Mutation gefährdet Öffnung – Plötzlich steigen die Zahlen wieder – Briten bangen um Pandemie-Ende

Briten bangen wegen Corona-Variante um Öffnung: Die neue Entwicklung auf der Insel in fünf Punkten.

08.06.2021 14:25:00

Briten bangen wegen Corona-Variante um Öffnung: Die neue Entwicklung auf der Insel in fünf Punkten.

Die Menschen in Grossbritannien freuten sich auf die komplette Aufhebung der Restriktionen. Doch jetzt wirft die Delta-Variante die Pläne über den Haufen. Die Zahlen, die Stimmen und die Prognosen.

1 Kommentar1Haben sich die Briten zu früh gefreut? Eine Kellnerin serviert Getränke in einem Restaurant in London (12. April 2021).Foto: Alberto Pezzali (Keystone)Alles sah so gut aus in Grossbritannien. Eine fortgeschrittene Impfkampagne, tiefe Fallzahlen, kaum noch Covid-Todesopfer. Die Rückkehr zum normalen Leben schien zum Greifen nah. Am 21. Juni wollte die Regierung sämtliche Restriktionen aufheben – doch nun ist alles anders: Die indische Coronavirus-Variante B.1.617.2, neu Delta genannt, hat die Lage in kürzester Zeit massiv verschärft.

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Jetzt poppen wieder überall im Land neue Corona-Hotspots auf. Die Regierung wird zunehmend nervös und überlegt sich, die Öffnung abzublasen. Wir haben die aktuellsten Zahlen, Stimmen und Prognosen zur unerwarteten Entwicklung auf der Insel zusammengetragen:

Beginn einer neuen AnsteckungswelleEnde Januar erlebte Grossbritannien den bisherigen Höhepunkt der Pandemie, als sich täglich fast 60’000 Einwohner mit dem Coronavirus infizierten. Danach gingen die Neuansteckungen infolge eines strikten Lockdowns und einer gut organisierten Impfaktion stark zurück. Doch ab Mitte April stagnierten die Zahlen. Und jetzt steigen sie sogar wieder stark: In den letzten drei Wochen haben sie sich mehr als verdreifacht, von durchschnittlich 1500 auf 5000 pro Tag. So hoch war dieser Wert seit Ende März nicht mehr. headtopics.com

Daten des Sanger-Instituts, das in Grossbritannien die Coronavirus-Mutationen überwacht, zeigen, dass sich die Delta-Variante seit Mitte April explosionsartig ausgebreitet hat. Damals war sie noch für 0,7 Prozent aller Ansteckungen verantwortlich, mittlerweile sind es 75 Prozent. Delta hat Alpha (britische Mutation B.1.1.7) als dominierende Variante verdrängt.

Aktuell verdoppeln sich die Zahlen etwa alle 11 Tage. Der R-Wert, der angibt, wie viele andere Personen ein Corona-Infizierter im Durchschnitt ansteckt, liegt inzwischen bei 1,2. Bei einem Wert über 1 ist die Ausbreitung exponentiell. «Dies ist der Beweis dafür, dass eine weitere Welle auf uns zukommt», sagte der Chef der unabhängigen Expertengruppe Independent Sage, David King, dem Sender Sky News.

Delta-Variante ist ansteckender und aggressiverDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die Delta-Variante als infektiöser und möglicherweise unempfindlicher gegen Antikörper ein. Zu diesem Schluss kommen auch britische Fachleute und Behörden. Laut dem Gesundheitsminister Matt Hancock ist sie 40 Prozent ansteckender als die Alpha-Variante. Der führende Epidemiologe Neil Ferguson vom Imperial College London geht sogar von etwa 60 Prozent aus. Es gebe aber noch einen grossen Unsicherheitsbereich, sagte er der Zeitung

Guardian. Möglich seien 30 bis 100 Prozent.Daten weisen zudem darauf hin, dass Delta mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit schwere Erkrankungen verursacht als die Alpha-Variante. Nach einer Analyse von 38’800 Fällen kam daszum Schluss, dass bei der Delta-Variante das Risiko einer notwendig werdenden Spitaleinlieferung um das Zweieinhalbfache höher liegt. headtopics.com

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Weit fortgeschrittene ImpfkampagneDie Zahl der Neuansteckungen steigt stark, diejenige der Hospitalisierungen und Todesfälle aber (noch) nicht. Das ist laut den Behörden der Impfkampagne zu verdanken, die weit fortgeschritten ist. Grossbritannien hat schon 41 Prozent seiner Bevölkerung vollständig immunisiert. Fast 60 Prozent haben mindestens eine Dosis bekommen – mehr als in jedem anderen Land Europas. Nur fünf Staaten weltweit haben pro Einwohner mehr Dosen verabreicht.

Die Impfstoffe würden den Zusammenhang zwischen Infektionen, Spitalaufenthalten und Todesfällen durchbrechen, sagteGesundheitsminister Hancock. Es gebe aktuell«nur eine sehr kleine Minderheit»von Patienten, die vollständig geimpft seien. Und diese scheinen laut Hancock auch weniger schwer zu erkranken als Personen ohne Schutz.

EineUntersuchung des Gesundheitsministeriumshat gezeigt, dass die Impfungen auch vor schweren Verläufen bei der Delta-Variante schützen – allerdings weniger gut als bei der Alpha-Variante. Das Vakzin von Biontech/Pfizer schützt zwei Wochen nach der zweiten Dosis zu 88 Prozent (Alpha: 93 Prozent), das von Astra-Zeneca zu 60 Prozent (66 Prozent). Drei Wochen nach der ersten Dosis beträgt der Schutz beider Impfstoffe erst 33 Prozent (50 Prozent).

Mit der starken Zunahme der Fallzahlen steigt auch das Risiko von mehr Hospitalisierungen und Todesfällen. Denn auch in Grossbritannien gibt es immer noch viele Menschen, die erst einfach geimpft sind oder noch gar nicht.Öffnung des Landes auf der Kippe headtopics.com

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