Run auf teurere Masken wegen Omikron – FFP2-Masken boomen, obwohl das BAG sie nicht empfiehlt

08.01.2022 12:18:00

FFP2-Masken sind in der Schweiz gefragt wie nie, obwohl sie teurer sind als Hygienemasken.

FFP2-Masken sind in der Schweiz gefragt wie nie, obwohl sie teurer sind als Hygienemasken.

Der Verkauf von FFP2-Masken nimmt in der Schweiz rapide zu. Das Bundesamt für Gesundheit befürchtet jedoch, dass sie meist falsch getragen werden.

Publiziert heute um 07:43 Uhr 69 Kommentare FFP2-Masken sind in der Schweiz gefragt wie nie, obwohl sie teurer sind als Hygienemasken.Publiziert heute um 18:46 Uhr 4 Kommentare 4 Wenn ein Kind die Maskenpflicht an Schulen nicht einhalten kann, sind andere Schutzmassnahmen und mitunter gar zusätzlicher Raum erforderlich.Publiziert heute um 09:34 Uhr 4 Kommentare 4 In Österreich hat der Regionalversorger Wien Energie zu Beginn der Pandemie 53 Mitarbeitende in Isolation geschickt, um die Fernwärmeversorgung sicherzustellen.Omikron treibt die Fallzahlen in der Schweiz rasant in die Höhe.

Foto: Ela Çelik Die Schweizer Bevölkerung trägt zunehmend FFP2-Masken.Zum S chutz vor der hochansteckenden Omikron-Virusvariante sind sie gefragt wie nie zuvor.In einschlägigen Chatforen wird kaum eine Theorie, kaum ein juristischer Standpunkt ausgelassen, um das schier Undenkbare zu verhindern – dass der eigene Nachwuchs im Schulunterricht zum Tragen einer Maske und zur Teilnahme an den Pooltests verpflichtet wird.Das sieht nicht nur, wer sich in der Öffentlichkeit bewegt.Das gilt für das Kernkraftwerk Beznau: «Die Kasernierung von Mitarbeitenden wäre die Ultima Ratio, das letzte Mittel zur Vermeidung von Betriebsausfällen», so eine Sprecherin des Kraftwerksbetreibers Axpo.Das bestätigen auch die Verkaufsstellen.Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.«Die Nachfrage nach FFP2-Masken hat in den vergangenen sechs Wochen deutlich angezogen», sagt ein Migros-Sprecher.April 2020 zur neuen Direktorin des Bundesamts für Gesundheit (BAG) ernannt.

Gleich klingt es bei Coop.Für das Kernkraftwerk Gösgen gibt es ähnliche Pläne.Auch an den Valora-Kiosken am Bahnhof oder anderswo hat der Verkauf der FFP2-Masken, auch Atemschutzmasken genannt, seit Anfang Jahr stark zugenommen.Dabei sind die FFP2-Masken deutlich teurer als Hygienemasken.Wer sie im Zehnerpack kauft, zahlt pro Stück rund einen Franken, die einfache Hygienemaske kostet dagegen rund 10 Rappen pro Stück.«Wir haben die Möglichkeit, bei grösseren krankheitsbedingten Ausfällen zusätzliches Personal aufzubieten und Schichtpläne anzupassen, um den Betrieb sicher weiterzuführen.Die Pharmagrosshändlerin Galenica erklärt auf Anfrage, dass zwar in absoluten Zahlen immer noch deutlich mehr von den einfachen Hygienemasken gefragt seien, aber der Verkauf der FFP2-Masken sehr stark zunehme.SRF News: Über 30'000 Neuinfektionen pro Tag, eine der höchsten Inzidenzwerte in Westeuropa – sind Sie alarmiert? Anne Lévy: Dass es zeitgleich in der ganzen Welt so massiv hochgeht, ist etwas, das uns sicher einige Sorgen bereitet, da es – abgesehen vom Krankwerden – auch den Effekt hat, dass ganz viele Leute in der Gesellschaft an ganz vielen Orten gleichzeitig ausfallen.

Ein Galenica-Sprecher sagt: «Insofern gibt es eine Verschiebung hin zu den FFP2-Masken.» BAG traut Menschen korrektes Tragen nicht zu Das ist einerseits wenig erstaunlich: FFP2-Masken schützen grundsätzlich besser vor einer Ansteckung mit dem Virus als Hygienemasken.Um sie zu betreiben, braucht es einen Mindestbestand an Personal.Anderseits empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) den allgemeinen Gebrauch von FFP2-Masken aber nicht.Bis Ende März 2021 riet es sogar vom Tragen von FFP2-Masken ab, während es selbst genähte Masken empfahl.In Deutschland, Österreich oder Italien besteht dagegen schon seit längerem eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken in Zügen oder Supermärkten.Derzeit halten dem Ensi zufolge alle Schweizer Kernkraftwerke die Vorgaben ein.Die wirklich gute Nachricht ist: Das Impfen schützt besser, als man am Anfang befürchtet hat.

Das BAG geht davon aus, dass FFP2-Masken meist falsch getragen werden und deren Benutzung deshalb ein grösseres Risiko darstelle als bei Hygienemasken.Im Labor nachgewiesene Vorteile von FFP2-Masken müssten bei der Anwendung im Alltag deutlich relativiert werden.Zudem seien insbesondere bei längerem Tragen regelmässige Pausen nötig, weil bei engem Sitz die Atmung erschwert werde.Bei den Wasserkraftwerken ist eine Kasernierung vorerst nicht geplant, wie ein Sprecher des grössten Schweizer Wasserkraftproduzenten Axpo erklärte.Das BAG empfiehlt FFP2-Masken darum nur für Anlässe wie Familientreffen «mit vulnerablen Personen» – also etwa mit den Grosseltern.«Wir planen derzeit keine Änderung unserer Empfehlung», sagt ein BAG-Sprecher.Zudem ist der Bundesrat immer den Kurs «so wenig Schliessungen wie möglich» gefahren.

«Ich bin oft verwundert über die angebliche Herausforderung, eine FFP2-Maske korrekt zu tragen.Zudem könnten sich die Wasserkraftwerke bei einem extremen Personalmangel gegenseitig aushelfen.» Roman Stocker, Taskforce-Mitglied Laut Umweltingenieur Roman Stocker, ETH-Professor und Mitglied der Covid-19-Taskforce des Bundes, ist für die Bekämpfung der Pandemie am wichtigsten, im Mindesten eine Hygienemaske zu tragen, vor allem in Innenräumen und draussen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden könne.Er sagt: «Hygienemasken bieten einen guten Schutz.» Stocker hält aber FFP2-Masken weit öfter als das BAG für die richtige Wahl.Viele hatten sich dafür freiwillig gemeldet.Konkret meint er «alle Situationen, bei denen es keine grosse körperliche Anstrengung braucht und das Atmen durch die FFP2-Maske nicht erschwert wird, zum Beispiel im öffentlichen Verkehr, in Klassenzimmern oder bei Kinobesuchen.Ich denke da etwa an die 2G-Regel dort, wo man keine Maske tragen kann.

» Stocker hält es für keine grosse Kunst, eine FFP2-Maske richtig zu tragen: «Ich bin oft verwundert über die angebliche Herausforderung, eine FFP2-Maske korrekt zu tragen.» Bei einer Hygienemaske passiere es leichter, dass sie unter die Nase rutsche.In Österreich gibt es keine Kernkraftwerke.Wie trage ich die FFP2-Maske richtig? Infos einblenden Die FFP2-Maske muss zu jeder Zeit eng am Gesicht anliegen, schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Website.Wichtig sei, dass kein Spalt zwischen Maske und Gesichtshaut entsteht – denn anders als bei Hygienemasken soll bei FFP2-Masken die Ein- und Ausatemluft gefiltert werden.Ansonsten ist laut Taskforce-Mitglied Roman Stocker der Schutz reduziert.Dort zelteten über 60 Mitarbeitende monatelang im Büro, damit die Firma ihre Dienste trotz Corona weiter anbieten konnte, wie der «Blick» berichtete.Was erwarten Sie? Wir arbeiten ja immer in Szenarien.

Der Metallstreifen muss gemäss BAG eng an die Nasenform modelliert werden, damit die Atemluft nicht ungefiltert durch die Spalten dringt und durch die forcierte Strömung sogar noch weiterverbreitet werden kann.Beim Tragen solle deshalb darauf geachtet werden, dass die Maske zum Beispiel beim Sprechen oder bei anderen Bewegungen nicht verrutscht, da sonst Spalten entstehen.FFP2-Masken können bei Bartträgern – Dreitagebärte sind mitgemeint – generell nicht korrekt angepasst werden.Publiziert heute um 09:34 Uhr Fehler gefunden?.(ish/kst) Unterstützt wird Stockers Argumentation von einer Studie des deutschen Max-Planck-Instituts, auf die auch die Taskforce in ihrer jüngsten Lagebeurteilung verweist.Für diese wurde im Labor gemessen, wie hoch bei unterschiedlichen Expositionssituationen während jeweils 20 Minuten das Risiko einer Virusübertragung war.Überall dort, wo sich Menschen treffen, wird das Virus übertragen.

Das Ergebnis: Sogar eine nicht korrekt getragene FFP2-Maske bietet einen zweieinhalbmal so guten Schutz wie eine korrekt getragene Hygienemaske.Bei korrekt getragenen FFP2-Masken ist die bessere Schutzwirkung sowieso unbestritten: In der Studie liegt das Risiko einer Virusübertragung bei 0,14 Prozent für den Fall, dass man eine FFP2-Maske korrekt trägt.Bei korrekt getragenen Hygienemasken liegt das Risiko bei 10 Prozent und ganz ohne Masken bei 90 Prozent.Das heisst: Nur mit FFP2-Masken ist das Ansteckungsrisiko also selbst bei der künstlichen Aussetzung mit dem Coronavirus im Labor minim.Es sei davon auszugehen, so schreiben die Studienautoren, dass im täglichen Leben ausserhalb des Labors die Infektionswahrscheinlichkeiten nochmals 10- bis 100-mal tiefer seien.Es ist auch nicht zu spät für eine Auffrischimpfung.

Isabel Strassheim ist seit 2019 Wirtschaftsredaktorin bei Tamedia.Sie berichtet aus Basel vor allem über die Pharma- und Chemiebranche.Mehr Infos Konrad Staehelin arbeitet seit 2020 als Wirtschaftsredaktor bei Tamedia.Der studierte Politologe schreibt vornehmlich über die Themen Arbeitsmarkt, Luftfahrt und Schienenverkehr..Steht die Schweiz vor schwierigen Wochen? Ja, die ganze Welt steht vor schwierigen Wochen.

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ist das eine Kampagne? Das ist wie mit dem Ablass, wer mehr zahlt fühlt sich besser ;) Sehr gut wie die FFP2 gegen Viren schützt.. Leute seid ihr echt so Doof? Nun ja, auf das BAG_OFSP_UFSP ist auch kein Verlass mehr, obwohl ich auch finde dass die FFP2 Masken wohl auch nicht den gewünschten Effekt zur Verringerung der Inzidenzien bringen. Allerdings haben die meisten die Masken auch nicht richtig an, also auch kein Wunder.

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