Repression in Russland – Schikaniert, zwangseingewiesen, unbeugsam

Violetta Grudina führt ihren Kampf gegen den Kreml auch nach ihrer Zwangseinweisung weiter.

30.07.2021 19:00:00

Violetta Grudina führt ihren Kampf gegen den Kreml auch nach ihrer Zwangseinweisung weiter.

Die Kreml-Kritikerin Violetta Grudina wollte lediglich für den Stadtrat von Murmansk kandidieren. Doch statt Wahlkampf zu machen, ist die 31-jährige Juristin jetzt im Hungerstreik.

Publiziert heute um 12:31 Uhr13 KommentareVioletta Grudina: Die junge Juristin wird unter einem Vorwand in einer Klinik festgehalten.Foto: PDVioletta Grudina isst seit Montag nicht mehr. Man hat ihr trotzdem Brot mit Butter hingestellt, eine Schüssel mit gelbem Brei, ein dunkles Getränk, vielleicht Tee. Grudina filmt mit ihrem Handy, während sie das Tablett wieder aus dem Klinikzimmer trägt. Auf dem Video sieht man nur ihre lilafarbenen Schlappen, hört ihre Stimme: «Verhöhnen Sie mich?», fragt die Aktivistin. «Macht nichts. Das wird zurückgeliefert.»

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IhrHungerstreikist nicht der Grund dafür, dass die 31-Jährige im nordrussischen Murmansk im Krankenhaus liegt. Es ist eher andersherum: Grudina protestiert gegen ihre Zwangseinweisung. Ein Gericht entschied Mitte Juli, dass Grudina die Corona-Quarantäneregeln verletzt haben soll. Dabei hatte sie zwei Tage vor dem Urteil noch einen negativen Covid-Test vorgelegt.

«Denken Sie nur darüber nach», schrieb sie damals auf Telegram, «ein völlig gesunder Mensch wird unter Zwang ins Krankenhaus eingewiesen, nur um ihn als politischen Gegner für Einiges Russland zu eliminieren.»Die Tür ihres Büros war mit einem Hakenkreuz verschmiert. headtopics.com

Einiges Russland heisst die Kremlpartei, gegen die Grudina bei den Wahlen im September antreten will. Die Anhängerin desinhaftierten Oppositionellen Alexei Nawalnymöchte für einen Sitz im Murmansker Stadtrat kandidieren. Nur deswegen liege sie jetzt auf der Covid-Station, glaubt sie.

Solange Grudina dort isoliert ist, kann sie ihre Unterlagen nicht bei der Zentralen Wahlkommission einreichen. Sie hatte zwar das Krankenhaus gebeten, die Dokumente für sie weiterzuleiten. Doch der Chefarzt der Klinik will selber kandidieren – für die Kremlpartei. Ihr Antrag sei nie angekommen, klagt Grudina. Deswegen jetzt der Hungerstreik.

Hass ist schlimmer als SchlägeDie Juristin ist Schikanen gewohnt, doch zuletzt waren die besonders schlimm: Ein Unbekannter überfiel sie auf der Strasse. Sie sagt, der Hass habe ihr damals mehr wehgetan als die Schläge. Sie fand Flugblätter in ihrem Briefkasten, darauf wurde sie als Kinderschänderin beschimpft. Die Tür ihres Büros war mit einem Hakenkreuz beschmiert, der Raum dahinter verwüstet.

Im Mai sagte Grudina in einem Interview, Russland sei ein «totalitärer Staat mit Elementen einer Monarchie, in der es nur einen Herrscher gibt: Wladimir Putin». Dieser habe Angst vor ihr und ihren Mitstreitern, und nicht andersherum.Sie meint damit das Team von Alexei Nawalny. Inzwischen hat ein Moskauer Gericht Nawalnys Organisationen als «extremistisch» eingestuft, alle regionalen Büros sind geschlossen worden. headtopics.com

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