Meilenstein in der Medizin - Geglückte Transplantation: «Schweine sind vom Gewicht her ideal»

11.01.2022 16:31:00

Erstmals ist in den USA einem Menschen erfolgreich ein Schweineherz eingesetzt worden. Ein Herzchirurg schätzt ein.

Usa, Schweineherz

Erstmals ist in den USA einem Menschen erfolgreich ein Schweineherz eingesetzt worden. Ein Herzchirurg schätzt ein.

Erstmals ist in den USA einem Menschen erfolgreich ein Schweineherz eingesetzt worden. Ein Herzchirurg schätzt ein.

Franz ImmerHerzchirurg und Direktor von SwisstransplantPersonen-Box aufklappen Personen-Box zuklappen Als Direktor der Stiftung Swisstransplant forscht Franz Immer auf dem Gebiet der Organspende und -transplantation und publiziert zu Themen der Transplantationsmedizin. Auf dem Gebiet der Herz- und Gefässchirurgie hat sich Immer schwerpunktmässig mit dem Einfluss und der Optimierung des tief hypothermen Kreislaufstillstands in der Chirurgie der Aorta auseinandergesetzt und zahlreiche Arbeiten verfasst.

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Erstmals ist in den USA ein Schweineherz erfolgreich in einen Menschen transplantiert worden.Rund einen Monat vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking hat Eisschnellläufer Livio Wenger für ein Ausrufezeichen gesorgt.Teslas bislang günstigstes Elektroauto liess im vergangenen Jahr sämtliche Verbrenner-Autos hinter sich.Der ehemalige Genfer Staatsrat Pierre Maudet ist in zweiter Instanz vom Vorwurf der Vorteilsannahme wegen einer Luxus-Reise nach Abu Dhabi freigesprochen worden.

Der 57-jährige Patient, an dem der Eingriff vorgenommen wurde, litt an einer lebensgefährlichen Herzkrankheit. Das genetisch modifizierte Schweineherz wurde in einer achtstündigen Operation an den Patienten angeschlossen. Der Olympia-Vierte von 2018 von Pyeongchang musste sich in seiner Spezialdisziplin einzig dem Belgier Bart Swings geschlagen geben. Wie funktioniert das und hat dieses Vorgehen eine Zukunft? Herzchirurg Franz Immer gibt Antworten. Tesla etwa lieferte im Dezember 30 Prozent weniger Model 3 in die Schweiz als im Vorjahresmonat. Franz Immer Herzchirurg und Direktor von Swisstransplant Personen-Box aufklappen Personen-Box zuklappen Als Direktor der Stiftung Swisstransplant forscht Franz Immer auf dem Gebiet der Organspende und -transplantation und publiziert zu Themen der Transplantationsmedizin. Bereits vor den Titelkämpfen hatte Wenger der Schweiz im Massenstart einen Quotenplatz für Peking 2022 gesichert. Auf dem Gebiet der Herz- und Gefässchirurgie hat sich Immer schwerpunktmässig mit dem Einfluss und der Optimierung des tief hypothermen Kreislaufstillstands in der Chirurgie der Aorta auseinandergesetzt und zahlreiche Arbeiten verfasst. Diese Reise, deren Kosten auf 50'000 Franken geschätzt werden, wurde vollständig von der Königsfamilie von Abu Dhabi bezahlt und zwei Genfer Geschäftsleuten organisiert.

SRF News: 90 Patienten und Patientinnen sind in der Schweiz momentan auf der Warteliste für eine Herztransplantation. Beide Hersteller könnten weit mehr Elektroautos absetzen als sie aktuell produzieren können. Werden sie künftig nicht mehr lange warten müssen, wenn auch Tierorgane transplantiert werden können? Franz Immer: In den nächsten paaren Jahren wird dieser Schritt noch keinen Einfluss auf die Warteliste haben, in der Schweiz und weltweit. Der Arzt, der diese Operation durchgeführt hat, spricht von einer bahnbrechenden Operation. Sehen Sie das auch so? Üblicherweise kann es in solchen Situationen während der Operation, wenn das Blut des Empfängers mit dem Herzen in Kontakt kommt, sofort zu einer Abstossung kommen. Tesla beispielsweise verkaufte bei uns 2021 nahezu gleich viele Model 3 wie 2020. Der Umstand, dass dieses Herz anfänglich mal funktioniert, zeigt, dass eine erste Hürde durch genetische Mutationen am Schwein überbrückt werden konnten.

Ist das schon bahnbrechend? Ich würde noch nicht von bahnbrechend sprechen, aber es ist ein wichtiges Signal dafür, dass man Fortschritte erzielt, wenn dieses Organ nun doch einige Stunden in diesem Empfänger funktioniert. Wie muss ein Schweineherz genetisch verändert werden, damit es auch in einem Menschen funktioniert? Das ist äusserst komplex. Das heisst umgekehrt, dass nur sehr wenige Model S und X produziert wurden und potenzielle Kundinnen und Kunden entsprechend sehr viel Geduld brauchen. Es müssen auf dem Gewebe des Schweines gewisse Merkmale durch genetische Manipulationen herausgeschnitten werden. Es ist ein Erfolg, dass das Herz überhaupt mal funktioniert und der Patient nicht während der Operation verstorben ist. Zum Teil müssen sie auch ersetzt werden, damit dieses Organ im menschlichen Körper nicht sofort als fremd erkannt und abgestossen wird. Aktuell übersteigt die Nachfrage nach E-Autos das Angebot aber nicht nur bei Tesla, sondern generell bei den Autoherstellern.

Es ist ein langer Weg, bis man all diese Faktoren identifiziert hat. Sicherlich hat man noch nicht abschliessend all diese Faktoren identifizieren können. Und deshalb ist es ein Erfolg, dass es jetzt überhaupt mal funktioniert und der Patient nicht während der Operation verstorben ist. 01:37 Video Transplantiertes Schweineherz bei Patienten eingesetzt Aus Tagesschau vom 11.01.

2022. abspielen An der Xeno-Transplantation, der Übertragung von Zellen oder Organen von einer Spezies auf eine andere, wird schon lange geforscht. Sehen Sie darin die Zukunft für Patientinnen und Patienten? Das ist eine äusserst schwierige Frage. Es ist ein Wettkampf verschiedener Technologien, um diesem Mangel an Organen Herr zu werden. Ich habe vor rund 30 Jahren mein Medizinstudium abgeschlossen und habe immer vermutet, Xeno-Transplantation komme die nächsten Jahre in die Klinik.

Bis heute ist das aber nicht so. Ich denke nicht, dass Xeno-Transplantation von gesamten Organen in den nächsten 10 bis 15 Jahren die Organtransplantation ablösen wird. Autor: Ich denke nicht, dass Xeno-Transplantation von gesamten Organen in den nächsten 10 bis 15 Jahren die Organtransplantation ablösen wird. Es gibt aber schon beachtliche Erfolge. So können zum Beispiel Bauchspeicheldrüsenzellen von Schweinen Menschen injiziert werden.

Sie produzieren Insulin. Da sind gewisse Fortschritte auf Zellebene bereits erreicht worden. Warum eigentlich Schweine? Es braucht beim Herzen ein gewisses Gewicht, das mit einem Menschen kompatibel ist. Schweine sind vom Gewicht her sicherlich ideal. Es sind Haustiere, als solche sind vielleicht auch etwas weniger geschützt als zum Beispiel höhere Primaten wie Affen.

Affen sind auch ideal. Schweine haben den Vorteil, dass die Reproduzierbarkeit besser ist. Sie haben mehrere Jungen pro Wurf. Bei den Affen sind die Generationszeiten sehr lang, um nicht zu sagen, vergleichbar mit den Menschen. Das Gespräch führte Claudia Weber.

Audio US-Ärzte transplantieren genmanipuliertes Schweineherz 03:46 min, aus Rendez-vous vom 11.01.2022. abspielen. Laufzeit 03:46 Minuten.

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