in Grossbritannien in den Umfragen zuletzt bei 34 Prozent.

Nach der Wahl wird jeder Tag in Brüssel Stalingrad sein. Die Nationalisten werden zusammenarbeiten. Durch die Vernetzung wird etwas möglich sein, was ich «command by negation» nenne: Du kannst deinen Willen nicht durchsetzen, weil du keine Mehrheit hast, aber du kannst Dinge blockieren. Dadurch verändert sich die Situation grundlegend. Lassen wir die Briten und den Brexit kurz einmal ausser acht: Von den Parteien, mit denen ich rede, will keine die Europäische Union verlassen. Was die wollen, ist ein Europa der Nationen. Es gibt zwei grundlegende Philosophien bei dieser Wahl, und das macht sie für die Bürger so wichtig. Auf der einen Seite steht Macron mit seinem «Renaissance»-Bündnis, für das er überall Anzeigen schaltet. Sein Ziel entspricht dem Programm der Globalisten: die Vereinigten Staaten von Europa. Deutschland soll so etwas wie North Carolina werden, und Frankreich South Carolina. Nationen als Verwaltungseinheiten einer zentralen Bürokratie. Macron will die Aussenpolitik zentralisieren, er will eine EU-Armee errichten.

Es gibt keine Mehrheit für die Vereinigten Staaten von Europa oder die Abschaffung der Nationalstaaten. Das gilt auch für die etablierten Parteien, und es gilt erst recht für deren Basis.

Und genau deshalb hat Macron diese Dinge jetzt auf den Tisch gepackt. Das will er ändern. Und die Basis der Parteien weiss es nicht. Europawahlen haben hier immer auf Seite fünf der Zeitungen stattgefunden. Aber dieses Mal gibt es eine Debatte. Und ein echtes Alternativangebot: Salvini, Orban, Le Pen, AfD. Die Alternative lautet: Lasst die Nationalstaaten wieder die Kontrolle übernehmen – nicht um die EU zu zerstören, sondern um sie zu reformieren.

«Was soll ich sein? Eine fremde Macht? Ich arbeite nicht für die amerikanische Regierung. Ich bin ein privater Bürger, ein ganz durchschnittlicher Typ.»

Haben Sie Marine Le Pen finanziell unterstützt, direkt oder indirekt?

In der Umfrage, die ich gesehen habe, lag sie einen Punkt in Führung. Er ist, und das betone ich jetzt, weil Sie sich hier auf seine Seite stellen . . .

Auf welchem Planeten leben Sie denn? Macron hat die Gelbwesten selbst erschaffen. Er hat das betrügerische, verlogene Pariser Klimaabkommen auf den Weg gebracht, zusammen mit Angela Merkel. Dieser Vertrag erlaubt den Chinesen, so viele Abgase in die Atmosphäre zu pumpen, wie sie wollen, und die westlichen Demokratien sollen dafür bezahlen. Was hat Macron gemacht? Er hat die Leute, die am stärksten von der Abwanderung der Arbeitsplätze in Frankreich betroffen waren, steuerlich belastet. Deshalb haben die protestiert.

Die AfD liegt in den Umfragen bei 1o bis 13 Prozent. Das ist zwar eine deutliche Steigerung, es ist aber noch weit vom ersten Platz entfernt. Und es ist schwach im Vergleich zu den Ergebnissen bei einigen Landtagswahlen. Woran liegt’s? Ist Jörg Meuthen der falsche Spitzenkandidat?

Natürlich, Professor Doktor Meuthen. Ich bin sehr beeindruckt von ihm, vor allem von seinem Wissen in Wirtschaftsfragen. Am Samstag werden wir zusammen in Mailand sein. Er ist eine der treibenden Kräfte hinter der Bildung einer Super Group der Nationalisten im EU-Parlament geworden.

«Ich stimme Doktor Gauland zu eintausend Prozent zu.»

Sie meinen die «Medienkonferenz» mit Milo Yiannopoulos?

Es war eine kontroverse Entscheidung. Für die einen ist es okay, für andere nicht, vor allem so kurz vor der Wahl. Milo hat bei Breitbart für mich gearbeitet. Er ist anstrengend.

«Niemand muss heute noch fürchten, dass russische Panzer übers norddeutsche Flachland rollen.»

Ich habe nicht gesagt, dass Russland nicht gefährlich sei. Die letzte Rede von Donald Trump, an der ich gearbeitet habe, hat er 2017 in Warschau gehalten. Da hat er in sehr provokanten Worten klargemacht, dass er den Westen verteidigen würde. Aber Russlands Volkswirtschaft ist so gross wie die des Staates New York. Das Land befindet sich in einer demografischen Todesspirale. Es stellt keine fortgeschrittenen Technologien her. Es ist eine Kleptokratie, die von üblen Kerlen angeführt wird. Sie hat viele Waffen und sorgt in verschiedenen Teilen der Welt für Ärger. Trotzdem ist die Bedrohungslage heute eine ganz andere als in den achtziger Jahren, als ich im Pentagon gearbeitet habe. Niemand muss heute noch fürchten, dass russische Panzer übers norddeutsche Flachland rollen. Wir müssen Russland einfach als das nehmen, was es ist. Ein Anfang wäre es gewesen, wenn Deutschland nicht diesen Gas-Deal abgeschlossen hätte.

Das ist bekannt. Bei Nord Stream 2 haben Sie übrigens einen Verbündeten im, wie Sie abfällig sagen würden, Establishment. Manfred Weber, der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei, will die Pipeline ebenfalls stoppen. Wäre er nicht der richtige Partner für Sie?

Am wichtigsten war sicher die Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten, Grossbritannien und Deutschland in den frühen achtziger Jahren. Vielleicht sind Sie zu jung, um sich noch zu erinnern: Damals sind Millionen Menschen auf die Strasse gegangen, um gegen die Stationierung von Pershing-II-Raketen in Europa zu demonstrieren. Die Debatten waren zehnmal so intensiv wie heute. Ronald Reagan und Margaret Thatcher wurden jeden Tag attackiert. Was ist passiert? Erfolgreiche ökonomische Kriegsführung. Wir haben die Verteidigungsetats erhöht, weil wir wussten, dass die Sowjetunion nicht mithalten würde. Die CIA hat damals prognostiziert, dass das Land in fünfzig Jahren kollabieren werde. Es hat acht Jahre gedauert.

Vielleicht in den Vereinigten Staaten. In Europa funktionieren die Politik und das Rechtssystem anders. Es gibt mehr politische Akteure: von ganz rechts bis ganz links, von liberal bis grün. In Deutschland reden manche schon von einem grünen Kanzler.

Das sind die jungen Leute, die jede Woche protestieren.

«Chinas Chip-Design, die Robotertechnik und die künstliche Intelligenz sind der Sargnagel der deutschen Ingenieurskunst. Bis 2025 wird das alles ‹made in China› sein.»

Dann reden wir über das Land, das Ihnen so viel Kummer macht. Sind Sie zufrieden mit den Handelsgesprächen, die Ihr früherer Chef gerade mit den Vertretern der Volksrepublik China führt?

Das sagen Sie, Sir! Schauen wir mal. Chinas Lobbyisten sitzen in der City of London und an der Wall Street. Warum? Ich war auf der Harvard Business School, ich kenne die Rechnung: Wenn du deine Produktion aus Amerika oder Deutschland nach China auslagerst, hast du dank den Sklavenarbeitern dort höhere Margen. Das mag funktionieren. Aber es ist völlig verkehrt.

Könnte aus dem, was Sie Wirtschaftskrieg nennen, ein echter Krieg werden?

Nein, nein, halt! Ich war als junger Marineoffizier im Südchinesischen Meer stationiert. Unser Auftrag war damals im Prinzip der gleiche wie bei der Berliner Luftbrücke. Es ging um sichere Durchfahrt und freie Navigation für alle, inklusive der chinesischen Kommunisten. Das Südchinesische Meer war der wichtigste Wasserweg zwischen dem Indischen Ozean und dem Persischen Golf. Kein Boot wurde aufgehalten. Wenn, dann ging es gegen Piraten. Und was ist in den vergangenen zwanzig Jahren passiert, was haben die Obama-Regierung und Joe Biden zugelassen? Die haben diese Inseln gebaut, die letztlich stationäre Flugzeugträger sind, und dann haben sie einen territorialen Anspruch auf das Meer erhoben. Das zeigt, wie aggressiv und ehrgeizig die sind.

Was würden Sie sagen, wenn Donald Trump Sie vor der nächsten Präsidentschaftswahl anrufen und sagen würde: «Steve, ich brauche dich!»

Ich mache weiter. Unsere Bewegung wächst, in Europa, in Asien, in Lateinamerika. Und wenn die Leute erst einmal an der Macht sind, geht es um die Frage, wie man am besten regiert. Der Schlüssel ist die Wirtschaft. Wenn Trump kein Wachstum von 3,2 Prozent und eine niedrige Arbeitslosigkeit vorweisen könnte, würden sie seinen Kopf aufspiessen. Du brauchst Wachstum. Aber wie gesagt, wir fangen gerade erst an. Diese Bewegung ist auf Jahrzehnte angelegt. Ich werde nicht die ganze Zeit dabei sein, aber noch lange.

Weiterlesen: Neue Zürcher Zeitung

MarcFelixSerrao MarcFelixSerrao Betrachtet ihr es als eure Aufgabe, jedem Rechtspopulisten eine Bühne su bieten und wenn ja warum? Bannon 's Ansichten sind bekannt und haben keinen news oder Recherchewert. MarcFelixSerrao bitte einsperren er hat kein recht sich hier in die Politik ein zu mischen. MarcFelixSerrao Großer Denkfehler von Steve Bannon u.a., die das Pariser Klimaabkommen für „eine Katastrophe“ halten. Einer muss den Anfang machen. Und auch China wird sich in Sachen Klimaschutz bewegen (müssen), da es auch dort zunehmend aufgeklärte u. vitale Aktivisten gibt.

MarcFelixSerrao Verwirrte Schwachköpfe unter sich! Blödmannsgehilfenanwärter, Trittbrettfahrer, Papageien u. Arschgesichter! MarcFelixSerrao Die weltweite Nationale Erneuerung ist unaufhaltbar und Steve Bannon ihr größter Verfechter. Wie er sagt: Das Establishment ist in Panik. Vergrößern wir sie! QAnon WWG1WGA

MarcFelixSerrao Ein Auszug: Frage: Kann es sein, dass Europa heute komplizierter ist als damals? In Ihrer Welt gibt es nur böse Globalisten, denen die Bürger egal sind, und wackere Nationalisten, die den Willen der Bürger umsetzen. Antwort: «Gutes Framing.»

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