Schweiz ohne Frauen – Demokratie-Broschüre sorgt erneut für Ärger

25.06.2022 09:30:00

Eine Broschüre über das politische System der Schweiz sorgte letzten September für Unmut: Frauen kommen im «Swiss Democracy Passport» nicht vor. Und auch die Neuauflage sorgt jetzt für Ärger.

Eine Broschüre über das politische System der Schweiz sorgte letzten September für Unmut: Frauen kommen im «Swiss Democracy Passport» nicht vor. Und auch die Neuauflage sorgt jetzt für Ärger.

Ein vom Aussendepartement mitgetragenes Handbuch erwähnt die Frauen nur am Rand. Nach heftiger Kritik wurde ein Neukonzept versprochen. Doch dessen Umsetzung irritiert Politikerinnen wie Feministinnen.

12Bundespräsident Ignazio Cassis (links) und Bruno Kaufmann, Herausgeber des Handbuchs, präsentieren ein Exemplar des «Swiss Democracy Passport» (15. September 2021).Foto: EDA«Swiss Democracy Passport»nicht vor. Der über 100-jährige Kampf der Schweizerinnen für politische Teilhabe und Gleichberechtigung wird mit keinem Wort gewürdigt. Zwar erwähnt ein Absatz die späte Einführung des Frauenstimmrechts, aber für die Autoren – ausschliesslich Männer – sind die fehlenden politischen Rechte der Schweizerinnen bis 1971 lediglich ein «Dilemma der Demokratie».

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12 12 Bundespräsident Ignazio Cassis (links) und Bruno Kaufmann, Herausgeber des Handbuchs, präsentieren ein Exemplar des «Swiss Democracy Passport» (15.Publiziert heute um 11:30 Uhr 8 8 «Roe kippen? Keinesfalls!»: Demonstrierende für das Recht auf Abtreibung vor dem Obersten Gerichtshof in Washington, 15.In der Schweiz sind im vergangenen Jahr mit 89'600 Geburten wieder mehr Kinder zur Welt gekommen.Wie bei den Männern stehen auch bei den Frauen vier Schweizerinnen im Hauptfeld von Wimbledon (27.

September 2021). Foto: EDA «Swiss Democracy Passport» nicht vor. Foto: AFP Urteilsentwurf, der an die Öffentlichkeit gelangt ist , lässt erwarten, dass die konservative Mehrheit des Supreme Court das seit 1973 geltende nationale Recht auf Schwangerschaftsabbruch kippen wird. Der über 100-jährige Kampf der Schweizerinnen für politische Teilhabe und Gleichberechtigung wird mit keinem Wort gewürdigt.6 Prozent gestiegen, bei den Frauen unter 30 Jahren war sie hingegen rückläufig (-1. Zwar erwähnt ein Absatz die späte Einführung des Frauenstimmrechts, aber für die Autoren – ausschliesslich Männer – sind die fehlenden politischen Rechte der Schweizerinnen bis 1971 lediglich ein «Dilemma der Demokratie». Wade» erlaubt Abtreibungen bis zur 24. Natürlich hagelte es Kritik. Das nominell schwierigste Los aus dem Quartett hat dabei Ylena In-Albon gezogen.

Die Berner Politologin Regula Stämpfli bezeichnete die Broschüre als «grössten Skandal im Jubiläumsjahr 2021». Republikaner und die religiöse Rechte bekämpfen es seit Jahrzehnten. Schaut man sich die Statistik seit 1970 an, setzt sich der Trend von jungen Müttern weiter fort. Herausgeber ist Bruno Kaufmann, Journalist bei Swissinfo, der internationalen Nachrichtenplattform der SRG. Er zeigte sich einsichtig und gelobte Besserung. Sie stehen im Fokus des Kulturkampfs zwischen Konservativen und Liberalen. Und zwar in Form einer Neuauflage der Broschüre, die gemäss Kaufmann Anfang Juli erscheint. Im Jahr 2021 sind in der Schweiz über 70 Prozent der Mütter älter als 30 Jahre alt, 1970 waren es noch rund 55 Prozent gewesen. Kooperationspartnerin ohne Einwilligung Doch nun gibt es erneut Ärger.. Runde auf die Australierin Ajla Tomljanovic (WTA 45).

Auf die Frage, welche Autorinnen beteiligt waren an der Neukonzeption, nennt Kaufmann die bekannte Feministin Zita Küng. Sie war in den Neunzigerjahren die erste Leiterin des Stadtzürcher Gleichstellungsbüros.1 Prozent auf 4. Kaufmann schreibt: «Für die überarbeitete Version des Demokratiepasses haben wir mit dem Verein CH2021 und deren Präsidentin Zita Küng kooperiert.» Küng jedoch bestreitet ausdrücklich, dass sie an der Neuauflage mitgearbeitet hat: «Als wir auf den ‹Swiss Democracy Passport› aufmerksam wurden, haben wir uns sofort an die Verantwortlichen gewandt und verlangt, dass dieses Dokument – ausgerechnet im Jubiläumsjahr 50 Jahre Frauenstimmrecht – sofort zurückgezogen werde. Das ist nicht passiert», sagt Küng. Bei der Mehrheit der Geburten sind die Väter zwischen 30 und 39 Jahre alt.06.

Sie sei weder eine Unterstützerin des Demokratiepasses, noch sei sie an der Neukonzipierung beteiligt gewesen. «Herr Kaufmann hat mir die zwei Abschnitte, welche die Frauen betreffen, zugeschickt. Diese waren immer noch fehlerhaft, was ich ihm am Telefon erläuterte. Waren es 2008 23'379 Männer zwischen 30 und 34 Jahren, welche Väter wurden, waren es im Jahr 2021 bereits 30'061.» Das Gesamtkonzept kennt Küng nicht. «Auch wenn der neue Demokratiepass meine Kritikpunkte aufnimmt, betrachte ich mich nicht als an diesem Projekt beteiligt. Runde besitzt Viktorija Golubic (WTA 51), die sich mit der Deutschen Andrea Petkovic (WTA 56), einer Gegnerin aus ihren tabellarischen Breitengraden, duelliert.

» Wer hat denn nun effektiv die Neuauflage konzipiert? Kaufmann sagt: «Zu neu konzipierten Ausgaben sind wir im Gespräch mit verschiedenen Akteuren.06.» Namen nennt er keine mehr. Doch den Frauen sollten nun zwei Kapitel gewidmet werden. Ein Pass für «Nichtalle» Der 56-seitige Leitfaden mit einem Vorwort von Bundesrat Ignazio Cassis wurde mit der Unterstützung der Universität Bern und des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) erstellt. Laufzeit 33 Sekunden. Anfänglich wollte das Aussendepartement die Broschüre weltweit verteilen.

Sie zeige, dass die Schweiz eine Referenz für die Demokratie in der Welt sei, lobte das EDA. Doch mittlerweile scheint man sich von der Publikation zu distanzieren. Für sie gibt es hierfür vor allem zwei Gründe. Nicht einmal an der kommenden Lugano-Konferenz wird das Handbuch aufgelegt, wie das EDA mitteilt. Ob die Broschüre an anderen Anlässen verteilt werden soll, ist unklar. Anfang Juni hat Mitte-Nationalrätin Marianne Binder einen Vorstoss eingereicht.» 00:22 Video Irene Hösli: «Schwangere leben heutzutage viel bewusster» Aus News-Clip vom 23.

Sie fordert Klarheit über den «Pass für Nichtalle», wie sie in der Interpellation schreibt. Der «Swiss Democracy Passport» hätte ein Leitfaden zur Demokratie in der Schweiz sein sollen. Foto: EDA . abspielen.