«Petit Prince»-Originalskizzen in Winterthurer Altstadthaus entdeckt

Überraschender und erfreulicher Fund in Winterthur. (Abo+)

15.8.2019

Überraschender und erfreulicher Fund in Winterthur. (Abo+)

Im Nachlass des Kunstsammlers Bruno Stefanini sind Zeichnungen von Antoine de Saint-Exupéry aufgetaucht.

Kunst , Kultur und Geschichte (SKKG) die Werke inventarisieren, haben die Skizzen in einem Haus Stefaninis in der Altstadt gefunden. «Sie sind in einem erstaunlich guten Zustand», sagt Elisabeth Grossmann, Kunsthistorikerin und Geschäftsführerin SKKG ad interim. Trotzdem sei es höchste Zeit gewesen, sie aus dem muffigen Sichtmäppchen zu befreien und in säurefreiem Papier abzulegen. Auf Luftpostpapier gezeichnet Unter den Zeichnungen befindet sich eine Farbskizze, die den kleinen Prinzen und den Fuchs zeigt, eine mit dem Säufer, den der kleine Prinz besucht, eine Skizze mit der Schlange, die den Elefanten gefressen hat und ein Liebesbrief an seine Frau. Der Pilot Saint-Exupéry hat sie alle auf sehr dünnes Papier, ein Luftpostpapier, gemalt, mit Tusche und Aquarellfarben. Und sie sind undatiert. Neben diesen Skizzen, die den Säufer und die Schlange mit dem Elefanten im Bauch zeigen, hatte Stefanini einen Liebesbrief von Saint-Exupéry an seine Frau ersteigert. Fotos: SKKG Als Anhaltspunkt gilt das Jahr 1943, als «The Little Prince» und «Le Petit Prince» zeitgleich in New York und Paris herausgegeben wurden. Die Zeichnungen müssen also sicher vor 1943 entstanden sein. Stefanini hat sie 1986 an einer Auktion in Bevaix (Kanton Neuenburg) erstanden. Der Mann, der die Skizzen verkauft hatte, lebt heute nicht mehr. Die Originale, die schliesslich für das Buch «Le Petit Prince» verwendet wurden, befinden sich in der Morgan Library in New York. Hinweise darauf, dass Stefanini ein besonderer Fan von Saint-Exupéry war gibt es laut den Kuratorinnen nicht. Vielmehr zählen Grossmann und ihr Team auch diese Zeichnungen zu den sogenannten Kontakt-Ikonen. Das sind Objekte, die Stefanini sammelte, weil sie einen Moment in der Geschichte oder eine Person materialisieren. «Wichtig war ihm, Geschichte für alle Menschen, auch weniger Gebildete, verständlich zu machen, durch Objekte, die in der Geschichte eine Rolle spielten», sagt Grossmann. Dabei legte Stefanini Wert darauf, möglichst verschiedene Epochen, Kulturen und Bereiche der Gesellschaft abzudecken. Rechtsstreit verzögerte Aufarbeitung Die Aufarbeitung von Stefaninis Kunst-Schatz geht weiter. Seit letztem Herbst waren zunächst vier, dann acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter daran, die Werke aus verschiedenen Liegenschaften zusammenzutragen, zu reinigen, zu fotografieren und zu sortieren. Jetzt folgt die Inventarisierung. Dazu gehört die Einordnung und das genaue Dokumentieren der Werke. «Das dauert noch mehrere Jahre», sagt Grossmann. Ursprünglich habe man gedacht, man würde in diesem Sommer fertig werden. Doch unter anderem wegen des Rechtsstreits um die Stiftung, der von 2014 bis 2018 dauerte, und während der der Stiftungsrat keine Handlungsbefugnis hatte, stand viele Jahre alles still. «Einige Werke haben unterdessen enormen Schaden erlitten, weil sie feucht und schimmlig gelagert wurden», sagt Grossmann. Doch alle die Schachteln zu öffnen und manche so schöne Dinge, wie die Zeichnungen von Saint-Exupéry zu entdecken, das sei «manchmal wie Weihnachten» gewesen. Künftig soll die gesamte Sammlung von Stefanini in einem Gebäude zusammengeführt werden. Erstellt: 15.08.2019, 08:09 Uhr 08:09 Die Riesenschlange mit dem Elefanten im Bauch Antoine de Saint-Exupéry (1990-1944) war ein französischer Schriftsteller und Pilot. Seine Erzählung «Le Petit Prince» gehört mit 140 Millionen verkauften Exemplaren zu den erfolgreichsten Büchern der Welt. Eine Schlüsselszene steckt in der Skizze mit der Schlange mit dem Elefant im Bauch. Der namenlose Erzähler im Buch zeichnet als Sechsjähriger sein erstes Bild, das eine Riesenschlange darstellt, die einen Elefanten verdaut. Die Erwachsenen sehen aber nur einen Hut. In der Folge passt sich der Erzähler der Welt der «grossen Leute» an, fühlt sich aber allein und unverstanden. (des) Artikel zum Thema Weiterlesen: Tages-Anzeiger

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