Mit Musik gegen Rassismus - «Sie sagten mir Bombenleger» – Jugendliche verarbeiten Rassismus

24.06.2022 14:30:00

Berner Jugendliche haben ihre Rassismuserfahrungen mit Musik aufgearbeitet. Daraus wird nun ein mehrjähriges Projekt.

Rassismuserfahrungen, Musik

Berner Jugendliche haben ihre Rassismuserfahrungen mit Musik aufgearbeitet und Songs produziert. Es fand so grossen Anklang, dass daraus ein mehrjähriges Projekt wird.

Berner Jugendliche haben ihre Rassismuserfahrungen mit Musik aufgearbeitet. Daraus wird nun ein mehrjähriges Projekt.

Darüber haben sie gesungen oder gerappt und es in Liedern aufgearbeitet. «Sie sagen, es sei OK, aber man sieht es an deinem Blick. Du sprichst von Toleranz, aber ich höre nur Kritik.» So lautet der Refrain des Songs, den SGB und Mabuyu für das Projekt produziert haben.

Mabuyu rappt auf berndeutsch auch über seine Erlebnisse: «Ich steige ins Tram, neben mir ein freier Sitz. Mache Platz, erhalte nur einen bösen Blick. Alles voll, aber das Grosi sitzt ganz sicher nicht neben mich. Ihr Blick sagt: Ich traue diesem 'Nigger' sicher nicht.» Es sei krass, welche Diskriminierung es gebe. Diese Realität möchte er den Leuten mit seinem Song aufzeigen.

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Oh, sie singen. Wie süß aber auch! Ein soooo großer Andrang! Mehrjähriges Projekt, das niemand bezahlen muss... Härzig 🙄 Wenn kriminelle Ausländer und potenzielle Gefährder rigoros ausgeschafft würden, dann hätten hart arbeitende und gut integrierte Ausländer fast keine Probleme mit Rassismus in der Schweiz. Mein Sohn berichtet mir oft über seine Erfahrungen und hat eher Probleme mit der Sprache.

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» – «Sie sagten mir, ich sei ein Bombenleger.» – «Ich werde als Nazi bezeichnet. «Stimmung ist am Boden»Die zwei Corona-Jahre hätten viel von den Swissport-Mitarbeitenden abverlangt, schrieben die Gewerkschaften.» Dies sind nur einige der Rassismuserfahrungen, welche die Jugendlichen machen. Grossbritannien Im Terminal des Flughafens London Heathrow bietet sich den Passagieren gerade ein bizarrer Anblick: Koffer stapeln sich, wohin das Auge auch reicht. Darüber haben sie gesungen oder gerappt und es in Liedern aufgearbeitet. «Sie machten alles, um Swissport durch die Krise zu bringen. «Sie sagen, es sei OK, aber man sieht es an deinem Blick. Wenn Borussia Dortmund trainiert, dann stehen Hunderte Fans am Spielfeld, manchmal sind es sogar Tausende.

Du sprichst von Toleranz, aber ich höre nur Kritik. Nun habe der Normalbetrieb wieder Fahrt aufgenommen. Deutschland besonders der Flughafen Düsseldorf vom Fachkräftemangel betroffen ist.» So lautet der Refrain des Songs, den SGB und Mabuyu für das Projekt produziert haben. Mabuyu rappt auf berndeutsch auch über seine Erlebnisse: «Ich steige ins Tram, neben mir ein freier Sitz. Doch nach diversen Verhandlungen sei klar, dass Swissport nicht auf die Forderungen des Personals eingehen wolle. Mache Platz, erhalte nur einen bösen Blick. Weil das Personal von verschiedenen Fluggesellschaften, wie beispielsweise Easyjet oder Ryanair, jedoch , ist in den kommenden Wochen noch mit mehr Ausfällen und Verspätungen zu rechnen – denn beide Anbieter fliegen vom Berliner Flughafen. Alles voll, aber das Grosi sitzt ganz sicher nicht neben mich. Zudem verlange das Bodenpersonal einen Teuerungsausgleich sowie eine Verbesserung bei freien Tagen.

Ihr Blick sagt: Ich traue diesem 'Nigger' sicher nicht.» Es sei krass, welche Diskriminierung es gebe. Diese Realität möchte er den Leuten mit seinem Song aufzeigen. Ich habe diese Wut selbst gespürt. Das ist nicht fair.

Autor: SGB Er hat das Lied mit SGB produziert, die selbst keine rassistischen Erfahrungen macht. Genau das ist die Idee: beide Seiten zu zeigen. Die Aufarbeitung bei der Musikproduktion habe auch in ihr viel ausgelöst: «Ich habe die Wut der Personen, die dies erleben müssen, selbst gespürt. Das ist einfach nicht fair und nicht korrekt.» Das Musikprojekt ist aus der Aktionswoche gegen Rassismus entstanden, die jedes Jahr in verschiedenen Kantonen und Städten durchgeführt wird.

Die Trägerschaft der offenen Jugendarbeit der Stadt Bern «Toj» hat daraus ein Jahresprojekt gemacht. Die Idee: Den Jugendlichen eine Plattform zu geben, ihnen zuzuhören, was sie zu Rassismus zu sagen haben – in Form von Musik. Die Idee des Projekts Box aufklappen Box zuklappen Das Ziel des Projekts mit dem Namen «Radio Résistance» war es, den Jugendlichen eine Stimme zu geben, damit sie gehört werden. Deshalb haben die Jugendlichen während eines Jahres Songs rund um das Thema Rassismus geschrieben und produziert. «Damit können sie sagen, wie sie mit diesem Thema umgehen», sagt Jugendarbeiter Bielo Vasquez.

Dies sei auf grossen Anklang gestossen: «Lo und Leduc haben unser Zeug gepostet, auch Greis und Reverend Beat-Man», sagt Jugendarbeiterin Isabel Calvo: «Das ist toll für die Jugendlichen und gibt ihnen Bestätigung.» Zudem soll das Projekt auch die Jugendlichen untereinander zusammenbringen – egal aus welchem Stadtteil sie kommen oder welche Herkunft sie haben. Und es soll ihnen eine sinnvolle Beschäftigung bieten. Daraus entstanden sind zehn Songs – mit den unterschiedlichsten Genres und Texten. Der Jugendliche mit dem Künstlernamen «Bonito The Key» etwa sagt, er habe zu viele rassistische Erfahrungen gemacht, um diese in einen Song zu verpacken.

Er wolle lieber das Gefühl rüberbringen: «Man fühlt sich verletzt, schwach und hintergangen.» Die Leute sollen diese Schmerzen nachvollziehen können. Das macht das Projekt mit den Jugendlichen Beim Produzieren habe er selbst Erfahrungen verarbeiten können: «Alles kann passieren, aber mir geht es immer noch gut. Never give up.» Auch Hezni erzählt von der Entwicklung, die er durchgemacht hat.

Als 15-Jähriger habe er noch reagiert, wenn ihn sein Gegenüber ihn etwa als Bombenleger bezeichnet hatte. «Aber jetzt bleibe ich ruhig, egal was jemand sagt.» Es soll Leute dazu bewegen, alle zu akzeptieren. Autor: Inverdetchet Mit den produzierten Songs wollen die Jugendlichen den Leuten die Augen öffnen. Und aufzeigen, dass alle akzeptiert werden sollen, egal wie man aussieht oder woher man kommt.

Das habe zumindest während des Projekts und der Plattentaufe gut funktioniert. «Das hat Jugendliche aus den verschiedenen Quartieren miteinander vereint», sagt die Jugendarbeiterin Isabel Calvo, die das Projekt zusammen mit Bielo Vasquez begleitet hat. Das sei sonst nicht so: «Die Realität ist, dass man Konflikte austrägt.» Doch ist diese ganze Arbeit nicht nur ein Tropfen auf den heissen Stein im Kampf gegen Rassismus? Für Vasquez spielt dies keine Rolle: «Die Jugendlichen setzen damit ein Zeichen und das ist wichtig.» Das Projekt hat so grossen Anklang gefunden, dass ein neues Pilotprojekt daraus entstanden ist.

Einmal pro Woche wird im Jugendzentrum weiterhin Musik mit den Jugendlichen gemacht – zusammen mit dem Berner Musiker Babastreet. .