Präsidentschaftswahl in Kolumbien – Ex-Geisel will Staatschefin werden

19.01.2022 21:00:00

«Ich bin heute hier, um das zu beenden, was ich angefangen habe.» Ingrid Betancourt will 20 Jahre nach ihrer ersten Kandidatur Präsidentin Kolumbiens werden.

«Ich bin heute hier, um das zu beenden, was ich angefangen habe.» Ingrid Betancourt will 20 Jahre nach ihrer ersten Kandidatur Präsidentin Kolumbiens werden.

Ingrid Betancourt kandidierte 2002 für das Präsidentenamt, als sie von Farc-Rebellen entführt wurde. Jetzt steigt die 60-Jährige erneut ins Rennen um die Präsidentschaft Kolumbiens.

Publiziert heute um 17:34 Uhr0 Kommentare«Ich kämpfe für die Rechte der 51 Millionen Kolumbianer, die keine Gerechtigkeit finden»: Ingrid Betancourt kündigt ihre Kandidatur für die Präsidentschaft an.Foto: AFPEs ist vor allem ein Satz, der von ihrem Auftritt in Bogotá in Erinnerung bleibt. «Ich bin heute hier, um das zu beenden, was ich angefangen habe», sagte Ingrid Betancourt mit fester Stimme und herausforderndem Blick. Die Medienkonferenz, die die 60-Jährige am Dienstag gehalten hat, dominiert die Nachrichten in Kolumbien: Betancourt steigt ins Rennen um die Präsidentschaft ein, im Mai will sie die erste Staatschefin in der Geschichte des Landes werden.

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Benedikt Peters Publiziert heute um 17:34 Uhr 0 Kommentare «Ich kämpfe für die Rechte der 51 Millionen Kolumbianer, die keine Gerechtigkeit finden»: Ingrid Betancourt kündigt ihre Kandidatur für die Präsidentschaft an.Drucken Teilen Eine Machbarkeitsstudie sowie die neusten Erkenntnisse aus der Planung für den Durchgangsbahnhof zeigen gemäss des Luzerner Stadtrates, dass eine Umsetzung der 2017 angenommenen Initiative «Lebendiges Inseli statt Blechlawine» nicht wie ursprünglich vorgesehen umsetzbar ist.Darüber hinaus hat der Bundesrat Fragen zu sechs Themenbereichen bei den Kantonen eingereicht.Forderung nach verbindlichen Sicherheitsgarantien , sagt der russische Aussenminister Sergei Lawrow.

Foto: AFP Es ist vor allem ein Satz, der von ihrem Auftritt in Bogotá in Erinnerung bleibt. «Ich bin heute hier, um das zu beenden, was ich angefangen habe», sagte Ingrid Betancourt mit fester Stimme und herausforderndem Blick. Der Stadtrat bedauere, dass dies im Vorfeld der Volksabstimmung anders eingeschätzt wurde und die damals gemachten Aussagen nicht eingelöst werden könnten, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Medienkonferenz, die die 60-Jährige am Dienstag gehalten hat, dominiert die Nachrichten in Kolumbien: Betancourt steigt ins Rennen um die Präsidentschaft ein, im Mai will sie die erste Staatschefin in der Geschichte des Landes werden. Spitaleintritte gab es 125, was einer Abnahme von 16 Prozent im Vergleich zur Vorwoche entspricht. Betancourt ist Vorsitzende der kleinen Umweltpartei Verde Oxigeno («Grüner Sauerstoff»). Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 17. Sie bewirbt sich für die «Koalition der Hoffnung», ein Mitte-Bündnis.

Um die Bedeutung dieser Bewerbung zu verstehen, muss man 20 Jahre zurückgehen. Deswegen hatte der Stadtrat den Projektwettbewerb sistiert und eine Machberkeitsstudie in Auftrag gegeben . 2002 kandierte Betancourt schon einmal für die Präsidentschaft. Es waren dunkle Zeiten, in Kolumbien herrschte Bürgerkrieg. Für die Neugestaltung des Inselis wurden drei Varianten vorgeschlagen. Auf einer Wahlkampfreise wurde die damals 40-jährige Politikerin von Rebellen der marxistischen Farc-Guerilla entführt und in den Dschungel verschleppt. Erst nach sechseinhalb Jahren in Geiselhaft kam sie frei. Dabei könnte die Warenmesse weiterhin auf dem Inseli stattfinden, der Lunapark würde jedoch einen neuen Standort brauchen.

Kampf gegen Korruption Die Franko-Kolumbianerin zog sich daraufhin aus der Politik zurück und ging nach Frankreich, wo sie unter anderem Bücher schrieb. Sie unterstützte öffentlich den Friedensprozess mit ihren Entführern, 2017 legten die Farc offiziell die Waffen nieder. Die dritte Variante sieht die Umgestaltung des gesamten Carparkplatzes in einen Multifunktionsplatz vor. Inzwischen hat sich die Farc in eine Partei umgewandelt. Allerdings sind weiterhin bewaffnete Ex-Mitglieder der Farc und anderer Gruppen in dem südamerikanischen Land aktiv. Haltekanten für Reisecars, um Besucher und Besucherinnen ein- und aussteigen zu lassen, bevor oder nachdem die Cars auf dem Parkplatz auf dem Areal Rösslimatte in Kriens parken, seien ebenfalls kaum machbar. (Lesen Sie zum Thema den Artikel «Guerilla entschuldigt sich für Entführungen» .

) Trotz des Friedensprozesses leidet Kolumbien noch immer unter ähnlichen Problemen wie vor 20 Jahren. Grüne Parkanlage ab 2027 – Abstimmung über Projektierungskredit noch im 2022 im Grossen Stadtrat Der Stadtrat will auch im Hinblick auf die Realisierung des Durchgangsbahnhofs einen Projektwettbewerb für einen Park auf dem Inseli ausschreiben und gleichzeitig separate Lösungen für die Mäss und die Car-Haltekanten erarbeiten. Die Mordraten sind hoch, im Dschungel marodieren Überbleibsel linker Guerillas und paramilitärischer Banden. Die soziale Ungleichheit ist immens, ebenso wie die Korruption. Der Nutzungsdruck werde steigen, da mehr Leute im Umfeld des Bahnhofs unterwegs seien. Die Korruption wollte Betancourt schon durch ihre Präsidentschaftskandidatur vor 20 Jahren bekämpfen. Auch deshalb sagte sie am Dienstag, sie wolle beenden, was sie angefangen habe. Der Stadtrat wird voraussichtlich im Juni 2022 einen Kredit für die Projektierung im Grossen Stadtrat beantragen.

«Ich kämpfe für die Rechte der 51 Millionen Kolumbianer, die keine Gerechtigkeit finden, weil wir in einem System leben, das Kriminelle belohnt.» Betancourt erklärte, sie werde sich dafür einsetzen, dass korrupte Politiker nicht länger straffrei ausgehen und die wirtschaftlichen Ungleichheiten beseitigt werden, die Kolumbien seit langem zusetzen. (spe). Über sechs Jahre in Gefangenschaft der Farc-Rebellen: Ingrid Betancourt als Geisel in einer Aufnahme von 2007. Foto: Keystone Schwer zu beurteilen ist derzeit noch, wie Betancourts Chancen stehen. Die 60-Jährige geniesst als Bekämpferin der Korruption eine hohe Glaubwürdigkeit und zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten des Landes.

Ein weiterer Vorteil: Sie ist eine Frau. Die meisten anderen Bewerber sind Männer, und so verwundert es nicht, dass Betancourt ankündigte, einen Schwerpunkt ihres Wahlkampfs auf Geschlechtergerechtigkeit zu legen. Negativ ausgelegt wird ihr allerdings, dass sie lange Zeit nicht in Kolumbien gelebt hat. Das zeigen bereits einige Kommentare in den sozialen Netzwerken: «Sie war so lange in Frankreich, sie weiss gar nicht, welche Probleme wir haben», schrieb etwa ein Nutzer auf Youtube. Vorwahlen im März Um von der Bewerberin zur offiziellen Kandidatin zu werden, muss Betancourt nun bei den Vorwahlen im März noch einige Konkurrenten besiegen.

Sie bewirbt sich für das Mitte-Bündnis «Koalition der Hoffnung», für das neben ihr noch einige andere hochrangige Politiker kandidieren wollen. Betancourt sagte an ihrer Medienkonferenz, sie könne die Menschen anders ansprechen. «Ich habe Kolumbien auf eine andere Art und Weise im Herzen, weil ich einen schweren Weg hatte, aber auch Hoffnung verbreiten kann.» Vier Monate vor den Wahlen ist das Bewerberfeld insgesamt noch diffus. Sicher ist nur, dass der amtierende konservative Präsident Ivan Duque nicht noch einmal antritt.

Das verbietet die Verfassung. Publiziert heute um 17:34 Uhr Fehler gefunden? .