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So viele wurden in der Schweiz schon geimpft

Wie hoch sind die Impfquoten in den Kantonen und weltweit? Wie lange dauert es noch, bis alle geschützt sind? Unser Unser Impfmonitor zeigt es. (Abo)

22.01.2021 12:30:00

Wie hoch sind die Impfquoten in den Kantone n und weltweit? Wie lange dauert es noch, bis alle geschützt sind? Unser Unser Impfmonitor zeigt es. (Abo)

Wie hoch sind die Impfquoten in den Kantone n und weltweit? Wie lange dauert es noch, bis alle geschützt sind? Wann treffen die nächsten Dosen von den Herstellern ein? Die Übersicht.

Aktualisiert am 22. Januar 2020Die Corona-Massenimpfung in der Schweiz nimmt nur langsam Fahrt auf. Zwar haben mit Biontech/Pfizer und Moderna schon zwei Hersteller die Zulassung für ihr Vakzin erhalten. Geliefert haben sie dem Bund aber erst etwa 497’000 Dosen. Und von diesen wurden bis jetzt rund 112’000 nachweislich verabreicht, also nur 22,5 Prozent.

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109'844Personenwurden in der Schweiz bereits mit mindestens einer Dosis geimpft.Die erhaltenen Dosen reichen theoretisch für 248’500 Personen. Denn von beiden Vakzinen braucht es zwei Injektionen für eine vollständige Immunisierung. Somit kann die Schweiz erst 3,5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung abdecken – ein Wert, der nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) bald steigen wird. Unsere Übersicht zeigt, wie weit die Impfaktion wirklich fortgeschritten ist:

Welcher Anteil der Bevölkerung wurde schon geimpft?Bis zum 21. Januar wurden gemäss den Zahlen der Kantone (siehe weiter unten) mindestens 112’052 Personen erstmals gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 geimpft. Das entspricht 1,3 Prozent der Bevölkerung. headtopics.com

Schweizer Gesamtbevölkerung98,7%Quelle: BAGEs ist aber gar nicht das Ziel des Bundes, die ganze Bevölkerung zu impfen, sondern nur so viele Erwachsene wie möglich. Zuerst an der Reihe sind gemäss derchweizer Impfstrategiebesonders gefährdete Personen über 65 Jahre und solche mit chronischen Krankheiten. Dann folgen das Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt, das Betreuungspersonal und enge Kontakte (Haushaltsmitglieder) von besonders gefährdeten Personen. Als Nächstes werden Personen in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Infektionsrisiko (z.B. Behindertenheime) und deren Personal geimpft.

Erst nach diesen priorisierten Gruppen sollen die Vakzine dann allen anderen Erwachsenen zur Verfügung stehen, die sich impfen lassen möchten. Insgesamt gibt es rund 7,1 Millionen Erwachsene in der Schweiz. Von dieser Zielgruppe sind bislang knapp 1,6 Prozent einmal geimpft worden.

Erwachsene Personen98,4%Quelle: BAGSchwangere, Kinder und Jugendliche gehören nicht zu den Zielgruppen der Impfstrategie, da für sie noch keine ausreichenden Studiendaten zur Wirkung der verwendeten Vakzine vorliegen. Der Impfstoff von Biontech ist theoretisch ab 16 Jahren zugelassen, derjenige von Moderna ab 18 Jahren.

Wie hoch ist die Impfquote in den Kantonen?Das BAG hat bisher keine Übersicht geliefert und auch die Kantone sind teilweise intransparent. Nidwalden und Zürich haben noch gar keine Zahlen herausgegeben, das Wallis nur solche zu den bisher an Ärzte verteilten Dosen. Einige Kantone veröffentlichten erst einmal eine Zahl. Es gibt aber auch solche, die ihre Impfdaten regelmässig online publizieren. Von anderen haben wir sie auf Anfrage erhalten. headtopics.com

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Die Zahlen zeigen, dass es grosse Unterschiede zwischen den Kantonen gibt: So hat etwa Solothurn schon 3,4 Prozent seiner Bevölkerung einmal geimpft, Bern dagegen nur 1,2 Prozent. Mit Abstand am weitesten ist Basel-Stadt, wo bereits über 4 Prozent der Einwohner mindestens eine Impfdosis erhalten haben.

Für die Abweichungen zwischen den Kantonen gibt es verschiedene Gründe: Einige haben schneller als andere die benötigte Infrastruktur aufgebaut, um mit dem Impfen beginnen zu können. Es gab auch technische Probleme. Die Impfplattform des Bundes funktionierte vorübergehend nicht, weshalb man sich teilweise nicht anmelden konnte. Zudem werden unterschiedliche Strategien verfolgt: Einige Kantone verimpfen die verfügbaren Dosen so rasch wie möglich, andere wollen sich die Dosen einteilen und passen ihren Plan den in Aussicht gestellten Lieferungen an.

Die Verteilung der Dosen durch den Bund spielt eine entscheidende Rolle. Das BAG hat dafür einen Schlüssel erarbeitet, hält diesen jedoch geheim. Zu erfahren ist nur, dass er sich nach der Bevölkerungszahl bemisst und nach dem Anteil an Risikopatienten. Laut der

«könnte bald auch das Tempo eine Rolle spielen: Kantone, die weniger als die Hälfte des verfügbaren Serums verimpfen, sollen demnach keines mehr erhalten. Wer die Dosen schnell aufgebraucht hat, soll dagegen mehr bekommen.Wie schneidet die Schweiz im internationalen Vergleich ab? headtopics.com

Die Schweiz liegt im Vergleich mit anderen Ländern deutlich im Rückstand. Sie hat bis jetzt erst 1,3 Prozent ihrer Bevölkerung einmal geimpft. In Deutschland haben immerhin schon 1,6 Prozent mindestens eine Dose erhalten, in Österreich 1,9 Prozent und in Italien 2,1 Prozent. Etliche Staaten sind sogar noch deutlich schneller.

Mit Abstand am schnellsten ist Israel unterwegs. Dort wurden schon mehr als 2,3 Millionen Dosen verabreicht. Das heisst: Über ein Viertel der gut 9 Millionen Einwohner hat bereits mindestens eine Injektion erhalten und befindet sich im Immunisierungsprozess. 7 Prozent der Bevölkerung wurden sogar schon zweimal und damit vollständig geimpft (lesen Sie hier mehr über

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ie Gründe des israelischen Erfolgs). Weiterlesen: Tages-Anzeiger »