Nach Johnsons «Partygate» - «Beergate» bringt den Labour-Chef in die Bredouille

10.05.2022 20:35:00

Lauthals forderte er Lockdown-Brecher Boris Johnson zum Rücktritt auf. Nun steht Keir Starmer selbst unter Verdacht.

Partygate, Premierminister

Während Monaten hielt « Partygate » die britische Politik in Atem. Die Untersuchungen sind immer noch am Laufen. Premierminister Boris Johnson wurde bereits gebüsst. Auch für LabourChef Keir Starmer könnten noch Bussen folgen.

Lauthals forderte er Lockdown-Brecher Boris Johnson zum Rücktritt auf. Nun steht Keir Starmer selbst unter Verdacht.

Abrupte PlanänderungDie Absage kam kurzfristig. Am Montag wollte Starmer eigentlich vor Journalistinnen und Journalisten Red und Antwort stehen. Doch Pläne würden sich gelegentlich ändern, lautete die lapidare Absage aus der Parteizentrale. Der wahre Grund ist wohl eher, dass sich die Fragen an Labour Chef Starmer übers Wochenende unangenehm geändert hatten.

Die Geschichte begann vor Monaten mit harmlosen Bildern. Sie zeigten, wie Starmer während dem Lockdown mit Genossinnen und Genossen in einem Parteibüro im Norden Englands Bier trinkt. Lediglich eine kurze Erfrischung mitten im Wahlkampf, hiess es damals. Doch es wurde offensichtlich auch gegessen. Vor wenigen Tagen tauchte für denselben Anlass eine Curry-Bestellung für mindestens 20 Personen auf. Eine kurze Verpflegung zwischen zwei Sitzungen, hiess es von Labour.

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Während Monaten hielt «Partygate» die britische Politik in Atem.Teure Aussichten: Die Finanzierung des Eigenheims ist kostspieliger als noch vor kurzem.Publiziert heute um 05:50 Uhr 3 3 mit zusätzlichen Geldern mitfinanziert.Es brauchte ihren Mann.

Während die Britinnen und Briten im Lockdown zu Hause ausharrten, wurden in Downing Street nachweislich Partys gefeiert. Die Untersuchungen sind immer noch am Laufen. In den USA hat die Federal Reserve Bank an ihrer Mai-Sitzung die Leitzinsen abermals heraufgesetzt, dieses Mal gleich um einen halben Prozentpunkt. Premierminister Boris Johnson wurde bereits gebüsst. Ende April hat Frontex-Chef Fabrice Leggeri seinen Rücktritt angeboten. Weitere Bussen könnten folgen. Zuletzt gab es dergleichen im Mai des Jahres 2000. Nicht nur für Johnson, sondern ebenso für Labour-Chef Keir Starmer. Sie war so tief in ihrem Sport drin, dass sie nicht sah, wie schlecht es eigentlich um das Frauenkunstturnen stand.

Abrupte PlanänderungDie Absage kam kurzfristig. Präsident Thomas Jordan hat eine Erhöhung nicht einmal angedeutet. Apropos – der tägliche Podcast. Am Montag wollte Starmer eigentlich vor Journalistinnen und Journalisten Red und Antwort stehen. Doch Pläne würden sich gelegentlich ändern, lautete die lapidare Absage aus der Parteizentrale. Aktuelle Nachrichten. Der wahre Grund ist wohl eher, dass sich die Fragen an Labour Chef Starmer übers Wochenende unangenehm geändert hatten. Die Geschichte begann vor Monaten mit harmlosen Bildern. Negative Erfahrungen nicht mehr als AusgangspunktBruce-Martin studierte nach ihrer Turnkarriere Psychologie.

Sie zeigten, wie Starmer während dem Lockdown mit Genossinnen und Genossen in einem Parteibüro im Norden Englands Bier trinkt. Lediglich eine kurze Erfrischung mitten im Wahlkampf, hiess es damals. Doch es wurde offensichtlich auch gegessen. Vor wenigen Tagen tauchte für denselben Anlass eine Curry-Bestellung für mindestens 20 Personen auf. Eine kurze Verpflegung zwischen zwei Sitzungen, hiess es von Labour. Es werden Erfahrungen mit negativen Emotionen verknüpft, Triggerpunkte geschaffen, die den Umgang mit dem Gelernten erschweren.

Zwischenverpflegung oder Party?Auf der Quittung, die der britischen Sonntagspresse zugespielt wurde, ist jedoch ersichtlich, dass das indische Geflügel erst abends um Neun geliefert wurde. Zwei Stunden später seien verschiedene Anwesende nicht nur satt, sondern auch betrunken gewesen. Ob «Beergate» eine notwendige Zwischenverpflegung war oder eine Party, untersucht mittlerweile die Polizei. Hat die Welt nicht andere Sorgen? Wen interessiert es, ob Starmer im Herbst in Durham Bier getrunken hat? In Europa wird ein Krieg geführt. Millionen von Britinnen und Briten wissen nicht mehr, wie sie Ende Monat ihre Rechnungen bezahlen sollen. Die Sache mit dem respektvollen Umgang, die Sorge um das Seelenheil der Turnerinnen, das muss sie sich nicht vornehmen.

Je mehr die Pandemie verblasst, desto seltsamer mögen Ermittlungen erscheinen, wer wann Geburtstagskuchen oder Chicken-Korma gegessen hat. Rücktritt bei BusseDoch Starmer ist jener Mann, der Johnson nun seit Monaten mit forensischer Präzision für dessen frivolen Festivitäten öffentlich seziert. Wenn der Premierminister nur ein bisschen Rückgrat habe, solle Johnson zurücktreten. Damit hat der ehemalige Staatsanwalt die moralische Messlatte gesetzt, an der er nun selber gemessen wird. Am Montag hat er die Latte noch höher gehängt: Er werde zurücktreten, wenn er von der Polizei gebüsst werde. Turnen ist knallhart, es passieren Fehler, es braucht ungeschminkte Feedbacks.

Mit diesem Schritt pokert Starmer ziemlich hoch, aber taktisch geschickt. Er erhöht auf subtile Weise den Druck auf Boris Johnson und zeigt insbesondere Rückgrat. Patrik Wülser Grossbritannien-Korrespondent, SRF Personen-Box aufklappen Personen-Box zuklappen Patrik Wülser arbeitet seit Ende 2019 in London als Grossbritannien-Korrespondent für SRF. Wülser war von 2011 bis 2017 Afrika-Korrespondent und lebte mit seiner Familie in Nairobi. Danach war er Leiter der Auslandsredaktion von Radio SRF in Bern. Keine Athletin soll, so sagt die Cheftrainerin, irgendwann Magglingen mit geschundener Seele verlassen.

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