Manar A. (†27) ertrank: Ist der Walensee besonders gefährlich?

Kälte kann tödlich sein: Warum ertrank der Syrer Manar A. im Walensee?

03.06.2020 22:28:00

Kälte kann tödlich sein: Warum ertrank der Syrer Manar A. im Walensee?

Am Pfingstmontag kommt es auf dem Walensee zu einem tragischen Unglück. Der 27-jährige Manar A. ertrinkt, wird einen Tag später aus 38 Meter Tiefe geborgen.

ZvgZuvor schickte er noch Bilder vom Bootsausflug an seine Freunde.ZvgMit diesem Gummiboot war er auf dem Walensee unterwegs.Beat Michel/zvg10/11Auch, ob Manar A. einen Kälteschock im zwischen 15 und 16 Grad kalten See erlitten hat, ist unklar.Leserreporter

Bevölkerung soll Vorschläge gegen Littering machen Corona-Experten appellieren an WHO, die Aerosol-Gefahr nicht zu unterschätzen Warum verheimlicht der Bund die Corona-Fälle pro Gemeinde?

11/11Die Polizei hat mit Helikoptern und Drohnen nach dem Vermissten gesucht und konnte die Leiche aus 38 Meter Tiefe bergen.Was als fröhlicher Bade-Ausflug beginnt, endet als Horror-Trip. Der syrische Flüchtling Manar A.* (†27) ist am Pfingstmontag mit Freunden mit einem Schlauchboot auf dem Walensee unterwegs – badet und böötelt fröhlich. Einen Tag später wird seine Leiche aus 38 Metern Tiefe geborgen. Doch wie konnte es zum Unglück kommen?

Die Freunde, die mit dem jungen Mann auf dem Gummiboot waren, hatten seine Hand gar mit einem Seil am Boot festgebunden.Dennoch ertrank der 27-Jährige. Philipp Binaghi von der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) sagt zu BLICK: «Der Walensee ist nicht mehr oder weniger gefährlich als andere Seen.» Gefährlicher sei, wie der Mensch mit dem Wasser umgehe. Entscheidend sei die Verfassung des Menschen. «Man muss sich fragen, wie fit bin ich, was habe ich vor dem Baden konsumiert und entspricht das meinen Fähigkeiten?»

Kam es zum Kälteschock?Manar A. ist ein augenscheinlich fitter Mann. Seine Freunde sagen, er sei bereits die ganze Woche immer wieder mit dem Boot auf dem See gewesen. Die aktuelle Wassertemperatur des Walensees liegt zwischen 15 und 16 Grad. Kälte könne beim Schwimmen ein Problem sein, räumt Binaghi ein. Und weiter: «Der Walensee ist eher ein kalter See. Man muss sich die Zeit nehmen, sich dem Wasser anzugleichen.»

Das Risiko eines Kälteschocks bestehe bei niedrigen Wassertemperaturen, wenn man einfach reinspringt. Der junge Syrer ist laut seinen Kollegen jedoch immer wieder rein und raus aus dem Wasser. Er habe gesagt: «Das Wasser ist kalt, kein Problem.» Trotz Empfehlung seiner Freunde sei er, obwohl er erschöpft gewirkt habe, nicht zurück aufs Boot geklettert.

Binaghi empfiehlt zu Schlauchbooten auf dem See: «Gummiboote sollten nur im Uferbereich genutzt werden.» Damit man im Notfall bis zum Ufer schwimmen könne. Das konnte Manar A. nicht. Sein lebloser Körper wurde 270 Meter entfernt vom Ufer geborgen.

Ist Manar A. wegen Walensee-Strömungen gestorben?Im Jahr 2015 sind einVater (33) und sein achtjähriger Sohn im Walensee ums Leben gekommen.Binaghi sagt dazu: «2015 bestanden andere Bedingungen. Damals entstand ein Sog wegen des Abbruchs einer Kiesbank.» Diese Stelle, wo ein Fluss in den See mündet, sei als gefährlich bekannt. Beide Fälle könne man kaum miteinander vergleichen.

Federer beim Werbedreh im Tessin gesichtet Menschliche Knochen über Facebook verkauft «Am Verhalten der Polizei gibt es nichts auszusetzen»

Dennoch bestätigt er: «Es gibt Strömungen im Walensee. Aber es gibt Strömungen in unterschiedlicher Stärke in vielen Gewässern.» Eine Zirkulationsbewegung könne es auch auf dem Walensee geben. Wie genau der Tod von Manar A. passieren konnte, müsse die Polizei noch weiter untersuchen. (euc)

* Name bekanntPubliziert: 03.06.2020, vor 52 Minuten Weiterlesen: BLICK »

Schwimmer am Walensee vermisst - BlickRettungskräfte suchen nach dem syrischen Flüchtling Manar A. (27). Er wird nach einem Bootsausflug auf dem Walensee vermisst. Kurz vor dem Unglück schickte er noch Videos an seine Familie.

Umstrittene Trans-Mountain-Pipeline – Zurich versichert Kanadas grösste UmweltsündeDer Versicherungskonzern hat sein Engagement im letzten Jahr noch ausgeweitet – trotz des Versprechens, keine Policen mehr auszustellen für Pipelines, durch die besonders schmutziges, aus Teersand gewonnenes Öl fliesst.

17 Jahre nach GC-Titel - Petric: «Der Titel 2003 ist der wichtigste für mich»2003 wurde 1886_gc_zuerich letztmals Schweizer Meister. Wir haben mit dem damaligen Schlüsselspieler Mladen Petric gesprochen. srffussball 1886_gc_zuerich Naja, damals war es ein Team - Nuñez, Cabannas, Spycher, Lichtsteiner, Schwegler, Mitreski, Tararache, Ziegler, Eduardo... um ein paar Schlüsselspieler zu nennen...

Vermisster Mann (27) tot geborgenSeit Montagnachmittag suchte die Kantonspolizei St. Gallen im Walensee bei Walenstadt SG nach einem Vermissten. Am Dienstag konnte der 27-Jährige nur noch tot geborgen werden.

Kapo Aargau fordert: PS-Obergrenze für Neulenker - BlickGehts nach der Kantonspolizei Aargau, sollen Neulenker künftig auf PS-Autos verzichten. Der Vorschlag ist umstritten. In Italia c'è già da tempo Typisch SP: Alles verbieten, wenn sich Einzelne falsch verhalten. Gesetze genügen schon, da die Fahrzeuge gemäss ja eingezogen wurden. Hat dies mit neid zu tun? Diese Aussage es sei falsch wenn Neulenker mit 500 PS etc. Wieso Wen sich einer korrekt verhält ist dies sein gutes Recht! Das Gesetz lässt genügend Spielraum gegen jene zu, welche den Mist bauen!!

10 Fragen zur Samenspende – Der Samenspender soll dem Ehemann ähnlich sehenDas Parlament diskutiert diese Woche über eine Öffnung der Samenspende für gleichgeschlechtliche Paare. Heute ist das Verfahren in der Schweiz streng geregelt. Es geht nicht um die Samenspende, sondern über die Kostenübernahme und das Recht den biologischen Vater zu anonymisieren.