Neue Enthüllungen in Grossbritannien – Boris Johnson soll «endlich aufhören zu lügen»

11.01.2022 20:30:00

Neue Enthüllungen zu einer Party haben Premierminister Boris Johnson in grösste Schwierigkeiten gebracht. Sogar Scotland Yard ermittelt nun gegen die Londoner Regierungszentrale.

Neue Enthüllungen zu einer Party haben Premierminister Boris Johnson in grösste Schwierigkeiten gebracht. Sogar Scotland Yard ermittelt nun gegen die Londoner Regierungszentrale.

Während des ersten Lockdown fand im Garten von No. 10 Downing Street ein Fest statt, an dem offenbar auch Boris Johnson teilnahm – allen von ihm selbst erlassenen Vorschriften zum Trotz. Nun ermittelt sogar Scotland Yard.

Boris Johnson soll «endlich aufhören zu lügen»Publiziert heute um 17:31 UhrFoto: Jack Hill (AFP)des Jahres 2020 mit dem Argument abzuwehren, es habe sich um «Arbeitssitzungen» gehandelt, zieht dieses Argument diesmal nicht.

Die Eingeladenen wurden aufgefordert, selbst etwas zum Trinken mitzubringen. Zugleich wurde offenbar ein langer Tisch mit Speisen und Getränken im Garten aufgestellt. Die Polizei hatte noch am selben Tag die Bevölkerung daran erinnert, dass Picknicks und sportliche Betätigung zum Beispiel in öffentlichen Parks erlaubt waren, «solange man das allein tut oder mit Leuten, mit denen man zusammen lebt, oder mit einer einzelnen Person eines anderen Haushalts». Eine andere Form von Geselligkeit im Freien war nicht gestattet – und schon gar nicht ein Zusammensein mit anderen im Garten hinterm Haus oder gar im Haus selbst.

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BorisJohnson You can step back redhead You have reached the end, no country needs that at its head.

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Neue Enthüllungen in Grossbritannien - Boris Johnson soll «endlich aufhören zu lügen» Neue Enthüllungen in Grossbritannien – Boris Johnson soll «endlich aufhören zu lügen» Sogar Scotland Yard ermittelt nun gegen die Londoner Regierungszentrale.01:55 Video Aus dem Archiv: Britischer Premier Johnson unter Druck Aus Tagesschau vom 21.01:55 Video Aus dem Archiv: Britischer Premier Johnson unter Druck Aus Tagesschau vom 21.«Sie haben zu Unrecht Kinderzulagen für die Kita bezogen.

Während des ersten Lockdown fand im Garten von No. 10 Downing Street ein Fest statt, an dem offenbar auch der Premierminister teilnahm – allen von ihm selbst erlassenen Vorschriften zum Trotz.2021. Peter Nonnenmacher aus London Publiziert heute um 17:31 Uhr 4 Kommentare Neue Enthüllungen belasten ihn: Der britische Premier Boris Johnson. abspielen Das Parlament setzte kurzfristig eine Dringlichkeitssitzung am Dienstag an, bei der die Regierung Rede und Antwort stehen sollte. Foto: Jack Hill (AFP) Neue Enthüllungen zu einer Party, die während des ersten, strikten britischen Corona-Lockdown im Garten von No. Johnson selbst war nicht anwesend – und nur eine Handvoll Abgeordnete von Johnsons konservativer Partei. 10 Downing Street stattfand, haben Premierminister Boris Johnson am Dienstag in grösste Schwierigkeiten gebracht. Sie wehrten sich, machten Einsprachen, gingen gerichtlich gegen die Behörden vor.

Während es Johnson bisher gelungen war, Fragen zu anderen Sommerpartys und Weihnachts-Festivitäten des Jahres 2020 mit dem Argument abzuwehren, es habe sich um «Arbeitssitzungen» gehandelt, zieht dieses Argument diesmal nicht. Auf die Frage eines Abgeordneten der oppositionellen Labour-Partei, ob Johnson zurücktrete, wenn er Gesetze gebrochen haben sollte, antwortete Ellis: «Der Premierminister geht nirgendwo hin. Auf die Frage eines Abgeordneten der oppositionellen Labour-Partei, ob Johnson zurücktrete, wenn er Gesetze gebrochen haben sollte, antwortete Ellis: «Der Premierminister geht nirgendwo hin. Zu der Party im Garten der Regierungszentrale am Abend des 20. Mai 2020 hatte sein Privatsekretär Martin Reynolds ganz offiziell rund 100 Personen eingeladen. Schlagzeilen machten bereits Partys seiner Mitarbeitenden während des Lockdowns in der Weihnachtszeit 2020. Die damalige Einladungs-Mail ist jetzt britischen Fernsehanstalten zugespielt und von diesen veröffentlicht worden. Gartenparty mit über 40 AnwesendenJüngster Anstoss ist eine Gartenparty an seinem Dienstsitz am 20. Mehrere Zeugen bestehen darauf, dass Johnson und seine heutige Frau Carrie während der Party persönlich anwesend waren. Mai 2020, zu der sein Privatsekretär Martin Reynolds über 100 Personen per E-Mail eingeladen haben soll. Aber die Regierung in Den Haag begriff das enorme Ausmass des ganzen Skandals erst nach einem vor Jahresfrist publizierten Rapport – und trat prompt zurück.

In der Reynolds-Einladung hiess es: «Hallo ihr Lieben, nach einer Periode unglaublich harten Einsatzes haben wir gedacht, dass es nett wäre, das Beste aus dem herrlichen Wetter zu machen und uns heute Abend ein paar sozial distanzierte Drinks im Garten von No. 10 zu genehmigen. Reynolds rief die Mitarbeitenden in der von ITV zitierten E-Mail auf, nach einer hektischen Zeit, das Beste aus dem schönen Wetter zu machen und sich am Abend zu Drinks mit Abstand im Garten von Downing Street 10 zu treffen. Reynolds rief die Mitarbeitenden in der von ITV zitierten E-Mail auf, nach einer hektischen Zeit, das Beste aus dem schönen Wetter zu machen und sich am Abend zu Drinks mit Abstand im Garten von Downing Street 10 zu treffen.» Die eigenen Regeln missachtet Die Eingeladenen wurden aufgefordert, selbst etwas zum Trinken mitzubringen. Zugleich wurde offenbar ein langer Tisch mit Speisen und Getränken im Garten aufgestellt. Zu der Zeit waren soziale Kontakte in England stark eingeschränkt und auf wenige Personen beschränkt. Die Polizei hatte noch am selben Tag die Bevölkerung daran erinnert, dass Picknicks und sportliche Betätigung zum Beispiel in öffentlichen Parks erlaubt waren, «solange man das allein tut oder mit Leuten, mit denen man zusammen lebt, oder mit einer einzelnen Person eines anderen Haushalts». Schulen, Pubs und Restaurants waren geschlossen. Viele Geschädigte warten noch immer auf ihr GeldErschrocken über das verheerende Ausmass der behördlichen Handlungen, versprach der neue und alte Premier Mark Rutte den Betroffenen eine rasche Aufarbeitung des Skandals.

Eine andere Form von Geselligkeit im Freien war nicht gestattet – und schon gar nicht ein Zusammensein mit anderen im Garten hinterm Haus oder gar im Haus selbst. Personen konnten damals wegen Partys strafrechtlich verfolgt werden. Keine Stunde vor Herausgabe der Party-Einladungen durch Johnsons Büro hatte auch Kabinettsminister Oliver Dowden auf einer Pressekonferenz in Downing Street noch einmal nachdrücklich auf diese Restriktionen verwiesen. Ähnlich äusserte sich wenige Tage nach der Party Boris Johnson selbst. Sie hatte im Vorfeld darauf gesetzt, dass Johnson die Gelegenheit ergreife und Fragen beantworte. Sie hatte im Vorfeld darauf gesetzt, dass Johnson die Gelegenheit ergreife und Fragen beantworte. Falls jemand in der Nachbarschaft gegen die geltenden Vorschriften verstosse, solle man die Betreffenden darauf aufmerksam machen, erklärte der Regierungschef damals: «Notfalls tritt sonst die Polizei auf den Plan.» Voller Zorn reagierten auf die Enthüllungen gestern vor allem Briten, die in jenem Frühsommer Angehörige verloren hatten . Sie hätten ein Recht darauf, die Wahrheit zu erfahren. Allerdings ist die dafür verantwortliche Staatssekretärin Mitglied der rechtsliberalen VVD von Mark Rutte, also just jener Partei, die massgeblich am Zustandekommen der scharfen Gesetze beteiligt war.

Dutzende Hinterbliebene sprachen gestern erneut – und oft unter Tränen – davon, dass es ihnen damals unmöglich war, sterbende Familienmitglieder oder Freunde ein letztes Mal zu sehen, während in No. Andere Labour-Politiker erklärten, die Party zeige Johnsons Verachtung für Regeln. 10 gefeiert worden war. Johnsons Sprecher wollte sich zu der Gartenparty am Dienstag nicht äussern. 363 Covid-Opfer wurden allein an jenem 20. Mai 2020 gemeldet. Kritik von allen SeitenJohnson steht nicht nur bei der Opposition und Bevölkerung in der Kritik, auch aus den eigenen Reihen kommt Gegenwind. Kritik von allen SeitenJohnson steht nicht nur bei der Opposition und Bevölkerung in der Kritik, auch aus den eigenen Reihen kommt Gegenwind. Das brachte die Gesamtzahl der Toten, zwei Monate nach Beginn des ersten Lockdown, auf über 35’000.

Mittlerweile setzt das Statistische Amt die Zahl bei 175’000 an. Eine herbe Niederlage für Johnson und seine Konservative Partei gab es bei einer Nachwahl. Die Opposition entrüstete sich darüber, dass unter der Johnson-Regierung «ein Gesetz für die Oberen und eins für den Rest von uns» existiere. Im ländlichen North Shropshire setzte sich überraschend die Kandidatin der Liberaldemokraten, Helen Morgan, durch. Der Regierungschef solle «endlich aufhören zu lügen», verlangte Labours Vorsitzender Keir Starmer . Damit ging für die Tories eine Region verloren, die sie seit fast 200 Jahren fest in der Hand hatten. Labour erzwang eine eilige Fragestunde im Unterhaus, zu der Johnson sich allerdings nicht sehen liess. Auch unter den Tories regt sich lebhafter Unmut über den Premier und über dessen Erklärung, man solle erst einmal das Ergebnis bereits eingeleiteter interner Untersuchungen zu den diversen Party-Vorwürfen abwarten. Sie hatten die Wahl 2019 deutlich gewonnen. Sie hatten die Wahl 2019 deutlich gewonnen.

«Niemand braucht eine untersuchende Staatsbeamtin, um sich von ihr sagen zu lassen, ob er bei einem Besäufnis im eigenen Garten war», meinte etwa Ruth Davidson, die frühere Vorsitzende der schottischen Konservativen. «Die Leute sind völlig zu Recht empört.» «In Kontakt» mit der Regierungszentrale befand sich unterdessen auch die Londoner Polizei, die sich vorher geweigert hatte, «alte Fälle» von Verstössen gegen Covid-Vorschriften weiter zu verfolgen. Zu Ende letzten Jahres sind Boris Johnson und seine Mitarbeiter einer ganzen Reihe vorschriftswidriger Partys bezichtigt worden, die ein Jahr zuvor, in der Weihnachtszeit von 2020, stattgefunden haben sollen. Die Gartenparty des 20.

Mai 2020 ist aber die erste Veranstaltung dieser Art, die sich als solche nachweisen lässt. Publiziert heute um 17:31 Uhr Fehler gefunden? .