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LSD, MDMA, Oxytocin: Liebesdrogen in Beziehungen und Paartherapie

Kann man die Liebe mittels psychoaktiver Substanzen wie LSD und MDMA vertiefen? Sich mit Alkohol zu berauschen, ist schädlicher und weniger beziehungsfördernd als ein kontrollierter Trip zu zweit.

24.1.2020

Kann man die Liebe mittels psychoaktiver Substanzen wie LSD und MDMA vertiefen? Sich mit Alkohol zu berauschen, ist schädlicher und weniger beziehungsfördernd als ein kontrollierter Trip zu zweit. «In jeder Beziehung» – die Kolumne von birgitschmid2.

Kann man die Liebe mittels psychoaktiver Substanzen wie LSD und MDMA vertiefen? Sich mit Alkohol zu berauschen, ist schädlicher und weniger beziehungsfördernd als ein kontrollierter Trip zu zweit.

Drucken Teilen Besserer Zugang zu den eigenen Gefühlen, dazu mehr Einfühlung: Deshalb könnte die Paartherapie dereinst chemisch unterstützt werden. Christoph Ruckstuhl / NZZ Die Liebe ist eine Droge. «Love is the Drug», so hat es schon Bryan Ferry gesungen, und der Mann mit der samtenen Stimme kennt sich aus. Aus der Wissenschaft weiss man, dass im Gehirn eines Verliebten dasselbe passiert, wie wenn er eine psychoaktive Substanz konsumiert. Rausch, Exaltiertheit, Erregung. Ausnahmezustand. Deshalb kann sich Verlassenwerden wie ein kalter Entzug anfühlen. Den Vergleich hat die Anthropologin Helen Fisher gemacht. Man ist süchtig nach der Fülle des Fühlens, verzehrt sich körperlich nach dem andern. Fehlt der Stoff, leidet man unter heftigem Liebesschmerz. In diesem Zusammenhang interessiert mich folgende Frage. Kann man auch umgekehrt vorgehen und die Gefühle chemisch verstärken, indem man gemeinsam high wird? Lässt sich die Liebe dank psychoaktiven Substanzen vertiefen? MDMA, auch bekannt als Ecstasy, LSD oder sogenannte Zauberpilze kämen dann einer Beziehung zugute. Ein Nasenspray für mehr gegenseitiges Vertrauen Das tolerierte Rauschmittel, um in Stimmung zu kommen, bleibt in unserer Gesellschaft der Alkohol. Alkohol enthemmt. Er beschleunigt den Vorgang des Verführens, ermutigt zur Hingabe. Zu Selbsterkenntnis führt das Trinken selten, ebenso wenig zu Klarheit über die Gefühle füreinander. Falls man sich überhaupt noch an den gestrigen Abend erinnert. Alkohol lässt eher verblöden, als dass er sich als Liebesdroge eignete. Die genannten psychoaktiven Substanzen versprechen da mehr. Um in ihnen etwas Heilsames, in diesem Fall Beziehungsförderndes zu sehen, muss man sie aber vom Image der wilden 68er befreien und dem der illegalen Partydrogen. Das geschieht seit einigen Jahren. Die Schweiz geht dabei voran und erforscht MDMA oder Halluzinogene wie LSD und Psilocybin auf ihre therapeutische Wirkung hin. Die Substanzen sollen bei Suchterkrankungen helfen, gegen Angst und Depressionen. Und ja, warum sollten sie nicht auch Liebesbeziehungen verbessern, in denen zwei Menschen, die sich gerne haben, gerade nicht mehr zueinander finden? Das stellen der Ethiker Brian D. Earp und der Philosoph Julian Savulescu in ihrem neuen Buch «Love Drugs: The Chemical Future of Relationships» zur Diskussion. Auch sie adressieren beim Lob der Liebesdrogen Ärzte und Psychiater, reden also von einem kontrollierten, medizinisch und therapeutisch begleiteten Konsum. Aus Sicht der Autoren kann man so «graue» Ehen retten: stagnierende Beziehungen von unglücklichen, sich entfremdeten Paaren, unter deren drohender Trennung vor allem die Kinder leiden würden. Keine Rettung für kaputte Beziehungen Ein Bindungsmittel ist zum Beispiel Oxytocin, das «Kuschelhormon». Es wird mit einem Nasenspray verabreicht. Oxytocin macht empathischer, das Vertrauen wächst, man fühlt sich weniger gestresst. In einer Schweizer Studie von 2008 lösten die teilnehmenden Paare dank der Oxytocin-Einnahme einen sie belastenden Beziehungskonflikt viel zugewandter. Als Gefühlsöffner gilt auch Ecstasy. Man erlebt intensive Liebesgefühle und Verbundenheit, die Wahrnehmung ist gesteigert. So beschrieben es die Probanden von MDMA-Studien. Die Paare redeten auf dem Trip stundenlang miteinander, manche gaben einen «emotionalen Durchbruch» zu Protokoll. Weil dabei psychologisch viel passiert und dies noch später positiv erinnert wird, ist auch die Wirkung nachhaltig. Und jetzt? Wieder herunterkommen. Es gibt weder einen Zaubertrank noch eine Wunderpille, die einen ohne eigenes Zutun liebesfähiger machen. Auch braucht es für die bewusstseinserweiternden, weiterhin illegalen Substanzen das richtige Setting. Eine kaputte Beziehung lässt sich so nicht reparieren. Die romantischen Gefühle des Anfangs müssen irgendwo noch vorhanden sein, um sie zu erneuern. Erst dann kann die künstliche Romanze beginnen. Liebe ist nichts Göttliches, sondern Biochemie. Wenn das allein nicht schon ernüchternd wirkt. Die NZZ-Redaktorin Birgit Schmid schreibt in ihrer Kolumne «In jeder Beziehung» wöchentlich über unser Verhältnis zueinander und zur Welt. Mehr zum Thema Weiterlesen: Neue Zürcher Zeitung

birgitschmid2 'Alkohol lässt eher verblöden, als dass er sich als Liebesdroge eignete.' sehr richtig! birgitschmid2 Gehts noch? Werbung für Drogen in der NZZ? Viele dieser Substanzen sind MIT RECHT verboten! Paare, die das nötig haben, sollen besser Schluss machen.

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