Kokainschmuggel aus Südamerika - «In Europa lassen sich viel höhere Gewinne mit Kokain machen»

24.01.2022 15:21:00

Immer mehr Kokain wird via Rotterdam und Antwerpen illegal eingeführt, auch nach Zürich. Ein Reporter kennt die Gründe.

Kokain, Rotterdam

Immer mehr Kokain wird via Rotterdam und Antwerpen illegal eingeführt, auch nach Zürich . Ein Reporter kennt die Gründe.

Immer mehr Kokain wird via Rotterdam und Antwerpen illegal eingeführt, auch nach Zürich . Ein Reporter kennt die Gründe.

Benedikt StrunzInvestigativ-JournalistPersonen-Box aufklappen Personen-Box zuklappen Benedikt Strunz ist seit 2011 als investigativer Journalist für den deutschen Sender NDR tätig. Sein Fachgebiet ist die organisierte Kriminalität. Seine Recherchen sind im NDR-Podcast «Organisiertes Verbrechen» zu hören. Für seine Arbeiten zu den Panama und Paradise Papers wurde er ausgezeichnet.

SRF News: Wie erklären Sie sich diese Entwicklung?Benedikt Strunz: Sie hat zwei Gründe. Wir sehen zum einen seit Jahren wachsende Anbauflächen in Südamerika. Zum anderen ist in den USA der Kokainpreis gesunken. Die wichtigste harte Droge ist dort nicht mehr Kokain, sondern Crystal Meth. Viel höhere Gewinne mit Kokain lassen sich inzwischen in Europa machen. Und darauf spekulieren natürlich zum einen die kriminellen Organisationen hierzulande, zum anderen aber auch die mittel- und südamerikanischen Drogenkartelle.

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Das sind rund 74 Prozent mehr als im Vorjahr, in dem ebenfalls schon eine Rekordmenge sichergestellt wurde. Damit bestätigt sich ein Trend: Immer mehr Kokain wird nach Europa geschmuggelt. zur Politik hingegen so öffentlichkeitswirksam zutage tritt, ist eher selten. Vieles davon kommt über Rotterdam und Antwerpen auch nach Zürich. Das Städtchen hat zwar das Ende der früheren Kohle- und Textilindustrie schon lange hinter sich, wartet aber noch immer auf eine neue Stadtentwicklung. Wie, weiss Benedikt Strunz vom NDR. watson hat sich für diese Analyse die Verbindungen der Tabakindustrie zur Schweizer Politik etwas genauer angesehen. Benedikt Strunz Investigativ-Journalist Personen-Box aufklappen Personen-Box zuklappen Benedikt Strunz ist seit 2011 als investigativer Journalist für den deutschen Sender NDR tätig. Doch lasse das Gesetz keine Zusatzrechnungen zu.

Sein Fachgebiet ist die organisierte Kriminalität. Die AWMP wendet sich gegen neue Eingriffe in die freie Marktwirtschaft durch eine noch höhere Regulierungsdichte. Service. Seine Recherchen sind im NDR-Podcast «Organisiertes Verbrechen» zu hören. Für seine Arbeiten zu den Panama und Paradise Papers wurde er ausgezeichnet. Sie wird von der SVP und der Mitte unterstützt. SRF News: Wie erklären Sie sich diese Entwicklung? Benedikt Strunz: Sie hat zwei Gründe. Wir sehen zum einen seit Jahren wachsende Anbauflächen in Südamerika. Partnerorganisation der AWMP ist unter anderem «Swiss Cigarette». Nur sind die Rechnungen des Unispitals Zürich eingetroffen, bevor die Finanzierung partnerschaftlich geregelt werden konnte.

Zum anderen ist in den USA der Kokainpreis gesunken. Die wichtigste harte Droge ist dort nicht mehr Kokain, sondern Crystal Meth. FDP-Nationalrat Philippe Nantermod hat eine seiner zwei Lobbyisten-Zutrittskarten Martin Kuonen, Geschäftsführer von «Swiss Cigarette», zur Verfügung gestellt . Viel höhere Gewinne mit Kokain lassen sich inzwischen in Europa machen. Und darauf spekulieren natürlich zum einen die kriminellen Organisationen hierzulande, zum anderen aber auch die mittel- und südamerikanischen Drogenkartelle. Auch beim Schweizer Arbeitgeberverband ist «Swiss Cigarette» Mitglied. Neben Rotterdam gilt auch Antwerpen als grösster Einfuhrhafen von Kokain in Europa.

Weshalb gerade diese zwei Häfen? Zum einen sind sie natürlich wahnsinnig gross. Die Tabakindustrie hat es noch auf weiteren Wegen geschafft, sich Einfluss im Parlament zu verschaffen (siehe Infografik). Man kann dort gut illegale Ware verstecken. Sie haben eine direkte Schifffahrtsverbindung zu Süd- und Mittelamerika; auch das macht es praktisch. So tarnen akkreditierte Personen mit Zutritt zum Parlament ihr Kernmandat oft , indem zum Beispiel einfach eine PR-Agentur angegeben wird. Es gibt aber noch einen Grund, den man nicht unterschätzen darf: Ganz kompliziert im illegalen Kokainhandel ist es, das Kokain aus dem Hafen wieder herauszuholen. Man kann den Ansprechpartnern in den Häfen sagen: Du holst morgen die Drogen aus dem Container raus. Zwar nicht offiziell, aber bestens vertreten durch den Schweizerischen Gewerbeverband.

Autor: Das ist eine Aufgabe, an der viele Banden scheitern. In Antwerpen und Rotterdam ist in den letzten Jahren eine perfekte kriminelle Infrastruktur entstanden, Banden haben teilweise ganze Hafenbetreibergesellschaften korrumpiert, um den Hafen herum ist eine Logistik entstanden. Video: YouTube/Temps Présent Ein Blick ins Ausland schafft Klarheit Mit dieser Ausgangslage ist klar, wieso es Verschärfungen der Tabakpolitik schwer haben in der Schweiz. Man hat Ansprechpartner in den Häfen, denen man sagen kann: Du holst morgen die Drogen aus dem Container raus. Das sind wichtige Dienstleistungen, die sich da leichter umsetzen lassen. Er hätte den Mindestanforderungen der WHO-Konvention entsprochen. Wie wird das Kokain von den Banden in den Containern versteckt? Der Kokainhandel ist eine perfekt eingespielte illegale Logistik.

Wir haben zum einen die Kokainkartelle. Oktober 2021 dann vom Parlament gebilligt. Da fliegt zum Beispiel jemand von der italienischen N'drangheta hin, verhandelt den Preis und die Menge, und es wird eingeschlagen. Dann geht das Kokain beispielsweise von Cali aus nach Ecuador, wird dort in Kilogebinde verpackt, in sogenannte Kokainbarren. Die Tabakwerbeverbots-Initiative könnte diesen Bann nun durchbrechen. Die bekommen einen Stempel vom Kartell und vielleicht auch eine Markierung für den Empfänger und gelangen dann in der Regel in Container mit Legalware. Wenn da also ein Container voll mit Ananas steht, wird das Kokain nachts mithilfe geschmierter Hafenarbeiter drunter gemischt oder einfach in einem Rucksack reingestellt. Die Gegner wollen dies natürlich verhindern.

Alles, was man sich vorstellen kann, wird ausgeschöpft, um diese Drogen nach Europa zu bringen. Autor: Wir haben schon gesehen, dass Kokain in die Containerwände eingeschweisst wird oder in die Lüftungsanlagen eingebracht wird. Das Nein-Komitee behauptet, dass ein Werbeverbot. Es wird also alles an Mitteln und Wegen ausgeschöpft, um diese Drogen nach Europa zu bringen. Zürich liegt laut der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen an zweiter Stelle beim Kokainkonsum. Wie kommt es bis nach Zürich? Da gibt es in der Regel zwei Wege.

Es kann sein, dass Banden, die in Zürich operieren, selbst Kokain einkaufen in Südamerika. Das setzt einen hohen Organisationsgrad voraus. Nicht jeder kann mit solchen Kartellen verhandeln. Da fängt man sich auch schnell mal eine Kugel ein. Nicht jeder kann mit südamerikanischen Kokainkartellen verhandeln.

Da fängt man sich auch schnell mal eine Kugel ein. Autor: Der zweite Weg ist, dass einzelne, kleinere Gruppen, die weniger stark organisiert sind, nach Rotterdam gehen und über Kontakte auf dem Grossmarkt kiloweise Kokain kaufen, das in Zürich weiterverkauft wird. Das Gespräch führte Zoe Geissler. .