Norwegische Schüler Dienen Als Versuchskaninchen Für Digitale Propaganda, International Nachrichten

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Norwegen: Fake-News-Experiment mit Schülern

Ein Team des norwegischen Staatsfernsehens hat getestet, ob sich Wahlen durch manipulierte Botschaften beeinflussen lassen. Das Experiment an einem Gymnasium löste Empörung aus.

10.9.2019

Ein Team des norwegischen Staatsfernsehens hat getestet, ob sich Wahlen durch manipulierte Botschaften beeinflussen lassen. Das Experiment an einem Gymnasium löste Empörung aus.

Ein Team des norwegischen Staatsfernsehens hat getestet, ob sich Wahlen durch manipulierte Botschaften beeinflussen lassen. Das Experiment an einem Gymnasium löste Empörung aus.

Verbreitet haben sie Mitarbeiter eines Wissenschaftsmagazins des öffentlichen Fernsehsenders NRK. Sie wollten in einem Experiment herausfinden, ob manipulierte Botschaften in sozialen Netzwerken eine Wahl beeinflussen könnten. Adressaten waren Schülerinnen und Schüler eines Gymnasiums in Lilleström bei Oslo. Sie durften, wie in Skandinavien üblich, kurz vor den jüngsten Gemeindewahlen ebenfalls an die Urne. Das Ergebnis der sogenannten Schulwahl zählt zwar nicht offiziell, aber sie soll Lust an Demokratie vermitteln.

Das Fake-News-Experiment startete im Februar mit dem Ziel, der bäuerlichen Zentrumspartei, die bei der letzten Schulwahl am schlechtesten abgeschnitten hatte, mehr Stimmen zu verschaffen. Unter anderem schuf man die Facebook-Seite «Klimastreik Lilleström», erfand Online-Nutzerprofile, schaltete ein gefälschtes Wählerbarometer und verbreitete falsche Parteipropaganda. Ein Mädchen, das vorgab, bald an das Gymnasium zu wechseln, sympathisierte auf ihrem Instagram-Konto mit der Zentrumspartei. Eingeweiht war einzig der Rektor. Als er und das NRK-Team vergangene Woche das Ganze offenlegten, war die Empörung gross: Mehrere Politiker fanden den Versuch völlig inakzeptabel. Ministerpräsidentin Solberg bat das Staatsfernsehen, über seinen Auftrag nachzudenken, denn der Zweck heilige nicht jedes Mittel.

Anders die Gymnasiasten: Sie äusserten sich nach dem ersten Schock mehrheitlich positiv. Das lehrreiche Experiment zeige, wie leicht es sei, Unwahrheiten zu verbreiten und Urnengänge zu manipulieren. Bester Beweis für den kritischen Geist der Schüler ist das Wahlresultat: Die Zentrumspartei konnte ihren Stimmenanteil trotz Fake-News nur von 2 auf 3,1 Prozent steigern.

Weiterlesen: Neue Zürcher Zeitung

Meldungen aus Norwegen brauchen sechs Tage, bis sie bei uns in der Schweiz verkauft werden. Die Politiker waren nicht amüsiert? Seltsam. Nein, doch nicht. Ansonsten ein heiteres Spielchen, dass tatsächlich belegte, was wir eigentlich alle vermuten, gar zu erkennen glauben, aber dann doch in die Falle tappen. Deshalb funktioniert‘s.

Wahlen liessen sich schon immer mit Botschaften beeinflussen und 'manipulierte Botschaften' sind im Neusprech ein Ausdruck für solche, die das Establishment nicht mag. Was denn nun? „Das lehrreiche Experiment zeige, wie leicht es sei, Unwahrheiten zu verbreiten und Urnengänge zu manipulieren. [...] Die Zentrumspartei konnte ihren Stimmenanteil trotz Fake-News nur von 2 auf 3,1 Prozent steigern.“

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