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PocketBook Color: Der farbige E-Book-Reader im ausführlichen Test

Ist ein farbiger E-Book-Reader rausgeworfenes Geld? Unser Test verrät es dir!

28.02.2021 17:05:00

Ist ein farbiger E-Book-Reader rausgeworfenes Geld? Unser Test verrät es dir!

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Verarbeitung und HandhabungVerarbeitet ist der Color tadellos, was man sich von PocketBook allerdings gewohnt ist. Beim Gewicht bringt der Color 160 Gramm auf die Waage. Damit ist er um einiges leichter als so. Verglichen mit ähnlichen Modellen der Konkurrenz (zum Beispiel dem Tolino Shine 3+) ist der Color aber nicht speziell leichter.

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Mal abgesehen vom farbigen Display bleibt PocketBook seiner Designsprache treu.Die Rückseite ist glatt und in Silber gehalten.Bild: watsonLadeanschluss, Kartenslot und Power-Taste befinden sich auf der Unterseite.Bild: watsonAuf der Vorderseite gibt es vier physische Tasten für alle, die mit dem Touchscreen nichts anfangen können.

Bild: watsonPraktisch: Die Tasten können frei belegt werden.Bild: watsonNichts für Wasserratten, aber massig SpeicherBei der Ausstattung gibt's alles, was man sich in dieser Preisklasse gewöhnt ist. Nebst WLAN hat PocketBook auch noch Bluetooth in den Color gepackt (dazu mehr unter Software). Beim internen Speicher gibt es grosszügige 16 Gigabyte, was immerhin das Doppelte ist, was man bei Tolino- oder Kindle-Modellen in der gleichen Preisklasse bekommt. Hier muss man allerdings noch anmerken, dass einem von dem 16 GB tatsächlich nur etwas mehr als 14 GB zur Verfügung stehen. headtopics.com

Bild: watsonWer möchte, kann den Speicher mit einer microSD-Karte noch um 32 Gigabyte erweitern. Der Einschub befindet sich relativ ungeschützt gleich neben der Ladebuchse. Das dürfte dann wohl auch der Grund sein, weshalb der Color keine IP-Zertifizierung hat. Wer also gerne in der Badewanne liest, sollte sehr vorsichtig sein.

DisplayBei der farbigen Display-Technologie setzt PocketBook auf das sogenannte E-Ink Kaleido. Dieses besteht aus zwei wesentlichen Display-Schichten:Die untere Schicht ist ein klassisches E-Ink-Display mit 16 Graustufen und einer Auflösung von 300 ppi.

Darüber liegt dann eine Schicht CFA (Color Filter Array). Diese ist halbtransparent und kann 4096 Farben darstellen. Bei der Auflösung kann diese Schicht aber nur 100 ppi liefern.Durch die 300 ppi der «Schwarz-Weiss-Schicht» wirkt schwarzer Text auf weissem Hintergrund knackig und scharf. Man muss hier also keine Angst haben, dass die 100 ppi des CFA die Schrift verwaschen aussehen lassen. Auch ansonsten wirken schwarze Elemente, beispielsweise in Comics, schön schwarz und scharf.

Scharfe Schrift, aber: Was man merkt, ist, dass das Weiss nicht schön gleichmässig ist. Hier sorgen die 100 ppi der zweiten Schicht für ganz leichtes Rauschen im Weiss. Stören tut das nicht, aber der «Papiereffekt» ist damit futsch. headtopics.com

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Etwas anders sieht es bei farbigen Elementen aus. Dort merkt man die nur 100 ppi der CFA-Schicht deutlich. Zum einen wirken Bilder nicht so scharf, zum einen auch etwas blass. Es wirkt, als hätte man bei den Bildern die Sättigung deutlich heruntergeschraubt. Wer also denkt, dass man bei PocketBook Color einen scharfen Farbdisplay mit intensiven Farben bekommt, wird enttäuscht sein.

Grundsätzlich ist der Farbbildschirm doch ein schöner Mehrwert gegenüber den klassischen E-Readern. Vor allem wenn man den Color einschaltet, sieht es sehr gut aus, wenn einen ein zwar etwas blasses, aber doch farbiges Bücherregal begrüsst. Spannend ist der Color aber vor allem für alle, die Comics auf ihrem E-Reader lesen. Man sollte sich aber wirklich bewusst sein, dass die Farben weit weniger satt und «shiny» sind als in gedruckten Comicheften.

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