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Schweizer Kurden fürchten Angriffe auf ihre Familien

«Seit ich vom Truppenabzug gehört habe, schlafe ich nicht mehr gut»: Schweizer Kurden fürchten Angriffe auf ihre ...

08.10.2019 19:53:00

«Seit ich vom Truppenabzug gehört habe, schlafe ich nicht mehr gut»: Schweizer Kurden fürchten Angriffe auf ihre ...

US-Präsident Donald Trump zieht die amerikanischen Truppen aus Nordsyrien ab. Die türkische Ankündigung einer Militäroffensive verunsichert viele Schweizer Kurden.

mit dem t�rkischen Pr�sidenten Recep Tayyip Erdogan am Sonntagabend k�ndigte er kurzerhand an, die noch verbleibenden US-Truppen aus der syrisch-t�rkischen Grenzregion abzuziehen. Kurz darauf erkl�rte Erdogan, die Milit�roffensive auf das von den Kurden kontrollierte Gebiet in Nordsyrien k�nne jederzeit beginnen.

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Mit dem Milit�reinsatz will Erdogan einerseits die kurdische YPG-Miliz, die das R�ckgrat im Kampf gegen den IS bildete, vertreiben. Andererseits plant der t�rkische Pr�sident, eine Pufferzone von 30 Kilometern einzurichten und dorthin einen grossen Teil der 3,6 Millionen syrischen Fl�chtlinge, die die T�rkei aufgenommen hat, umzusiedeln. Kurdenvertreter gaben sich k�mpferisch: �Wir verteidigen Nordostsyrien um jeden Preis�, so Mustafa Bali, der Sprecher der von den Kurden dominierten Syrischen Demokratischen Kr�fte, auf Twitter.

Kritik aus den eigenen ReihenIn den USA sorgte der Truppenabzug f�r massive Kritik. F�hrende Republikaner warfen Trump im Angesicht einer erwarteten Milit�roffensive der T�rkei vor, die Kurdenmilizen in Nordsyrien im Stich zu lassen. Die fr�here US-Botschafterin bei der UNO, die Republikanerin Nikki Haley schrieb auf Twitter: �Die Kurden waren massgeblich an unserem erfolgreichen Kampf gegen den IS in Syrien beteiligt. Sie sterben zu lassen, ist ein grosser Fehler.�

In der Schweiz leben sch�tzungsweise zwischen 30�000 und 40�000 Kurden. Erdogans Ank�ndigung der Offensive w�hlt die Gemeinschaft auf:Mustapha (19): �Ich mache mir Sorgen��Mir selber geht es nicht gut. Ich arbeite zwar, ich lache, aber mein Herz tut weh: Meine Familie lebt in Syrien, erst letztes Jahr mussten sie vor der t�rkischen Milit�roffensive aus Afrin fliehen. Nun leben sie in einem Fl�chtlingscamp � sie haben zu wenig Essen, schlechte medizinische Versorgung und es ist kalt. Ich mache mir viele Sorgen um sie.

Wenn die Amerikaner ihre Truppen abziehen, bedeutet das f�r viele Leute im Grenzgebiet den Tod. Und eine noch gr�ssere Anzahl Leute wird fl�chten m�ssen. Im Kampf gegen den IS haben Hunderte Kurden ihr Leben gelassen. Und das ist der Dank daf�r? Amerika sollte die Kurden besch�tzen und uns nicht Erdogan zum Frass vorwerfen. Das ist einfach nur ein Verrat an den Kurden. Ich w�nsche mir nur, dass die Kurden in Frieden leben k�nnen.�

Yussuf (19): �Ich schlafe nicht gut��Seit ich vom Truppenabzug geh�rt habe, schlafe ich nicht mehr gut. Ich habe Angst um meine Familie. Dementsprechend oft telefonieren wir. Einschlafen kann ich trotzdem erst sehr sp�t. Gestern wurde es beispielsweise halb vier Uhr morgens. Zur Arbeit komme ich nat�rlich trotzdem. Auch meine Familie in Syrien f�rchtet sich. Jederzeit k�nnten die t�rkischen Truppen einmarschieren. Ich habe j�ngere Verwandte, die sind schon ihr ganzes Leben auf der Flucht.�

A. G�ng�r* (40): �Ein Kilo Tomaten kostete 50 Dollar��Ich setze mich bei der Organisation namens �medico international schweiz� mit dem Kurdischen Roten Kreuz f�r eine bessere medizinische Versorgung der lokalen Bev�lkerung und von Fl�chtlingen ein. Erst gestern sprach ich mit einem Arzt aus einem Fl�chtlingscamp in Shehba. Er erz�hlte mir, dass die Situation vor Ort sehr angespannt ist. Die Leute wissen nicht, was in den n�chsten Stunden, in den n�chsten Tagen passiert. Sie sind sehr verunsichert. Sie haben Angst. Bei einem Einmarsch der T�rkei g�be es eine Katastrophe. Es gibt zu viele Fl�chtlinge und zu wenig Medizin, zu wenige ausgebildete Fachpersonen � und zu wenig Lebensmittel. Beim t�rkischen Einmarsch vor einem Jahr kostete ein Kilo Tomaten etwa 50 US-Dollar. Die Leute in diesem Gebiet fl�chten nun schon seit acht Jahren � zuerst vor dem B�rgerkrieg, dann vor der Schreckensherrschaft des IS und der T�rkei. Und nun geht ihnen das Land zur Flucht aus.�

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*A. G�ng�r ist Projektverantwortliche Kurdistan bei der Organisation medico international schweiz.Ibrahim Halil G�c�k* (31): �Die Wut und Frustration ist enorm���ber sechs Jahre lang k�mpften die Kurden und die USA Seite an Seite gegen die Terrormiliz IS. Der Kampf ist aber noch nicht zu Ende. Ein Einmarsch der T�rkei w�rde die ganze Region destabilisieren und h�tte darum verheerende geopolitische Folgen. Der Entscheid von Trump sorgt daf�r in der kurdischen Diaspora f�r Wut und Frustration. Damit Erdogan an der Macht bleibt, braucht er einen Krieg. F�r Angst sorgt, dass seine Truppen schon bereitstehen sollen. Ein Angriff k�nnte also jederzeit stattfinden. Dadurch ist die psychische Belastung unter der lokalen Bev�lkerung enorm.

Es ist umso trauriger, da der kurdische Verwaltungsstaat in der Region als gesellschaftlicher Vorreiter angesehen werden kann. Das Gebiet ist nach Schweizer Vorbild in Kantone aufgeteilt. Frauen bestimmen nicht nur mit, sondern gestalten die Politik aktiv mit. Man versucht alle Minderheiten im Land zu repr�sentieren und ihnen eine Stimme zu geben. Dass diese Errungenschaften jetzt in Gefahr sind, ist einfach nur traurig.�

*Ibrahim Halil G�c�k ist Sozialarbeiter und Pr�sident des Kurdischen Kulturvereins Rapperswil-Jona Weiterlesen: 20 Minuten »

Die Zivilisten müssen keine Angst haben, da nur Terroristen eliminiert werden.

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Trump rammt den Kurden das Messer in den Rücken – und kassiert heftige KritikDonald Trump lässt den Türken freie Hand in Nordsyrien. Experten und Politiker aus allen Lagern kritisieren ihn dafür harsch. Wer müsste eigentlich die Streithähne auseinander halten. Trump hat rechtzeitig den Abzug bekannt gegeben. Das ist halt schon bequem und äussert günstig für Merkel wie Macron, redegewandt können sie so bequem vom Sofa aus gute Ratschläge erteilen.

Trump lässt die Kurden eiskalt im StichSie kämpften als US-Verbündete gegen den IS und verloren dabei Tausende ihrer Leute. Nun droht ein neuer Krieg. Das bekämen auch die Europäer zu spüren. Da habt ihr was falsch verstanden. Die Kurden wurden im Kampf gegen den IS unterstützt, der ist aber vorüber. Das beinhaltete nicht die Unterstützung für den Kampf gegen die Türkei oder gegen Damaskus. Also wird gar niemand im Stich gelassen. Und das ist noch diplomatisch formuliert. Da fragt man sich glatt, was der Erdogan gegen Trump in der Hand hat. Pipi Tape, krummer Business Deal, Druckversuch am Telefon? Die Problemematik eines inkompetenten, korrupten Präsidenten: man weiss nie warum genau Entscheide ausfallen, wie sie ausfallen.

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