Pierin Vincenz: Prozess gegen den Ex-Raiffeisen-Chef im Liveticker

25.01.2022 18:38:00

«Meine AHV-Rente beträgt rund 2000 Franken»: Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz gibt vor Gericht Auskunft über seine Einkünfte.

«Meine AHV-Rente beträgt rund 2000 Franken»: Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz gibt vor Gericht Auskunft über seine Einkünfte.

Einer der grössten Wirtschaftsprozesse der Schweizer Geschichte. Im Mittelpunkt: Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz. 20 Minuten berichtet live vor Ort.

Vincenz wird zu den weiteren unrechtmässigen Deals gefragt, die er laut Anklageschrift getätigt haben soll. Er bestreitet die Vorwürfe und verweist auf seinen Anwalt, welcher in seinem Plädoyer darauf eingehen werde. «Ich fühle mich unschuldig», sagt er und betont:

Der Prozess wird morgen um 8.15 Uhr mit der Befragung des zweiten Hauptbeschuldigten Beat Stocker fortgesetzt., dass wir unsere Beteiligung dem Verwaltungsrat nicht gesagt haben», sagt Vincenz. «Ich war damals noch unerfahren.» Dass er beim Deal betrügerisch vorgegangen sei, wie dies die Staatsanwaltschaft schreibt, bestreitet Vincenz.

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... und dann folgt ein Kuschel Schuldspruch oder sogar ein Freispruch ... lol ... Genau gleich wie Vincenz seid auch ihr Huren des Staates Geschäftliche Erfolge sind keine Rechtfertigung für Delikte. Abartig. Solche teure Geschenke haben doch bestimmt einen dubiosen Hintergrund. ... lol ... Pierin ... was für ein Lebensgeniesser ... hat sicherlich noch Zehntausende ähnliche Pierins in der Politik und Wirtschaft ... easy beasy, wird sicher ein lächerliches Urteil geben ... 500 Sozialstunden vielleicht ... staatliche Puffs putzen zum Beispiel ... yehhh

Interessiert keine Sau, dieser mediale Zirkus! Meine Rente beträgt CHF 1195.00 ! Vielleicht, denn ich darf noch 13 Jahre oder eventuell länger arbeiten ! Ich habe 3 tolle Kinder auf diese Welt gebracht und immer gearbeitet. Danke gott, der ärmste ;) wir machen am besten eine sammlung (ironie off) Das der so eine magere Rente bekommt, wird kaum jemand glauben.

Raiffeisen-Affaire: Prozess um Ex-Chef Pierin Vincenz liveMit dem Strafprozess gegen den früheren Chef von Raiffeisen Pierin Vincenz sowie seinen damaligen engen Berater Beat Stocker beginnt einer der grössten Wirtschaftsprozesse der Schweiz. Wir berichten live vom Prozess.

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Start zum Prozess des Jahrzehnts – Pierin Vincenz’ Kritiker warnten – und wurden übergangenIm Zürcher Volkshaus beginnt morgen die Verhandlung gegen Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz. Recherchen zeigen nun, dass es früh Stimmen gab, die vor den umstrittenen Deals von Vincenz und seinen Vertrauten warnten, aber nicht gehört wurden. (Abo)

Schulden, Rückzahlungen, Anwaltskosten - «Pierin Vincenz droht der Privatkonkurs»Der Mega-Prozess gegen Pierin Vincenz steht an. Der Ex-Raiffeisen-Chef muss bei einem Schuldspruch zig Millionen zurückzahlen. Wenn er das Geld dafür nicht hat, wird er betrieben. Interessiert keine Sau! Zudem ist er durch das Medien Gesocks bereits vorverurteilt! Ist wohl einer, der nun fallen gelassen wird, aber so richtig! Ansonsten decken sie sich alle, die oberen 10 Tausend, die sogenannte geistige Elite aus Politik, Wirtschaft und der Reichen!

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Dienstag, 25.25.Drucken Teilen Im grossen Theatersaal im Volkshaus Zürich hat es genug Platz für alle Medienvertreter.Publiziert heute um 04:42 Uhr 6 Kommentare Um dieses Video zu schauen, müssen Sie sich anmelden Die umstrittenen Deals des Raiffeisen-Chefs: Tamedia-Chefredaktor Arthur Rutishauser im Videoexplainer.

01.2022 Zusammenfassung der Vincenz-Befragung Am Nachmittag ist der heute 65-jährige Beschuldigte durch das Gericht befragt worden.2022, 11. Vincenz sagt, dass er seit 2018 nicht mehr arbeite und jetzt eine AHV-Rente von 2000 Franken erhalte. Januar 2022, ist das Bezirksgericht Zürich in plötzliche Hektik verfallen. Er ist geschieden und wohnt mit einer Partnerin in seinem Haus in Unterteufen AR. Die Besuche in den Clubs und Stripteaselokalen seien geschäftlich begründet gewesen: «Es war Beziehungspflege. Aber da sei er sich auch nicht mehr so sicher.

» Auch die Luxusreisen ins Ausland waren für Vincenz ein Mittel der Beziehungspflege und um neue Kontakte mit Bankern und Geschäftsleuten zu knüpfen: «Man muss grosszügig sein. Februar noch einen fünften Zusatztag zu benennen.» Beim Vorwurf des Betrugs und den weiteren Delikten im Zusammenhang mit den eingeklagten Firmendeals gibt sich Vincenz unschuldig: «Ich bin kein Krimineller.» Der Prozess wird morgen Mittwoch um 8.15 Uhr mit der Befragung von Beat Stocker fortgeführt. «Ich fühle mich unschuldig» Vincenz wird zu den weiteren unrechtmässigen Deals gefragt, die er laut Anklageschrift getätigt haben soll.

Er bestreitet die Vorwürfe und verweist auf seinen Anwalt, welcher in seinem Plädoyer darauf eingehen werde. «Ich fühle mich unschuldig», sagt er und betont: «Ich habe nicht das Gefühl, etwas Kriminelles unternommen zu haben.» Damit ist die Befragung von Pierin Vincenz durch das Gericht beendet. Der Beschuldigte hat bei der Beantwortung der Fragen eine ruhigen und überlegten Eindruck gemacht, auch wenn die Antworten zu den Spesen in den Nachtclubs und bei den privaten Reisen die Richter offensichtlich nicht gross überzeugen konnten – zumindest lässt sich das beim Nachhaken der Fragen durch die Richter so interpretieren. Er machte teilweise aber Erinnerungslücken geltend, weil die Vorfälle schon so lange zurückliegen würden oder gab kleinere Irrtümer zu.

Der Prozess wird morgen um 8.15 Uhr mit der Befragung des zweiten Hauptbeschuldigten Beat Stocker fortgesetzt. War damals noch unerfahren Der Richter fragt nun nach den dem Commtrain-Deal. Die Firma gab Kreditkarten aus und wurde 2014 von der Aduno erworben. « Rückblickend war es nicht korrekt , dass wir unsere Beteiligung dem Verwaltungsrat nicht gesagt haben», sagt Vincenz.

«Ich war damals noch unerfahren.» Dass er beim Deal betrügerisch vorgegangen sei, wie dies die Staatsanwaltschaft schreibt, bestreitet Vincenz. Beim Tinder-Date Personal rekrutiert Bei der Befragung kommt auch die Rechnung von rund 30''000 Franken an seinen Anwalt zur Sprache, die Vincenz mit der Kreditkarte der Raiffeisenbank bezahlte. Dies nach einem Streit mit einer Tänzerin, welche ein Hotelzimmer beschädigte. «Das war ein Irrtum und ich werde die Rechnung zurückzahlen», sagt Vincenz.

Bezahlt hat er bis jetzt aber noch nicht. «Zum Streit will ich aber nichts sagen», fügt er bei. Ein Richter fragt nochmals zu den Cabaretbesuchen mit den hohen Kosten nach. «Man muss die Leute grosszügig einladen, um sie zu überraschen», sagt der Beschuldigte. Es sei teurer Wein konsumiert worden.

«Ich bin eher der Weinliebhaber.» Zum Treffen mit einem Tinder-Date in einem Zürcher Restaurant, wo er 700 Franken für ein Nachtessen zahlte, sagt Vincenz: «Die Frau hat eine Anstellung gesucht und ich habe beim Essen ihre Fähigkeiten geprüft.» Der Co-Richter fragt erstaunt: «Ist es ein normaler Vorgang, dass ein CEO mit einem Tinder-Date Personal rekrutiert?», was Vincenz verneint. Bei einer Reise auf Mallorca mit Hobbyköchen war auch Vincenz «Lieblingswirt» von St. Gallen dabei.

«Er hat in seinem Restaurant viel Gutes über die Raiffeisenbank gesagt» , begründet der Beschuldigte dessen Einladung. Die anderen Hobbyköche seien in der Immobilienbranche tätig gewesen und für die Bank von grosser Bedeutung. «Wir haben im Koch-Club nie gekocht, es ging immer um geschäftliche Kontakte.» Reise für hunderttausend Franken nach Dubai Vincenz sagt zu den Reisen ins Ausland, dass diese nötig gewesen waren, um Beziehungspflege zu machen und Kontakte mit Bankern zu knüpfen. Der Richter erwähnt eine Luxusreise nach Dubai, die fast hunderttausend Franken kostete.

« Es war ein Dankeschön an zwei Mitarbeiter, die sehr viel für die Bank geleistet haben», sagt der Beschuldigte. Der Richter will wissen, ob dies von oben abgesegnet worden sei. «Ich bin der Meinung, dass ich dies im Nachhinein auch dem Verwaltungsratspräsidenten gesagt habe», sagt Vincenz. Auch die heutige Partnerin von Vincenz war auf der Reise dabei. «Es war ein Versehen, dass ich mit der Firmenkreditkarte für sie bezahlt habe», sagt er.

Besuche in Striplokalen sei geschäftlich begründet Vincenz wird zu den Besuchen in Cabarets und Striplokalen befragt: «Die waren geschäftlich begründet». Man habe nach den Nachtessen in den Clubs die Gespräche weitergeführt. Wurde da Bier oder Champagner getrunken, will der Richter wissen? «Sehr verschieden», antwortet er. Es seien aber keine Tänzerinnen eingeladen worden. «Es war Beziehungspflege mit Geschäftsleuten.

» Das habe er auch der externen Revision erklärt und dies auch immer transparent gemacht. Auch der VR-Präsident sei darüber informiert worden. Der Richter erwähnt, dass dieser dies aber verneint. Schulden von 23 Millionen Franken In der letzten Steuererklärung von 2018 ist sein Guthaben auf 16 Millionen Franken beziffert worden. Zudem beträgt der Wert seiner Liegenschaften 9 Millionen Franken.

Er habe Schulden von rund 23 Millionen Franken, sagt Vincenz, davon 6,5 Millionen Franken beim zweiten Hauptbeschuldigten Beat Stocker. Jetzt wird Pierin Vincenz befragt Nach der Ablehnung der Anträge der Verteidiger wird der Hauptbeschuldigte befragt. Der Richter erkundigt sich nach der AHV-Rente. «Rund 2000 Franken.» Er sei beruflich nicht tätig.

In den letzten sechs Jahren sei er in verschiedenen Verwaltungsraten gewesen. E r habe bis 2018 rund eineinhalb Millionen Franken verdient seitdem nichts mehr. Er ist geschieden, lebt mit einer Partnerin zusammen. Sein Wohnsitz sei in Niederteufen AR, aber auch im Bündnerland und im Tessin. «Ich bin mich am Organisieren.

» Prozess wird weitergeführt Am Nachmittag kommt der Richter auf die Anträge der Verteidger zu sprechen. Es weist sie alle ab, insbesondere die Verschiebung des ganzen Prozesses, weil ein Beschuldigter wegen Corona nicht anwesend ist. «Das rechtliche Gehör ist gewährleistet» , sagt der Vorsitzende Sebastian Aeppli. Der Beschuldigte könne am 9.Februar befragt werden.

Zudem wäre eine Verschiebung mit sieben Beschuldigten äusserst zeitintensiv und kompliziert. Vincenz wird befragt Der Monster-Prozess gegen den Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz wird nicht abgebrochen. Das Gericht weist den Antrag auf Verschiebung ab. Jetzt wird der 65-Jährige befragt. Wird Pierin Vincenz aussagen? Gleich zu Beginn der Verhandlung verlangt der Anwalt von Vincenz die Verschiebung des Prozesses .

Dies weil einer der sieben Beschuldigten wegen Corona nicht anwesend ist. Der Anwalt fordert, dass alle Beschuldigten vor den Plädoyers durch das Gericht befragt werden müssen. Dem pflichtet auch der Anwalt von Beat Stocker, dem zweiten Hauptbeschuldigten bei. Ein weiterer Anwalt will die Einstellung des Strafverfahrens für seinen Mandanten. Dieser habe eine unheilbare neurologische Krankheit und könne dem Prozess nicht mehr folgen.

Ein vierter Rechtsanwalt verlangt die Übersetzung der wichtigsten Verfahrensakten auf französisch für seinen Mandanten aus dem Kanton Genf. Das Gericht wird nun bis 16 Uhr über die Anträge entscheiden. Falls der Prozess weitergeführt wird, kommt Pierin Vincenz als erster zu Wort. Ob er aber eine Aussage macht, ist nicht bekannt. Es kann gut sein, dass er sich nur zu seinen persönlichen Verhältnissen äussert, nicht aber zu den Vorwürfen in der Anklageschrift.

Um 16 Uhr wird voraussichtlich Vincenz befragt Das Gericht macht nun eine Pause bis 16 Uhr und berät über die verschiedenen Anträge, welche die Verteidiger gestellt haben. Dann wird entschieden, ob der Prozess beendet oder weitergeführt wird. «Bei einer Weiterführung beginnt die Befragung von Pierin Vincenz», sagt der Gerichtsvorsitzende. Übersetzung der wichtigsten Akten in französisch Nun stellt der Anwalt des Beschuldigten aus dem Kanton Genf seinen Antrag und verlangt, dass das Verfahren gegen den 64-jährigen Unternehmer zu sistieren sei. «Mein Mandant hat kein faires Verfahren» , kritisiert der Anwalt.

Sein Mandant sei französischer Muttersprache, trotzdem seien die wichtigsten Verfahrensakten nicht übersetzt worden. Der Anwalt ist dagegen schon zweimal ans Bundesgericht gelangt – vergeblich. Der 64-Jährige ist ebenfalls der Gehilfenschaft zu Betrug angeklagt und ihm droht eine bedingte zweijährige Freiheitsstrafe. «Das sind schwerwiegende Vorwürfe und für meinen Mandanten sehr belastend», sagt der Anwalt, deshalb müsse sein Klient die wesentlichen Verfahrensakten auf französisch lesen können. Der Staatsanwalt verlangt die Ablehnung des Antrages, dies hätten schon Obergericht und Bundesgericht abgelehnt.

Vincenz beantwortet keine Journalistenfragen Die Pause hat Pierin Vincenz in der ganz in der Nähe befindlichen Kanzlei seines Verteidigers Lorenz Erni verbracht. Er betritt lächelnd das Volkshaus, Journalistenfragen beantworten will er nicht, ausser dem Satz: «Mir geht es soweit gut» . Im Gegensatz zum zweiten Hauptbeschuldigten und den weiteren Angeklagten macht er äusserlich einen lockeren Eindruck. Er versteckt sich auch nicht hinter einer Maske oder einem über das Gesicht gezogenen Schal. Halbstündige Pause Das Gericht unterbricht den Prozess bis 10.

45 Uhr. Ein Beschuldigter leidet an unheilbarer neurologischer Krankheit Der Anwalt eines der Beschuldigten sagt, dass sein Mandant wegen einer neurologischen Erkrankung nicht mehr in der Lage sei, den Prozess aktiv zu verfolgen. «Die Krankheit ist fortschreitend und weder heilbar noch behandelbar» , sagt er. Sein Mandant sei dauerhaft verhandlungsunfähig. Der 68-Jährige ist der Gehilfenschaft zu Betrug angeklagt.

Sein Verteidiger verlangt die Einstellung des Strafverfahrens, es seien auch keine Zivilansprüche möglich. Die Staatsanwaltschaft beantragt die Weiterführung des Verfahrens, trotz des «bedauerlichen Gesundheitszustands». Beat Stockers Barbesuche und Wohnungsmiete Laut Anklageschrift hat Stocker für private Besuche in Clubs über 16’000 Franken mit seiner Firmenkreditkarte bezahlt. Zudem soll er für 2000 Franken seine Frau mit dem Flugzeug viermal nach Lugano mitgenommen haben. Im Zusammenhang mit seinem Businessappartment in Zürich (er hat seinen Wohnsitz im Kanton Bern) soll er der Viseca einen Schaden von 77’000 Franken verursacht haben.

Stocker hat nach Auslaufen des Mietvertrags für eine möblierte Wohnung mit Hotelservice der Viseca weiterhin die Nebenkosten in Rechnung gestellt. Insgesamt sei das Vermögen der Viseca um total 96’000 ungerechtfertigt vermindert worden, schreibt die Staatsanwaltschaft. Wofür ist Beat Stocker angeklagt? Beat Stocker, der zweite Beschuldigte und ehemalige Chef der Kreditkartenfirma Aduno (heute Viseca), ist ebenfalls des gewerbsmässigem Betrugs, der Veruntreuung, Urkundenfälschung und weiteren Delikten angeklagt. Sein unrechtmässigen persönlichen Gewinn beziffert die Staatsanwaltschaft mit 16 Millionen Franken. Auch er soll für sechs Jahre ins Gefängnis.

Der 61-Jährige wurde gleichzeitig mit Vincenz verhaftet und für 106 Tage in Untersuchungshaft gesetzt. Die Staatsanwaltschaft fordert bei ihm insgesamt 16 Millionen Franken Schadenersatz, die durch sein Privatvermögen in der Höhe von 15,6 Millionen Franken beglichen werden soll (Bargeld 13,6 Millionen Franken sowie Liegenschaften in Bern und Zürich im Wert von zwei Millionen Franken). Anwalt verlangt Abbruch der Verhandlung Der Vorsitzende des Gerichts Sebastian Aeppli eröffnet die Verhandlung zu einem aussergewöhnlichen Fall, wie er sagt. Das dreiköpfige Gericht sitzt auf der Bühne des Volkshaussaals an Tischen, welche mit weissen Tüchern bedeckt sind. Zusätzlich ist noch ein vierter Ersatzrichter aufgeboten worden, sollte ein Richter an Corona erkranken.

Vorne im Saal sind fünf der sieben Beschuldigten mit ihren Verteidigern platziert. Ein Beschuldigter befindet sich wegen Corona in Isolation, ein zweiter kann wegen einer neurologischen Erkrankung am Prozess nicht teilnehmen . Er ist vom Gericht dispensiert worden. Im hinteren Teil des Saals sitzen die Journalistinnen und Journalisten zu zweit an Tischen und verfolgen den Prozess. Lorenz Erni, der Verteidiger vom Hauptangeklagten Pierin Vincenz, stellt einen Verfahrensantrag: «Der Prozess ist abzubrechen, bis der an Corona erkrankte Beschuldigte auch befragt werden kann.

» Der Staatsanwalt verlangt die Weiterführung des Prozesses. Andere Anwälte sind ebenfalls für die Weiterführung des Prozesses. Andreas Blattmann, der Anwalt des zweiten Hauptbeschuldigten Beat Stocker, unterstützt aber den Antrag: «Die Hauptverhandlung wird durch die vielen Prozesstage verzettelt.» Dies sei nicht im Sinne der Strafprozessordnung. Neben den bisher geplanten Prozesstagen sind im März noch vier weitere Tage vorgesehen.

Im weiteren bemängelt er, dass die Verteidigung keine vollständige Akteneinsicht gehabt habe. «Die Anklage hat erheblich Mängel», sagt Blattmann und verlangt die Rückweisung der Anklage an die Staatsanwaltschaft. Dies wird von der Anklage aber abgelehnt. Verhandlung ab 08.15 Uhr Die Verhandlung soll bald beginnen.

Die Beschuldigten und ihre Anwälte sind bereits im Saal. Unser Gerichtsreporter Stefan Hohler tickert live vom Prozess. Mehr anzeigen .