Pflegepersonal – Drei-Tage-Woche soll Spitäler vor der nächsten Krise retten

Drei-Tage-Woche bei vollem Lohn: Neues Arbeitsmodell soll Spitäler vor nächsten Krise retten.

21.01.2022 19:56:00

Drei-Tage-Woche bei vollem Lohn: Neues Arbeitsmodell soll Spitäler vor nächsten Krise retten.

Ein Technologieberater fordert die Einführung eines 60-Prozent-Pensums für Pflegepersonal und Ärzte im Spital bei vollem Lohn. Bei Gewerkschaften und Politikern rennt er offene Türen ein.

,Er seiAttraktive Arbeitsbedingungen gefordert, so Wiegers.wegen Personalknappheit. Besonders für Familien mit Kindern brauche es daher Lösungen. So müsse eine kostenlose externe Kinderbetreuung gewährleistet werden, wenn das Personal im Krisenfall auf 100 Prozent aufstocken müsse.

Linke Politikerinnen und Politiker unterstützen das Anliegen. Sie begrüsse den Vorschlag, sagt Grünen-Nationalrätin Katharina Prelicz-Huber. «Studien zeigen, dass Teilzeitangestellte oft produktiver arbeiten.» Zudem sinke dank eines tieferen Pensums das Burnout-Risiko beim Spitalpersonal. Auch brauche es deutlich bessere Löhne und Massnahmen gegen die Überlastung des Spitalpersonals. «Man muss das ausgebildete Pflegepersonal zurückgewinnen mit attraktiven Arbeitsbedingungen.»

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Dieses Arbeitsmodel wäre toll, aber es wäre auch schon ein Anfang wenn Nachtzulagen wieder ab z.B. 20:00 gelten und die Stunden doppelt gezählt werden, nur so kommt man auf genügend Plusstunden um sich nach der Nachtschicht zu erholen. OK, aber macht das ohne unsere Steuergelder! Wie soll das gehen? Vielleicht gar nicht schlecht. Kommt nur zwei Jahre zu spät. Komplettversagen der Politik in der Coronakrise.

❤ Ich glaube es erst, wenn alles auf Papier ist. Das kann noch lange dauern. In der Zwischenzeit arbeiten wir wie gewohnt. Ausser diejenigen welche krank werden. OK OK hart verdient und herzlich gegönnt! Wann Gastronomie 😅😷......... Yeehhh ... mit gleich wenig Personal und noch weniger Intensiv Plätzen ... lol ... überstudierte Volldeppen überall!

🤦‍♂️ Die Regierung macht sich über die Bürger lustig. Er stiehlt unser Geld. wir zahlen 100 % diejenigen, die 60 % arbeiten. Nur in den sozialistischsten EU-Ländern tun sie das. Rücktritt. Euer großer Irrtum, Ihr glaubt, die Dummen lassen sich nicht impfen. Falsch. Die sind alle schon geimpft.

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Allerdings soll die Arbeitsstelle im Spital die Priorität der Arbeitnehmenden sein , falls sie noch einer Nebenbeschäftigung nachgehen . Das Pensum soll also in Krisenfällen auf bis zu 100 Prozent erhöht werden können. Ziel dieses Modells sei einerseits , das Spitalpersonal zu entlasten, andererseits gehe es ihm darum, die Attraktivität der Berufe im Gesundheitssektor zu erhöhen, sagt Urbanetti. Laut Urbanetti können die Spitäler dank kleinerer Pensen massiv mehr Personal einstellen. Er sei sich der potentiellen Mehrkosten bewusst. Doch er argumentiert, dass die gesamtwirtschaftlichen Folgekosten durch krankes oder ausgebranntes Personal und erhöhter Druck infolge von Personalmangel höher seien. Die Kosten soll en die öffentliche Hand und Patientinnen und Patienten tragen. Attraktive Arbeitsbedingungen gefordert Gewerkschaften stellen ebenfalls solche Forderungen. Es brauche eine Reduktion der Arbeitszeit des Gesundheitspersonals bei vollem Lohn, sagt Elvira Wiegers, Zentralsekretärin des Schweizerischen Verbands des Personals öffentlicher Dienste (VPOD). Denn aktuell sei Spitalpersonal im Teilzeitverhältnis mit massiven Einkommenseinbussen und Rentenlücken konfrontiert. «Es braucht fundamentale Verbesserungen und Massnahmen, um die ‹dramatischen Berufsausstiege› zu stoppen.» Zudem sei eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie unerlässlich , so Wiegers. Zurzeit müsse Gesundheitspersonal täglich für andere einspringen und kurzfristige Dienstplanänderungen akzeptieren – wegen Personalknappheit. Besonders für Familien mit Kindern brauche es daher Lösungen. So müsse eine kostenlose externe Kinderbetreuung gewährleistet werden, wenn das Personal im Krisenfall auf 100 Prozent aufstocken müsse. Ähnlich äussert sich Yvonne Ribi, Geschäftsführerin des Schweizer Berufsverbands der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK). Sie finde die Idee zwar interessant, aber noch nicht ausgereift genug. Burnout-Risiko sinke Linke Politikerinnen und Politiker unterstützen das Anliegen. Sie begrüsse den Vorschlag, sagt Grünen-Nationalrätin Katharina Prelicz-Huber. «Studien zeigen, dass Teilzeitangestellte oft produktiver arbeiten.» Zudem sinke dank eines tieferen Pensums das Burnout-Risiko beim Spitalpersonal. Auch brauche es deutlich bessere Löhne und Massnahmen gegen die Überlastung des Spitalpersonals. «Man muss das ausgebildete Pflegepersonal zurückgewinnen mit attraktiven Arbeitsbedingungen.» Die Kosten dürften kein Hinderungsgrund sein , so Prelicz-Huber . «Wenn wir das Geld für Kampfjets haben, sollten wir in der Lage sein, auch genügend Millionen Franken in Spitalpersonal zu investieren.» Aktuell stiege viel Pflegepersonal aus wegen tiefe r Löhne, unattraktiven Arbeitszeiten, keiner Planungssicherheit und geringer Wertschätzung. «Medizin rund um die Uhr» sei schwer planbar Der Spitalverband H+ sieht Vorteile in der Drei -Tage-Woche. «Grosszügige Angebote wie ein voller Lohn für ein 60-Prozent-Pensum, also eine sehr grosszügige Lohnerhöhung, können helfen, Pflegende in den Beruf zurückzuholen», sagt Direktorin Anne Bütikofer. Doch mehr Personal bedeute höhere Personalkosten. «Der finanzielle Handlungsspielraum der Spitäler und Kliniken ist jedoch sehr eingeschränkt und sie müssen ihre Erträge heute selbst erwirtschaften.» Auch kritisiert Bütikofer, dass «Medizin rund um die Uhr» schwer planbar sei. «Mehr Personal mit geringeren Pensen bedeutet mehr Übergaben von Patientinnen und Patienten und somit einen Bruch in der Behandlungskontinuität.» Das könne Auswirkungen auf die Qualität haben. Der Kritik schliesst sich auch SVP-Nationalrätin Yvette Estermann an. Sie hat Zweifel, ob es gelingen kann, Ersatz für das fehlende Personal in kurzer Zeit zu beschaffen, neu anzustellen und eine hohe Qualität zu gewährleisten. Zudem hinterfragt sie die Finanzierung der Massnahmen: « Wenn die Steuerzahler dafür aufkommen müssen, sehe ich den Vorschlag kritisch. » Es gibt immer weniger Spitalbetten – jedes sechste Bett wurde seit 2000 abgebaut infolge von Personalmangel. Laut Medienmitteilung der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) ist die Personalsituation angespannt. So arbeiteten 2020 zwar 229’000 Personen im Spitalsektor, doch das reicht nicht für die Betreuung der vorhandenen Bettenkapazitäten. My 20 Minuten Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben! Deine Meinung