Neuer Kanzler in Österreich – Karl Nehammer will keine Kurz-Kopie sein

Der jetzige Innenminister Nehammer soll Österreichs Bundeskanzler werden. Er hat sich früh von Sebastian Kurz emanzipiert. (Abo)

03.12.2021 23:00:00

Der jetzige Innenminister Nehammer soll Österreichs Bundeskanzler werden. Er hat sich früh von Sebastian Kurz emanzipiert. (Abo)

Der jetzige Innenminister Nehammer soll Österreichs Bundeskanzler werden. Er hat sich früh von Sebastian Kurz emanzipiert – und gibt beim Thema Corona gleich den Tarif durch.

Publiziert heute um 17:17 Uhr2 KommentareÖsterreichs Kanzler in spe: Karl Nehammer auf dem Weg zum ÖVP-Treffen in Wien.Foto: Joe Klamar (AFP)Karl Nehammer trat gegen Viertel vor zwölf am Mittag in der Politischen Akademie der ÖVP vor das Land und die Presse – am selben Ort mithin, wo sein

Vorvorgänger Sebastian Kurzam Tag zuvor seinen Abschied aus der Politik verkündet hatte. Und der Unterschied war gross: Kurz hatte, scheinbar unbeeindruckt von einer Situation, die doch eine herbe Niederlage für ihn sein musste, sechzehn Minuten lang über sich, seine Erfahrungen und seine Enttäuschungen gesprochen.

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Ende der Ära Kurz – Karl Nehammer ist neuer ÖVP-Chef und somit Österreichs KanzlerDer bisherige Innenminister galt als klarer Favorit für die Posten – nicht zuletzt deshalb, weil der ehemalige Berufssoldat nicht zum engsten Kreis von Ex-Kanzler Kurz zählte.

Polit-Beben in Österreich: Ex-Kanzler Kurz tritt von allen Ämtern zurückDer abgetretene österreichische Kanzler Sebastian Kurz macht kurzen Prozess: Er tritt von sämtlichen Ämtern, die er noch innehat, zurück. Dies berichtet die … Für die einen ist es ein Beben, für die anderen ein müdes Schulterzucken. Zu spät, als dass der noch erhobenen Hauptes in die Öffentlichkeit könnte! Der geht als Lügner in die Geschichte ein, ein Schandfleck, wie Hitler, eine gedanklich gleiche Ausrichtung! Diktatorische, faschistoide Züge! Kein Verlust für eine Demokratie!

Auch Österreichs Finanzminister Blümel tritt zurückNach Österreichs Ex-Kanzler und ÖVP-Chef Sebastian Kurz hat auch der als Kurz-Vertrauter geltende Finanzminister Gernot Blümel seinen Rückzug aus der … Schlimmer als bei machem Fussballverein, dort sind wenigsten die Wechsel im Team/Spielerwechsel limitiert... Ein weiterer Kurz-Scherge fällt vom Schemel. Bravo Wird tatsächlich der rechtsaussen Rassist, Fremdenhasser und heutige Innenminister Karl Nehammer die Führung der ÖVP übernehmen und Bundeskanzler werden? Wenn die Grünen dann noch in der Regierung bleiben und nicht endlich ihren Kurs korrigieren, dann servus GrueneOE

Ex-Kanzler Österreichs – Sebastian Kurz tritt offenbar von allen Ämtern zurückLaut Medienberichten scheidet der frühere Bundeskanzler aus der Politik aus. Gegen Kurz laufen Ermittlungen. Zuletzt war er in der ÖVP noch Parteichef. Hat wohl ein interessanteres Angebot als Cheflobbyist bekommen.

Nach Korruptions-Affäre – Kurz tritt von allen Ämtern zurückGemäss Medienberichten soll der ehemalige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz von allen Ämtern zurücktreten. Zuletzt bekleidete er in der ÖVP noch den Posten als Parteichef. Zu spät, als dass der noch erhobenen Hauptes in die Öffentlichkeit könnte! Der geht als Lügner in die Geschichte ein, ein Schandfleck, wie Hitler, eine gedanklich gleiche Ausrichtung! Diktatorische, faschistoide Züge! Kein Verlust für eine Demokratie! Der wird wieder kommen... keine Sorge. Die Ruhe vor dem Sturm...

Österreichs Kanzler Schallenberg kündigt Rücktritt anÖsterreichs Kanzler Alexander Schallenberg stellt sein Amt nur sieben Wochen nach seiner Vereidigung zur Verfügung. Das kündigte der Politiker der …

Cathrin Kahlweit aus Wien Publiziert heute um 17:17 Uhr 2 Kommentare Österreichs Kanzler in spe: Karl Nehammer auf dem Weg zum ÖVP-Treffen in Wien. Foto: Joe Klamar (AFP) Karl Nehammer trat gegen Viertel vor zwölf am Mittag in der Politischen Akademie der ÖVP vor das Land und die Presse – am selben Ort mithin, wo sein Vorvorgänger Sebastian Kurz am Tag zuvor seinen Abschied aus der Politik verkündet hatte. Und der Unterschied war gross: Kurz hatte, scheinbar unbeeindruckt von einer Situation, die doch eine herbe Niederlage für ihn sein musste, sechzehn Minuten lang über sich, seine Erfahrungen und seine Enttäuschungen gesprochen. Nehammer wirkte anfangs durchaus nervös, er liess nach seiner Rede Fragen zu, er sprach weniger über sich und die neue Aufgabe als über die Pandemie. Und er nutzte den ersten Auftritt als designierter Bundeskanzler, um – höflich, aber unmissverständlich – an jene Landsleute zu appellieren, die Freiheit mit Egoismus verwechselten und sich dadurch, dass sie die und zunehmend aggressiv demonstrierten, als unsolidarisch, als Gefahr für andere erwiesen. In seiner alten Rolle als Innenminister hatte er Ähnliches gesagt. Als Bald-Kanzler machte er sich damit zumindest bei einem Teil der Wähler gleich mal ein wenig unbeliebt. Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.