Schon vor 55 Jahren crashte Flieger bei Bivio GR: Jetzt spricht der Pilot!

Nach Flieger-Drama in Bivio GR – Richard D. stürzte vor 55 Jahren am gleichen Ort ab: «Nach 25 Stunden hörten wir den Rettungsheli»

15.06.2021 01:26:00

Nach Flieger-Drama in Bivio GR – Richard D. stürzte vor 55 Jahren am gleichen Ort ab: «Nach 25 Stunden hörten wir den Rettungsheli»

Gleich zwei Flugzeuge stürzten am Samstag in Bivio GR ab. Fünf Personen kamen bei dem Horror-Crash ums Leben. Blick-Recherchen zeigen nun: Es ist nicht der erste Absturz an dieser Stelle! Hobby-Pilot Richard D. (80) entkam dort vor fast 56 Jahren nur knapp dem Tod.

1/7Er hatte Glück im Unglück: Hobby-Pilot Richard D. (80) überlebte vor knapp 56 Jahren einen Flugzeugabsturz in Bivio GR.2/7Letztes Jahr im August reiste der Rentner nach Bivio und besuchte die Unfallstelle. Dieses Trümmerteil der Unglücks-Maschine fand er und nahm es als Souvenir mit heim nach Deutschland.

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3/7So berichtete der «Stern» damals über das Unglück.6/7Kapo GR7/7In einem Motorflugzeug kamen vier Personen ums Leben. Der Pilot, eine Frau, ein Mann und ein KindLuisa ItaSamstag ein Motorflieger und ein Segelflugzeug abgestürzt. Fünf Menschen starben

– darunter ein Kind. Wie es zu diesem fatalen Unfall kommen konnte, weiss bislang noch niemand.Doch es ist nicht der erste Flugzeugabsturz im Bündner Dörfchen. Am 1. August 1965 crashte offenbar ganz in der Nähe der Absturzstelle ein einmotoriges Propellerflugzeug. Doch der Pilot und sein Begleiter überlebten – wie durch ein Wunder! headtopics.com

«Ich habe nichts mehr gesehen»Fast 56 Jahre später lebt der Bruch-Pilot in der Nähe von Düsseldorf (D). Richard D.* (80) erfährt durch Blick von dem erneuten Unglück in Bivio. «Das ist schlimm», sagt er am Telefon. Er weiss, wie es sich anfühlt, mit dem Flugzeug am Berg zu zerschellen.

Von Köln her habe der damals 24-Jährige zusammen mit seinem Freund eigentlich nach Samedan GR gewollt. Auf dem Weg dahin hätte der Deutsche sogar noch beim Flughafen in Zürich angerufen. «Sie meinten schon, dass es wettertechnisch schwierig werden könnte. Aber ich müsse selbst schauen. Dass sogar der Flughafen an diesem Tag geschlossen war, sagte man mir aber nicht», erinnert er sich.

Plötzlich seien viele Wolken am Horizont aufgezogen. «Da wollte ich umdrehen», berichtet er im Gespräch mit Blick. «Doch bei diesem Manöver sind wir in eine Wolke hineingeraten. Ich habe nichts mehr gesehen.»Sie hatten mehr als einen Schutzengel an Bord

Die beiden haben Glück, viel Glück. «Mit der Tragfläche haben wir auf einem Felsvorsprung aufgeschlagen und kamen zum Stillstand», so der Deutsche. «Ansonsten wären wir frontal in eine Steilwand gekracht.»Der Fuss von Richard D. sei nach dem Aufprall nur noch durch Hautfetzen mit seinem Körper verbunden gewesen, sein Freund habe Rippenbrüche erlitten. «Danach mussten wir in der Kälte ausharren und auf Hilfe hoffen, das Funkgerät war kaputt. Währenddessen hat es geschneit. Erst nach 25 Stunden haben wir endlich das Geräusch des Rettungshelikopters gehört», berichtet er. headtopics.com

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Nach 55 Jahren wieder nach Bivio gereistMit letzter Kraft habe sich der Pilot aus dem Wrack geschleppt, um die Einsatzkräfte heranzuwinken: «Von da an lag ich etwa acht Monate lang im Krankenhaus.» Seither sei er nie wieder selbst geflogen.

Bis heute erinnere ihn sein steifes Sprunggelenk täglich an das Unglück: «Letztes Jahr hatte ich die Idee, nach 55 Jahren wieder einmal an die Unglücksstelle zu reisen. Dann sind wir mit der ganzen Familie per Hubschrauber hin.» Vor Ort habe er sogar noch ein Teil des kaputten Fliegers gefunden: «Dieses steht nun im Garten und erinnert mich an meinen zweiten Geburtstag.»

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