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Rustinman, Rustin Man: Die Herkunft Hallt Nach İn Der Gegenwart

Rustin Man: von Talk Talk zur Solokarriere

Für seine Solokarriere nahm sich Paul Webb alias #RustinMan dann sehr viel Zeit. Jetzt begeistert er als Singer-Songwriter. Ein Beitrag von Musikkritiker @ubernays.

08.04.2020 21:04:00

Für seine Solokarriere nahm sich Paul Webb alias RustinMan dann sehr viel Zeit. Jetzt begeistert er als Singer-Songwriter. Ein Beitrag von Musikkritiker ubernays.

Die Geschichte eines Musikers, der mit Talk Talk schon einmal die Welt erobert hat. Für seine Solokarriere nahm sich Paul Webb alias Rustin Man dann sehr viel Zeit. Jetzt begeistert er als Singer-Songwriter.

PDEin Xylofon ist nicht einfach ein Xylofon. Jedenfalls nicht in einer Aufnahme von Paul Webb. Mit wonnigem Blick erzählt der Perfektionist, wie er zehn verschiedene Mikrofone in den verschiedensten Positionen ausprobiert habe, bis er das passende Timbre fand.

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Paul Webb wohnt mit seiner Familie in einem abgeschiedenen Landhaus in der Grafschaft Essex. Dort nimmt er auch seine Musik auf. «Oft ist das ganze Haus mit Kabeln ausgelegt und mit Instrumenten verstellt», grinst er. «Aber jeden Abend, wenn eine Session zu Ende ist, packe ich alles schön zusammen. Und selbst diese Arbeit macht mir Freude.»

Die Zeiten von Talk TalkAkribie und Leidenschaft kosten Zeit. Siebzehn Jahre verstrichen zwischen dem Album, das Webb alias Rustin Man 2002 mit der Portishead-Sängerin Beth Gibbons veröffentlichte, und seinem ersten Solo-Album «Drift Code», das letztes Jahr erschien. Nun folgt mit «Clockdust» bereits der nächste Schlag. Er habe schon früh gewusst, dass seine Song-Ideen für zwei Alben reichten, sagt Webb. Er habe gleichzeitig an ihnen allen gearbeitet, um sie am Ende in schlüssige Reihenfolgen zu bringen.

Paul Webbs Karriere nahm ihren Anfang in fernen Zeiten. Und sie ist auch ein Beispiel dafür, wie schlecht sich künstlerische Integrität und Originalität mit den Marktanalysen der Platten-Majors verträgt. Webb und sein Kumpel Lee Harris kommen aus Southend. Webb spielte zunächst Bass, Harris Schlagzeug. Der Berufsberater hatte Webb «null Talent für irgendetwas» attestiert. Aber er landete dann auf einer Kunstschule, in der er in der gleichen Klasse auf Depeche-Mode-Sänger Dave Gahan und Alison Moyet traf.

Im Sommer 1980 fuhr der inzwischen achtzehnjährige Webb mit Harris nach London zur Vorspielprobe für den Singer-Songwriter Mark Hollis. Hollis war ein paar Jahre älter und brauchte eine Band, um seine Ideen den Plattenfirmen klanglich schmackhaft zu machen. Der Enthusiasmus der beiden jüngeren Musiker gefiel ihm dann gleich so gut, dass er mit ihnen das Trio Talk Talk formierte.

«Ich hatte mich daheim mit dem Versprechen verabschiedet, zum Abendessen wieder da zu sein. Doch ich kehrte nie mehr zurück.» Bald war Talk Talk bei EMI unter Vertrag und feierte erste Hits. «Es war unglaublich», staunt Webb noch immer. Dann meldete sich ausgerechnet der besagte Berufsberater, um Talk Talk für ein Benefizkonzert zu engagieren. Aber die Band pendelte bereits per Concorde zwischen London und New York. «Für den Berufsberater hatten wir beim besten Willen keine Zeit. Ich legte den Hörer auf und brüllte: ‹Halleluja! Das Leben ist süss!›» 

1988 hatte Talk Talk das vierte Album produziert: «Spirit of Eden». Die Aufnahmen hatten ein Jahr gedauert. Der Sound sollte klingen wie «eine Nacht im Jahr 1967», schrieb Produzent Phill Brown in seinen Memoiren. Verwendet wurden ausschliesslich Instrumente und Geräte, die es 1967 bereits gegeben hatte, die Beleuchtung im Studio sei psychedelisch gewesen, die Stimmung euphorisch. Alle Beteiligten waren schliesslich der Überzeugung, ein Meisterwerk geschaffen zu haben.

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Mit ihrem Sound, zu dem nebst Oboe, Geige und Harmonium auch der Kathedralenchor von Chelmsford beitrug, tendierten die sechs Songs von «Spirit of Eden» einerseits Richtung zeitgenössischer Orchestermusik. Andrerseits erinnerten sie an die romantisch-melancholische Tradition von John Martyn oder Nick Drake.

Die Reihe der Musiker, die das Album heute als Inspirationsquelle zitieren, reicht von Radiohead über Placebo und Steven Wilson bis Divine Comedy und Ghostpoet. «Als wir das Album damals aber unserem Manager vorspielten», erinnert sich Webb, «schüttelte er den Kopf und klagte: Was habt ihr nur angerichtet! Er wusste, dass die Musik den EMI-Chefs kaum gefallen würde.» Tatsächlich zog EMI die Band dann sogar vor Gericht: weil sie mit dem Album «kein kommerziell befriedigendes Produkt» abgeliefert habe. Das Urteil fiel dann immerhin zugunsten von Talk Talk aus.

Der Tod von Mark Hollis im Februar 2019 weckte zwar alte Erinnerungen. Webb, der keinen Kontakt zu Hollis mehr hatte, hielt sich aber nicht lange damit auf: «Ich bin kein nostalgischer Mensch. Für mich zählen das Jetzt und die Zukunft.» Nach Talk Talk formierten Webb, Harris und Phill Brown das Trio O’Rang. Brown stieg bald wieder aus, der Arbeitsprozess war ihm zu langwierig. Webb hingegen erinnert sich an spontane Improvisationen «und sehr viel Spass».

Die eigene StimmeDie letzten Jahre werkelte Webb anscheinend ohne jeglichen finanziellen Zwang an der eigenen Musik. Um acht Uhr brachte er die Kinder zur Schule, dann wurde musiziert, um 12 Uhr erschien Spätaufsteher Lee Harris im Studio, man arbeitete bis um vier Uhr, wenn die Kinder von der Schule abgeholt wurden. In dieser Zeit habe er aber nicht nur seinen eigenen Stil entwickelt, sondern auch seine Stimme.

Heute ist Paul Webbs Gesang demjenigen von Mark Hollis erstaunlich ähnlich, seine Stimme gemahnt da und dort aber auch an Robert Wyatt. Die Instrumentalarrangements aber schlagen wie bei Talk Talk einen weiten Bogen von herbstlichen Bläserparts über swingende Jazz-Rhythmen und schimmernde Gitarren bis hin zu den gespenstischen Marimbas. 

Dreissig Jahre nach «Spirit of Eden» hat sich Paul Webb zwar aus dem Schatten jenes epochalen Werkes gelöst, aber gleichzeitig ein Album geschaffen, das ein bisschen klingt wie ein etwas sonnigeres Pendant dazu. «Meine Plattenfirma hat mir nie Vorschriften gemacht», sagt Webb. «Ich frage mich manchmal, was herausgekommen wäre, wenn Mark Hollis unter ähnlichen Umständen hätte arbeiten dürfen.»

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