Ständerat berät Sexualstrafrecht – Sie wollte sich wehren, ihr Körper aber war wie gelähmt

Während ihrer Vergewaltigung erlebt Lea eine Schockstarre. Vielen Opfern ergeht es so – das geltende Sexualstrafrecht blendet das aber aus.

16.10.2021 19:00:00

Seit rund 30 Jahren gilt in der Schweiz eine sexuelle Handlung nur dann als Vergewaltigung, wenn der Täter sein Opfer zuvor genötigt hat. Dass Opfer dabei eine Schockstarre erleben können, wird ausgeblendet. (Abo)

Während ihrer Vergewaltigung erlebt Lea eine Schockstarre. Vielen Opfern ergeht es so – das geltende Sexualstrafrecht blendet das aber aus.

Alessandra PaonePubliziert heute um 13:00 Uhr37 KommentareIm Wildpark Bruderhaus in Winterthur spricht Lea über ihre Vergewaltigung.Foto: Alessandra PaoneLea zögert. Sie ist sich nicht sicher, ob sie das Interview geben möchte. Im Moment geht es ihr gut: Sie studiert, hat zwei Jobs und ist zufrieden. Aber was, wenn es ihr danach schlecht geht? Wenn alles wieder hochkommt? Sie redet mit ihrem Psychiater darüber und stimmt dem Gespräch schliesslich zu.

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Sie ist bereit, ihre Geschichte zu erzählen, möchte aber anonym bleiben; ihr richtiger Name wird hier deshalb nicht genannt.Einige Tage später steht Lea vor dem Luchsgehege im Wildpark Bruderhaus in Winterthur. Sie ist bis auf die Schuhe ganz in Schwarz gekleidet. «Wenn ich auf eine Frage nicht antworte, haken Sie bitte nicht nach», sagt sie. Lea ist 28, mit 14 wurde sie

zum ersten Malvergewaltigt. Es geschah bei ihr zu Hause, im vertrauten Umfeld. Sie kannte den acht Jahre älteren Mann, ihre Eltern kannten ihn auch. Weiterlesen: Tages-Anzeiger »

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