Meinung zum Eklat im Langlauf – Alexander Bolschunow tickt komplett aus – und gehört gesperrt

Alexander Bolschunow ist so für den Langlaufsport nicht tragbar.

24.01.2021 17:07:00

Alexander Bolschunow ist so für den Langlaufsport nicht tragbar.

Der schnellste Langläufer der Welt setzt im Staffel-Rennen von Lahti zum Bodycheck auf Langlaufski an. Er sorgt für Szenen, wie es sie im Traditionssport kaum je gibt.

Publiziert heute um 14:01 Uhr14 KommentareAlexander Bolschunow attackiert Joni Mäki.Video: SRFDas Staffel-Rennen in Lahti sollte die Hauptrobe für die WM vom Februar werden. Doch unfassbare Szenen um den besten Langläufer der Gegenwart werden den Wettkampf in die Langlauf-Geschichte eingehen lassen. Was war passiert? Finnlands Schlussläufer Joni Mäki schneidet dem heranbrausenden Alexander Bolschunow auf der Zielgeraden den Weg ab.

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Dieser reagiert, indem er versucht, Mäki mit dem Stock zu schlagen. Als ihm dies misslingt und ihm der Finne davongleitet, versucht er ihm im Ziel erst die Faust ins Gesicht zu schlagen – und fährt ihn damit mit einem Bodycheck mit viel Tempo um. Dass sich Mäki bei der Attacke nicht verletzt, ist auch: Glück.

Bolschunow und sein Team werden zwar vom dritten Platz verbannt. Angesichts der vollen Absicht, einem Konkurrenten zu schaden, ist diese Strafe lächerlich. Der Internationale Skiverband muss Bolschunow nun hart anfassen und ihn im Minimum für mehrere Rennen sperren. headtopics.com

Schweiz auf dem 5. RangInfos einblendenDas Rennen wurde von Norwegen vor Finnland I (+ 41 Sekunden) und Russland II (+1,07 Minuten) gewonnen. Die Schweizer Staffel mit Jonas Baumann, Dario Cologna, Jason Rüesch und Beda Klee belegte mit 2,50 Minuten Rückstand den 5. Platz.

Dass Bolschunow offenbar ein mieser Verlierer ist, kann ihm noch nachgesehen werden. Welcher Athlet seines Formats wird schon gerne bezwungen? Bolschunow aber verkörpert seinen Sport neben dem Norweger Johannes Hosflöt Kläbo wie kein Zweiter. Kein Sport aber will einen Botschafter, der unfair bis grobfahrlässig handelt.

Ansonsten ist er eine Schande für diesen Sport.Dass er am Tag zuvor im Skiathlon bereits in aussichtsreicher Schlussposition zu Fall gekommen war, gemäss ihm wegen dem Norweger Hans Christer Holund, gemäss Holund wegen Bolschunow, mag seine Wut miterklären. Es darf jedoch keine Entschuldigung für ein solches, im Langlauf-Sport nahezu noch nie gesehenens Rencontre sein.

Zumal Mäki den Rücken zu ihm hatte und chancenlos war, den Angriff auch nur erkennen zu können. Dass seine finnischen Kollegen im Ziel ruhig blieben, spricht für ihr souveränes Umgehen mit der Situation. Oder waren sie schlicht zu verblüfft? headtopics.com

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Wenn Saisondominator Bolschunow nun nur ein bisschen Rückgrat aufweist, entschuldigt er sich rasch bei Mäki – und auch öffentlich, um zumindest zu zeigen, dass er sich seiner (fehlenden) Vorbildfunktion auch gegenüber Nachwuchslangläufern bewusst ist. Ansonsten ist er eine Schande für diesen Sport.

Publiziert heute um 14:01 Uhr14 KommentareChristine Kistlervor 6 MinutenMöglicherweise hat Mäki Bolschunov unfair behindert. Es hätte dann völlig ausgereicht, Mäki im Ziel in Grund und Boden zu verfluchen. Gewalt sieht immer schwach aus.

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Sperre wäre Schwachsinn. Wer sich nicht im Griff hat, gehört nicht auf die Loipe, hat wohl zu viel Testosteron....woher auch immer. Etwa eine Doping-Reaktion? da gibt es keine 2. Meinung; der Mann darf mindestens 1 Jahr lang keinen Wettkampf mehr bestreiten Ich glaube, dies ist niemandem aufgefallen, weil es auch keiner schaut!