Der Vielfach Preisgekrönte Film «Nomadland» Berührt: Er Trichtert Uns Die Sozialkritik Nicht Ein – U, Feuilleton, Nachrichten

Der Vielfach Preisgekrönte Film «Nomadland» Berührt: Er Trichtert Uns Die Sozialkritik Nicht Ein – U, Feuilleton

«Nomadland» ist grosses kleines Kino

Der reiche Oscar-Segen hat den amerikanischen Spielfilm schon vor Wochen in die Schlagzeilen gebracht. Nun ist er endlich auf der Leinwand zu sehen: grosses kleines Kino.

09.06.2021 21:05:00

Der reiche Oscar-Segen hat den amerikanischen Spielfilm schon vor Wochen in die Schlagzeilen gebracht. Nun ist er endlich auf der Leinwand zu sehen: grosses kleines Kino. Die Kritik von urspunkt.

Der reiche Oscar-Segen hat den amerikanischen Spielfilm schon vor Wochen in die Schlagzeilen gebracht. Nun ist er endlich auf der Leinwand zu sehen: grosses kleines Kino.

TeilenFern (Frances McDormand) begibt sich in «Nomadland» auf eine Reise, um ihrem Leben eine Perspektive zu geben.Fox Searchlight Pictures / ImagoZwei Genres stehen im Kino für die amerikanische Seele und den Ursprung des amerikanischen Traums, den einst Trapper und Pioniere prägten: Western und Roadmovie. Die Filmemacherin Chloé Zhao führt Elemente beider Gattungen in ihrem dritten Kinowerk zusammen – geerdet mit Antiheldinnen. Auch das macht «Nomadland» zu einem der aufsehenerregendsten Spielfilme der jüngsten Zeit.

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Die 39-jährige Regisseurin, aufgewachsen in Peking sowie Brighton und in Kalifornien lebend, schafft zusammen mit ihrer Crew aber auch auf anderen Ebenen erstaunliche Spagate. Selbst den alten Revierkampf zwischen Fiktion und Dokumentarischem scheinen sie zu meistern: Sie sind im amerikanischen Südwesten in die Welt moderner Nomaden eingetaucht und haben sich dort zu ihrer ebenso lakonisch wie behutsam erzählten Geschichte inspirieren lassen. Dabei verkörpern manche Figuren mit Namen wie Charlene Swankie und Bob Wells sich selbst.

Ein Leben im KleinbusIm Mittelpunkt jedoch steht Fern (Frances McDormand). Vor Jahren hat sie ihren Mann verloren, die Trauerarbeit aber noch immer nicht abgeschlossen. Die einst als Beschäftigungsort dienende Mine in ihrer Heimatstadt mit dem triumphal anmutenden Namen Empire in Nevada ist stillgelegt. So steigt Fern, Anfang sechzig, in ihren Van – auf der Suche nach Gelegenheitsjobs und nach dem Leben. Sie trifft auf Menschen, die in Kleinbussen wohnen, in einer Mischung aus Freiheitsliebe und ökonomischem Zwang: Das System hat sie trotz harter Arbeit auf keinem grünen Zweig entlassen, sondern in einen vermeintlichen Ruhestand ohne Rente geschickt. headtopics.com

Zum stimmigen, zurückhaltenden Soundtrack begleiten wir die wortkarge Fern durch triste Vorortssiedlungen und durch Landschaften, deren majestätische Weite das Kümmerliche der menschlichen Existenz kontrastiert: Die Kamera von Joshua James Richards, dem Arbeits- und Lebenspartner der Regisseurin, hat schon ihre ersten beiden Filme stark mitgeprägt. Und seine Bilder rufen nach der Grossleinwand.

Die unvergleichliche Frances McDormand wiederum schafft es selbst mit sauertöpfischer Miene wie sieben Tage Regenwetter, uns zu berühren. Und sie ist gleichzeitig die geistige Mutter des Filmprojekts: Zusammen mit ihrem Berufskollegen Peter Spears sicherte sie sich die Rechte für das gleichnamige Sachbuch der Journalistin Jessica Bruder, das als Basis für «Nomadland» dient, und holte Zhao ins Boot.

Nicht zum Fanal aufgeplustertDas Ergebnis führt uns eine weitgehend unbekannte Seite Amerikas vor Augen, ohne die Protagonisten als Exoten blosszustellen oder sich selbst als sozialkritisches Fanal aufzuspielen. Statt ständig mit dem Zaunpfahl zu winken, dass hier gegen die Ungerechtigkeiten der Welt angedreht werde, entwickelt dieser Low-Budget-Film eine stille, universelle Geschichte aus den Figuren heraus. Sie handelt vom Umgang mit Verlusten, von späten Neuanfängen und der Möglichkeit, die Würde zu bewahren in einfachsten Lebensverhältnissen. Für die Vorzüge von Verzicht sind unsere Sinne durch die Corona-Zeit geschärft. Und so hat die Faszination, die vom Werk ausgeht, womöglich einiges mit uns selbst zu tun.

Mit «Nomadland» kehre, so jubeln nun manche, der Alltag der kleinen Leute ins amerikanische Filmschaffen zurück – und eine neue Bescheidenheit. Welche Signalwirkung das unter den Fittichen der Disney-Tochter Searchlight Pictures herausgebrachte Werk zeitigen wird, muss sich weisen. Nachahmer animieren wird allein schon der Preissegen, vom Goldenen Löwen in Venedig über Golden Globes bis zu gewichtigen Oscars. Sollten im Gefolge ähnlich berührende Figuren und Geschichten entstehen, wären das erfreuliche Perspektiven. headtopics.com

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