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Machtfaktor NGO: Bürgerliche müssen sich warm anziehen

Machtfaktor NGO: Bürgerliche müssen sich warm anziehen.

30.11.2020 18:36:00

Machtfaktor NGO: Bürgerliche müssen sich warm anziehen.

Mit den NGOs hat sich ein neuer und schlagkräftiger Machtfaktor in der Schweizer Politik etabliert. Bürgerliche und Wirtschaftsverbände sind gefordert.

Hoch professionelle Kampagnehoch professionelle Kampagne der Initiantenunter der orangen Flagge wurde über Jahre hinweg aufgebaut. Im Abstimmungskampf wurde sie fast bis zur Perfektion entwickelt, obwohl man den Eindruck nicht loswurde, dass mehr drin gelegen hätte.

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Das penetrante Emotionalisieren, Moralisieren und Skandalisieren mit teilweise fragwürdigen Mitteln dürfte der Initiative potenzielle Ja-Stimmen im bürgerlichen Lager gekostet haben, mit denen das Ständemehr zu knacken gewesen wäre. Das irritiert umso mehr, als die Initianten stets auf ihre breite Abstützung inklusive Landeskirchen verwiesen hatten.

Link zum ArtikelWenn die NGOs daraus die richtigen Lehren ziehen, dürften sie noch gefährlicher werden. Die Bürgerlichen sind sich dessen bewusst. Früher wurden «linke» Volksinitiativen meist blanko zur Abstimmung gebracht in der Erwartung, dass sie ohnehin abgelehnt werden. Heute ist zumindest bei ökologischen Themen ein Gegenvorschlag fast zwingend. headtopics.com

Karin Keller-Sutter muss bald wieder ran, bei der Abstimmung über die E-ID.Bild: keystoneDazu trägt auch der Vertrauensverlust in die Wirtschaft bei, was weniger die KMU betrifft als die Grosskonzerne. Sie werden kaum noch von bodenständigen Unternehmern geführt, sondern von einer abgehobenen Manager-Gilde oft ausländischer Herkunft, die durch Lohn- und andere Exzesse (Stichwort Finanzkrise) in Misskredit geraten ist.

Mehrere Initiativen in der PipelineDie nächste Gelegenheit zur Profilierung für die NGOs kommt schon bald. Zum Beispiel bei den beiden Referendumsabstimmungen am 7. März 2021, bei denen das Ständemehr keine Rolle spielen wird: Weiterlesen: watson News »

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Manchmal weinte sie bei der Arbeit. Dennoch fühlte sich die Seniorenbetreuerin Anna Saghi in der zweiten Corona-Welle in der Schweiz freier als in ihrer Heimat Slowakei.

Die Abstimmung zur Konzernverantwortungsinitiative: Ein Zeichen der Hoffnung... Da dort offensichtlich sehr viel Geld dahinter steckt, ja.