Paradoxes Zürcher Phänomen – Wieso glorifizieren alle die leeren Morgenstunden in der Stadt?

27.01.2021 08:32:00

Guten Morgen! Wieso mögen wir #Zürich morgens so gerne? (Abo)

Zürich

Guten Morgen! Wieso mögen wir Zürich morgens so gerne? (Abo)

Gerade angesichts der aktuellen Lage ist das doch geradezu zynisch. Wer Stille und abwesende Hektik schätzt, ist in der Stadt fehl am Platz.

Foto: Urs JaudasIrgendwann vergangenen Frühling gab es diesen Moment, als ich in meinem Wohnquartier, dem Kreis 5, plötzlich nur noch die Vögel hörte. Das Fenster stand offen – und draussen war es ganz leise, weder Tram noch Autos noch lachende Kinder oder herumschreiende Nachbarn hörte ich. Der Himmel war blau, die Sonne wärmte mein Gesicht. Mich schauderte es.

Diese Stille war ich nicht gewohnt – und ich fand sie nicht beruhigend, sondern gespenstisch. Wo ist das Leben hin?Als ich die Episode kürzlich jemandem erzählte, lachte sie mich aus. «Typisch Städterin», sagte mein Gegenüber. Und ich sagte: Ja! Und schämte mich nicht dafür. Denn ich vermisse das Leben, das Gefühl, das mir die Stadt und das Quartier geben. Das Gefühl, dass etwas passiert, dass das Leben pulsiert.

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Weil...morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung ! Ein Geschenk an die Fahrradfahrer. Nutzt die teuren Fahrradwege und die leeren Strassen. Die Strassensteuer ist bezahlt. Welches „Wir“ spricht hier? Das nennt man Selbstmotivation auf dem Weg zur Arbeit!